Haltung & Alltag

Die Schafskälte ist im Anmarsch

Die Schafskälte im Juni kann auch Hunden zusetzen. Besonders kleine, alte oder kurzhaarige Rassen brauchen dann besonderen Schutz vor Kälte und Nässe.

2 Min Lesezeit
Die Schafskälte ist im Anmarsch
Inhalt
  1. Was ist die Schafskälte und betrifft sie meinen Hund?
  2. Wann friert mein Hund bei der Schafskälte?
  3. Braucht mein Hund einen Mantel bei Schafskälte?
  4. Wie passe ich Gassirunden an das Schmuddelwetter an?
  5. Womit beschäftige ich meinen Hund bei Indoor-Wetter?

Was ist die Schafskälte und betrifft sie meinen Hund?

Die Schafskälte ist ein Kälteeinbruch zwischen 4. und 20. Juni, der auch deinen Hund betreffen kann. Besonders kälteempfindliche Rassen wie Windhunde oder Chihuahuas spüren den plötzlichen Temperatursturz von bis zu 10 Grad deutlich.

Der Name stammt aus der Landwirtschaft: Schafe werden im Frühsommer geschoren und frieren dann bei diesem Wetterphänomen. Ein Hochdruckgebiet über dem Atlantik trifft auf ein Tiefdruckgebiet über Nordeuropa – kalte Polarluft strömt nach Mitteleuropa.

Nicht jedes Jahr tritt die Schafskälte auf. Die atmosphärischen Bedingungen müssen exakt zusammenpassen.

Wann friert mein Hund bei der Schafskälte?

Dein Hund friert ab einer gefühlten Temperatur unter 10 Grad, wenn Wind und Feuchtigkeit dazukommen. Besonders betroffen sind:

Kälteempfindliche Hunde: Kleine Rassen (näher am kalten Boden), alte oder kranke Tiere, Hunde mit kurzem Fell oder nach frischer Schur. Auch Hunde im Fellwechsel sind anfälliger.

Du erkennst Frieren an: Zittern, eingezogener Rute, langsamerem Gehen oder wenn dein Hund Schutz sucht.

Braucht mein Hund einen Mantel bei Schafskälte?

Ja, wenn die Temperatur unter 5 Grad fällt oder Wind und Regen dazukommen. Ein Hundemantel ist im Juni ungewöhnlich, aber sinnvoll für gefährdete Rassen.

Der Mantel sollte wasserabweisend sein und Brust und Bauch bedecken. Achte darauf, dass er nicht scheuert und die Bewegung nicht einschränkt.

Nach nassen Spaziergängen trocknest du deinen Hund gründlich ab – besonders unter dem Bauch und zwischen den Zehen.

Wie passe ich Gassirunden an das Schmuddelwetter an?

Gehe lieber mehrere kurze Runden als eine lange bei Dauerregen. 15 Minuten reichen oft, wenn es richtig ungemütlich ist.

Timing ist entscheidend: Nutze Regenpausen oder gehe früh am Morgen, wenn es oft trockener ist. Vermeide die kältesten Stunden zwischen 4 und 6 Uhr morgens.

Feuchte Wiesen können Pfoten reizen. Kontrolliere nach dem Spaziergang die Pfotenballen und trockne sie ab.

Womit beschäftige ich meinen Hund bei Indoor-Wetter?

Nutze Schnüffelspiele: Verstecke Leckerlis in Handtüchern oder lass deinen Hund sein Futter erarbeiten. Zehn Minuten Kopfarbeit ersetzen eine halbe Stunde Gassigehen.

Trainingseinheiten im Wohnzimmer: Übe „Sitz“, „Platz“ oder Tricks. Das lastet mental aus und stärkt eure Bindung.

Intelligenzspielzeug oder selbstgebastelte Fummelbretter fordern deinen Hund heraus, ohne dass er nass wird.

Woran erkenne ich, dass mein Hund zu kalt hat?

Dein Hund zeigt deutliche Signale: Zittern, langsames Gehen oder er bleibt stehen und weigert sich weiterzugehen.

Können gesunde Hunde bei Schafskälte krank werden?

Durchnässung und Auskühlung schwächen das Immunsystem. Besonders ältere Hunde sind anfällig für Atemwegsinfekte.

Wie lange dauert die Schafskälte normalerweise?

Meist 3-7 Tage, in extremen Jahren bis zu zwei Wochen. Danach steigen die Temperaturen wieder.