Dosis
Die Dosis bei Hundemedikamenten bezeichnet die exakte Wirkstoffmenge pro Kilogramm Körpergewicht, die für eine therapeutische Wirkung erforderlich ist.
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Die Dosis bei Hundemedikamenten bezeichnet die exakte Wirkstoffmenge pro Kilogramm Körpergewicht, die für eine therapeutische Wirkung erforderlich ist. Anders als bei Menschen wird sie ausschliesslich gewichtsbasiert berechnet – ein 5-kg-Chihuahua braucht etwa ein Zwanzigstel der Dosis eines 40-kg-Schäferhunds.
Wie berechnet der Tierarzt die richtige Dosis?
Tierärztinnen berechnen die Dosis nach Körpergewicht und Wirkstoff. Bei Metacam (Meloxicam) etwa legt die Praxis die Menge individuell fest, abgestimmt auf Gewicht, Vorerkrankungen und Begleitmedikation, eine allgemeingültige Formel zum Selbstberechnen gibt es hier bewusst nicht.
Die meisten Hundemedikamente haben therapeutische Fenster zwischen Wirksamkeit und Toxizität – zu wenig wirkt nicht, zu viel schadet. Bei Antibiotika wie Amoxicillin legt die Tierarztpraxis Dosis und Einnahmerhythmus fest, abgestimmt auf Erreger und Indikation.
Warum reagieren Hunderassen unterschiedlich auf Dosierungen?
Windhunde bauen Narkosemittel wie Propofol deutlich langsamer ab als andere Rassen – ihre Dosis wird um 30-50% reduziert. Collies und verwandte Rassen haben oft einen MDR1-Gendefekt: Sie vertragen Ivermectin (gegen Parasiten) nur in Mikrodosen, während ein Beagle problemlos die Standarddosis verkraftet.
Brachycephale Rassen (Mops, Bulldogge) benötigen bei Sedativa niedrigere Dosierungen, da ihre Atemprobleme das Narkoserisiko erhöhen.
Was passiert bei falscher Dosierung?
Überdosierungen zeigen sich oft binnen Stunden. Bei Schmerzmitteln (NSAIDs) wie Rimadyl entstehen Magengeschwüre, bei Herzmedikamenten wie Digitoxin Rhythmusstörungen. Unterdosierungen bei Antibiotika fördern Resistenzen – der Keim überlebt und wird unempfindlich.
Eine Besonderheit: Paracetamol ist für Hunde hochgiftig, schon 15 mg/kg können tödlich sein. Menschen nehmen 500-1000 mg pro Dosis – für einen Hund wäre eine halbe Tablette lebensgefährlich.
Was tue ich im Notfall?
Bei Vergiftungsverdacht oder einer allergischen Reaktion zählt vor allem eines: sofort die Tierarztpraxis oder eine Notfallnummer kontaktieren. Ob und wie viel Aktivkohle oder ein Mittel wie Cetirizin sinnvoll ist, entscheidet die Fachperson am Telefon, eine Dosierung zum Auswendiglernen gibt es hier bewusst nicht.
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