Die Schafskälte ist im Anmarsch
Die Schafskälte im Juni kann auch Hunden zusetzen. Besonders kleine, alte oder kurzhaarige Rassen brauchen dann besonderen Schutz vor Kälte und Nässe.
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Was ist die Schafskälte und betrifft sie meinen Hund?
Die Schafskälte ist ein Kälteeinbruch zwischen 4. und 20. Juni, der auch deinen Hund betreffen kann. Kälteempfindliche Rassen wie Windhunde oder Chihuahuas spüren den plötzlichen Temperatursturz von bis zu 10 Grad besonders deutlich.
Der Name stammt aus der Landwirtschaft: Schafe werden im Frühsommer geschoren und frieren dann, wenn dieses Wetterphänomen eintritt. Ein Hochdruckgebiet über dem Atlantik trifft dabei auf ein Tiefdruckgebiet über Nordeuropa, sodass kalte Polarluft nach Mitteleuropa strömt.
Nicht jedes Jahr tritt die Schafskälte auf, denn die atmosphärischen Bedingungen müssen exakt zusammenpassen.
Wann friert mein Hund bei der Schafskälte?
Dein Hund friert ab einer gefühlten Temperatur unter 10 Grad, wenn Wind und Feuchtigkeit dazukommen. Besonders betroffen sind:
Kälteempfindliche Hunde: Kleine Rassen, die näher am kalten Boden sind, alte oder kranke Tiere sowie Hunde mit kurzem Fell oder nach frischer Schur. Auch Hunde im Fellwechsel sind anfälliger.
Frieren erkennst du an Zittern, eingezogener Rute, langsamerem Gehen oder daran, dass dein Hund Schutz sucht.
Braucht mein Hund einen Mantel bei Schafskälte?
Ja, wenn die Temperatur unter 5 Grad fällt oder Wind und Regen dazukommen. Ein Hundemantel wirkt im Juni ungewöhnlich, ist für gefährdete Rassen aber sinnvoll.
Der Mantel sollte wasserabweisend sein und Brust und Bauch bedecken. Achte darauf, dass er nicht scheuert und die Bewegung nicht einschränkt.
Nach nassen Spaziergängen trocknest du deinen Hund gründlich ab, besonders unter dem Bauch und zwischen den Zehen.
Wie passe ich Gassirunden an das Schmuddelwetter an?
Gehe bei Dauerregen lieber mehrere kurze Runden statt einer langen. 15 Minuten reichen oft, wenn es richtig ungemütlich ist.
Das Timing ist entscheidend: Nutze Regenpausen oder gehe früh am Morgen, wenn es oft trockener ist. Vermeide die kältesten Stunden zwischen 4 und 6 Uhr morgens.
Feuchte Wiesen können Pfoten reizen. Kontrolliere die Pfotenballen nach dem Spaziergang und trockne sie ab.
Womit beschäftige ich meinen Hund bei Indoor-Wetter?
Nutze Schnüffelspiele: Verstecke Leckerlis in Handtüchern oder lass deinen Hund sein Futter erarbeiten. Zehn Minuten Kopfarbeit ersetzen eine halbe Stunde Gassigehen.
Trainingseinheiten im Wohnzimmer bieten sich ebenfalls an: Übe „Sitz“, „Platz“ oder Tricks. Das lastet mental aus und stärkt eure Bindung.
Intelligenzspielzeug oder selbstgebastelte Fummelbretter fordern deinen Hund heraus, ohne dass er nass wird.
Woran erkenne ich, dass mein Hund zu kalt hat?
Dein Hund zeigt dann deutliche Signale: Er zittert, geht langsamer oder bleibt stehen und weigert sich weiterzugehen.
Können gesunde Hunde bei Schafskälte krank werden?
Durchnässung und Auskühlung können das Immunsystem schwächen. Ältere Hunde gelten dabei als anfälliger für Atemwegsinfekte.
Wie lange dauert die Schafskälte normalerweise?
Meist 3-7 Tage, in extremen Jahren bis zu zwei Wochen. Danach steigen die Temperaturen wieder.