Tierschutz

1. August-Feiern & Feuerwerk: Rücksicht auf Tiere nehmen

2 Min Lesezeit
1. August-Feiern & Feuerwerk: Rücksicht auf Tiere nehmen
Inhalt
  1. Feuerwerk: Panik statt Partystimmung
  2. Lagerfeuer: Tödliche Falle für Kleintiere
  3. Betroffene Tierarten im Überblick
  4. Schutzmassnahmen für den 1. August
  5. Bewusst feiern – ohne Tierleid

Der 1. August steht bevor, und viele bereiten bereits ihre Feiern vor. Feuerwerk und Lagerfeuer gehören zur Tradition – doch für Haus- und Wildtiere bedeuten sie Stress und Lebensgefahr.

Feuerwerk: Panik statt Partystimmung

Hunde, Katzen und andere Haustiere nehmen Feuerwerkslärm deutlich intensiver wahr als Menschen. Ihr Gehör ist empfindlicher, die Knallgeräusche lösen Angst und Panik aus. Viele Tiere verstecken sich, manche versuchen zu fliehen – rund um den Nationalfeiertag häufen sich Verletzungen und Vermisstmeldungen.

Wildtiere trifft es ebenso hart. Rehe und Füchse fliehen planlos, oft enden solche Fluchtversuche in Unfällen. Wasservögel wie Enten und Gänse verlassen aufgeschreckt ihre Brut- und Ruheplätze und finden nicht mehr zurück. Verlassene Jungvögel und Gelege überleben das häufig nicht.

Lagerfeuer: Tödliche Falle für Kleintiere

Holzhaufen, die über Wochen für das 1.-August-Feuer aufgeschichtet werden, bieten Igeln, Mäusen und Insekten scheinbar sichere Unterschlüpfe. Beim Anzünden haben die Tiere keine Fluchtmöglichkeit – können Tausende qualvoll verbrennen.

Betroffene Tierarten im Überblick

  • Igel: Suchen Schutz in Holzhaufen und können bei Feuerentfachung nicht rechtzeitig fliehen. Sie verbrennen oft lebendig.
  • Vögel: Verlassen durch Feuerwerkslärm ihre Nester, Eier und Jungvögel bleiben ungeschützt zurück und sterben.
  • Nutztiere: Kühe und Schafe geraten in Panik, durchbrechen Zäune oder verletzen sich in ihrer Angst.

Schutzmassnahmen für den 1. August

  1. Auf Feuerwerk verzichten: Lichtshows oder Laserprojektionen sind leise Alternativen, die Tiere und lärmempfindliche Menschen schonen.
  2. Holzhaufen erst am Feiertag aufschichten: So bleibt nachtaktiven Tieren keine Zeit, sich einzunisten.
  3. Schutzzaun um Feuerstellen: Verhindert, dass Tiere in die Nähe gelangen. Zaun erst kurz vor dem Anzünden entfernen.

Bewusst feiern – ohne Tierleid

Wer auf lautes Feuerwerk verzichtet und Feuerstellen sorgfältig vorbereitet, schützt Tiere aktiv vor unnötigem Leid. Für deinen Hund gilt: Schaffe einen ruhigen Rückzugsort, schliesse Fenster und Vorhänge und bleib bei ihm. Bei starker Angst kann der Tierarzt beruhigende Mittel empfehlen.