Martigny liegt dort, wo das Rhonetal einen markanten Knick macht und die Alpen sich weit öffnen. Die Stadt im südlichen Wallis ist ein Knotenpunkt zwischen Genfersee, Grossem Sankt Bernhard und dem Saastal — und für Hundehaltende ein Ausgangspunkt mit echtem Potenzial. Weinberge ziehen sich die Hänge hinauf, der Fluss Dranse mündet nahe der Stadtmitte in die Rhone, und römische Ruinen stehen mitten im Alltag: Martigny trägt Geschichte sichtbar auf der Haut.
Mit einem Hund erlebst du diese Stadt anders als vom Touristenpfad aus. Morgens der Geruch der Weinreben im Gegenlicht, mittags das Knirschen der Schotterwege entlang der Dranse, abends das Abendrot über dem Massif du Mont Blanc am Horizont — das Wallis riecht hier nach Kräutern, Stein und Wasser. Martigny ist keine Grossstadt, aber auch kein Dorf: rund 20 000 Einwohnerinnen und Einwohner, eine funktionierende Innenstadt und ein Umland, das Hunde und Menschen gleichermassen aufnimmt.
Ob du hier wohnst oder nur für einen Tag herkommst — Martigny eignet sich gut als Basis für Ausflüge mit Hund. Die Infrastruktur ist solide, die Landschaft abwechslungsreich und die Wege ins Gebirge kurz. Gleichzeitig gelten auch hier klare Regeln, die du kennen solltest, bevor du die Leine losmachst. Was du vor Ort wirklich brauchst, erfährst du auf den nächsten Abschnitten.
Tagesausflüge mit Hund in Martigny
Tritt aus der Stadt hinaus und du stehst sofort in einer Landschaft, die nach Bewegung ruft. Das Rhonetal gibt die Richtung vor, die Seitentäler laden zum Abbiegen ein, und die Weinberge direkt vor der Haustür bieten Wege, auf denen du mit deinem Hund den Rhythmus des Tages selbst bestimmen kannst. Martigny ist kein Endpunkt — es ist ein Startpunkt.
Entlang der Dranse: Flusswege mitten in der Stadt
Die Dranse fliesst durch das Stadtgebiet von Martigny und bietet einen der zugänglichsten Auslaufwege der Region. Entlang ihrer Ufer verlaufen befestigte und unbefestigte Wege, die sich gut zu Fuss oder mit dem Hund erkunden lassen. Das Wasser ist je nach Jahreszeit mehr oder weniger zugänglich, und der Fluss selbst schafft eine natürliche Trennlinie vom Stadtlärm. Viele Anwohner nutzen die Dranse-Ufer für tägliche Spaziergänge — du findest hier selten Gedränge, aber oft Gesellschaft.
Wichtig: Die Zugänglichkeit zum Flussbett hängt vom Wasserstand und der Jahreszeit ab. Prüfe vor Ort, ob das Ufer betretbar ist, besonders nach Regenfällen oder bei Hochwasser. Entlang bestimmter Abschnitte können lokale Regeln für Hunde gelten — informiere dich beim Stadtportal Martigny oder direkt bei der Gemeindeverwaltung über aktuelle Auflagen.
- Einfach erreichbar zu Fuss aus dem Stadtzentrum
- Naturnaher Weg ohne grossen Verkehr
- Gut kombinierbar mit einem Spaziergang durch die Altstadt
Weinberge und Rebwege rund um Martigny
Die Rebhänge rund um Martigny gehören zu den prägendsten Landschaften des unteren Wallis. Zwischen Fully und Martigny-Bourg ziehen sich Wege durch die Weinbergterrassen, von denen aus du einen weiten Blick über das Rhonetal hast. Die Wege sind oft schmal, steinig und steil — gut für Hunde, die gerne klettern, weniger ideal für kleine Rassen oder bei Hitze. Im Frühling und Herbst ist das Licht hier besonders schön.
Achte dabei auf eines: Weinberge sind landwirtschaftliches Gebiet. In der Vegetationszeit, wenn die Reben austreiben oder die Ernte läuft, können Wege gesperrt oder nur eingeschränkt zugänglich sein. Hunde sollten in Rebbergen grundsätzlich an der Leine geführt werden, um Schäden an Pflanzen und Wildtieren zu vermeiden. Halte dich an die Markierungen und respektiere Absperrungen.
Die Route Vins et Randonnées, die durch Teile des Walliser Weinbaugebiets führt, kann als Orientierung dienen — aktuelle Informationen zu Wanderwegen und Zugänglichkeit findest du bei Valais/Wallis Promotion.
Forum Claudii Vallensium: Römerstadt mitten in Martigny
Das antike Amphitheater und die Überreste der römischen Stadt Octodurum liegen direkt im Stadtgebiet von Martigny. Das Freigelände rund um das Amphitheater ist öffentlich zugänglich und lässt sich zu Fuss umrunden. Für Hunde, die gerne schnüffeln und erkunden, ist das Gelände interessant — alter Stein, verschiedene Bodentexturen, viele Gerüche. Der Zugang zum eigentlichen Ausgrabungsgelände ist jedoch geregelt und nicht immer mit Hund erlaubt.
Bevor du das Gelände mit deinem Hund betrittst, prüfe die aktuellen Besuchsregeln direkt vor Ort oder auf der Webseite der Stadt Martigny. Das Museum Gallo-Romain, das sich in unmittelbarer Nähe befindet, hat eigene Zugangsregeln für Tiere. Das Umfeld bleibt aber auch ohne Museumsbesuch spazierenswert — besonders für einen kurzen Stadtrundgang am Morgen.
Val de Bagnes und Sembrancher: Seitentäler mit Tiefe
Von Martigny aus erreichst du mit dem Auto oder dem Zug in rund 15 bis 20 Minuten das Val de Bagnes, eines der eindrücklichsten Seitentäler des Wallis. Die Strasse führt von Sembrancher über Verbier-Le Châble tief ins Tal hinein. Hier beginnen Wanderwege, die auch mit Hund machbar sind — sofern du die alpinen Regeln beachtest. Weidezäune, Herden und Wildschutzzonen erfordern besondere Aufmerksamkeit.
Der kleine Ort Sembrancher selbst bietet ruhige Gässchen und eine mittelalterliche Atmosphäre, die sich gut zu Fuss erkunden lässt. Ein kurzer Spaziergang entlang der Dranse de Bagnes dort ist entspannt und sicher. Für längere Touren ins Val de Bagnes hinein — besonders in Richtung Mauvoisin — solltest du die Wegmarkierungen genau verfolgen und deinen Hund insbesondere in der Nähe von Alpwirtschaften an der Leine führen. Aktuelle Hinweise zu Wanderwegen und alpinen Sperrzonen liefert der Kanton Wallis unter vs.ch.
Hund und lokale Regeln in Martigny
Wer mit Hund in Martigny unterwegs ist, bewegt sich im rechtlichen Rahmen des Kantons Wallis und der Gemeindevorschriften. Diese Regeln sind nicht kompliziert, aber sie gelten — und Unwissenheit schützt auch hier nicht vor Konsequenzen. Ein kurzer Blick auf die wichtigsten Punkte erspart Ärger und sorgt dafür, dass du und dein Hund willkommen bleiben.
Leinenpflicht in Martigny: Was gilt wo?
In der Gemeinde Martigny gilt eine Leinenpflicht in öffentlichen und belebten Bereichen — dazu gehören Ortschaftszentren, Spielplätze, Märkte und stark frequentierte Wege. Grundsätzlich bist du als Hundehaltende verantwortlich dafür, dass dein Hund unter Kontrolle ist und keine Personen, Tiere oder Einrichtungen gefährdet. Die konkrete Ausgestaltung — welche Zonen mit Leinenpflicht belegt sind, welche Ausnahmeregelungen bestehen — regelt die Gemeindeordnung.
Für Wander- und Naturwege ausserhalb der Ortschaft gelten teils andere Bedingungen, aber auch dort kann eine situative Anleinpflicht bestehen — etwa in Nähe von Vieh, in Naturschutzgebieten oder auf markierten Abschnitten. Prüfe die aktuell gültigen Regeln direkt auf der Webseite der Stadt Martigny oder frage bei der Gemeindeverwaltung nach. Verlasse dich nicht auf mündliche Aussagen anderer Hundehalter vor Ort — die Regeln können sich ändern.
- Leinenpflicht gilt sicher in Ortszentrum, auf Märkten und an Spielplätzen
- In der Natur: Leine bei Weiden, Wildschutzzonen und markierten Bereichen
- Im Zweifel: Hund anleinen und offizielle Quelle konsultieren
Anmeldung und Hundeabgabe in der Gemeinde Martigny
Wer in der Gemeinde Martigny wohnt und einen Hund hält, ist verpflichtet, diesen bei der Gemeindeverwaltung anzumelden. Die Anmeldepflicht gilt in der Regel innert einer festgelegten Frist nach Zuzug oder nach dem Erwerb eines Hundes. Im Wallis ist ausserdem ein kantonales Hundehaltebewilligungssystem in Kraft — je nach Hunderasse und Gewicht können unterschiedliche Anforderungen gelten.
Die Gemeinde erhebt eine jährliche Hundeabgabe. Die genaue Höhe dieser Abgabe richtet sich nach der örtlichen Verordnung — nenne keine Beträge ohne offizielle Bestätigung, sondern frag direkt bei der Gemeindeverwaltung nach. Das kantonale Veterinäramt gibt Auskunft über übergeordnete Vorschriften: Informationen dazu findest du unter vs.ch im Bereich Veterinärwesen. Gehe die Anmeldung frühzeitig an — fehlende Registrierung kann zu Bussen führen.
Hunde im öffentlichen Verkehr und in der Gastronomie
Martigny liegt an einer wichtigen Bahnlinie der SBB und der Mont-Blanc-Express-Verbindung nach Chamonix. Mit dem Zug reist du bequem an — und deinen Hund kannst du unter den Bedingungen der SBB mitführen. Kleine Hunde, die in einem geschlossenen Transportbehälter Platz finden, reisen kostenlos. Grössere Hunde brauchen ein ermässigtes Billett (halber Preis 2. Klasse) oder eine Hunde-Tageskarte und gehören an die Leine. Eine generelle Maulkorbpflicht besteht im Schweizer ÖV nicht. Prüfe die aktuellen SBB-Tarife und Bedingungen vor deiner Reise direkt beim Anbieter.
In der Gastronomie von Martigny entscheidet jedes Lokal selbst, ob Hunde willkommen sind. Terrassen sind oft hundefreundlicher als Innenräume — frag beim Reservieren oder beim Eintreten nach. Bringe immer Wasser und eine Schüssel für deinen Hund mit, denn nicht jedes Café stellt diese bereit. Auf den Märkten und im Freien bist du mit einem gut erzogenen Hund oft unkompliziert willkommen, solange du die Leinenpflicht beachtest.
Listenhunde, Entsorgung und weitere Pflichten
Der Kanton Wallis kennt Vorschriften zu potenziell gefährlichen Hunden, die über die allgemeine Tierschutzgesetzgebung hinausgehen. Bestimmte Rassen oder Rassekreuzungen können besonderen Anforderungen unterliegen — etwa einer speziellen Bewilligung, einem Sachkundenachweis oder der Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum. Ob dein Hund unter diese Bestimmungen fällt, klärst du am besten direkt beim kantonalen Veterinäramt Wallis. Verlasse dich nicht auf allgemeine Listen aus dem Internet — die kantonalen Regelungen können von den eidgenössischen oder anderen kantonalen Regelungen abweichen.
Die Entsorgungspflicht gilt im gesamten Gemeindegebiet: Hinterlasse deinen Hund niemals unentfernt auf öffentlichen Wegen, Spielplätzen oder Parkanlagen. In Martigny gibt es öffentliche Abfallbehälter und teils spezifische Hundekotbeutel-Spender — nimm aber eigene Tüten mit, um auf der sicheren Seite zu sein. Wer die Entsorgungspflicht ignoriert, riskiert eine Busse und sorgt für schlechte Stimmung gegenüber Hundehaltenden insgesamt. Ein einfaches Prinzip: Zurücklassen ist keine Option.
Praktisches vor Ort in Martigny
Martigny liegt an einem der wichtigsten Alpenübergänge der Schweiz — und das spürt man: Die Stadt ist gut erschlossen, die Infrastruktur solide, und wer mit Hund hier lebt oder zu Besuch ist, findet die wichtigsten Anlaufstellen ohne langes Suchen. Dennoch lohnt es sich, vor dem Ausflug ein paar Dinge zu klären.
Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst
In Martigny gibt es mehrere Tierarztpraxen, die Hunde behandeln. Für den Alltag — Impfungen, Routineuntersuchungen, kleine Verletzungen — findest du Praxen direkt in der Stadt und im nahen Umland. Wichtig für alle, die von ausserhalb anreisen: Kläre vor deiner Reise, welche Praxis im Notfall erreichbar ist und welche Nacht- oder Wochenenddienste abdeckt. Der kantonale Tierärztliche Notfalldienst Wallis ist über die offizielle Webseite des Kantons koordiniert — prüfe dort die aktuellen Pikettzeiten und Zuständigkeiten unter vs.ch – Tiergesundheit. Trage die Notrufnummer deiner gewählten Praxis immer im Handy ein, bevor du in die Berge aufbrichst.
- Routineversorgung: Praxen in Martigny-Ville und Martigny-Bourg
- Notfall: Kantonaler Pikettdienst, Kontakt über Kantonswebsite
- Vergiss nicht: Impfpass und Heimtierausweis stets mitführen
Hundeschulen und Training in der Region
Im Raum Martigny und im Unterwallis findest du Hundeschulen und Trainer, die Kurse auf Französisch und teilweise auf Deutsch anbieten — das Wallis ist zweisprachig, und Martigny liegt klar im frankophonen Teil. Für Neuzuzüger empfiehlt sich ein Besuch bei einer lokalen Hundeschule schon deshalb, weil dort auch die regionalen Gepflogenheiten und Regeln vermittelt werden: Wo ist Leinen Pflicht, welche Wege gelten im Sommer als heikel, wie verhält man sich beim Begegnen von Weidetieren. Kurse für Welpen, Grundgehorsam und Begleithund sind das übliche Angebot. Frag direkt bei der Gemeinde oder im Veterinäramt nach Empfehlungen — das ist oft der direkteste Weg zu seriösen Anbietern.
Auslaufzonen und hundefreundliche Flächen
Martigny hat urbane Grünflächen, Parkanlagen und die Uferzone der Dranse — doch nicht alle sind offiziell als Auslaufzone ausgewiesen. Auf privaten und öffentlichen Parkanlagen gilt in der Regel Leinenpflicht; ob und wo Hunde frei laufen dürfen, regelt die Gemeindeordnung. Prüfe die aktuellen Regelungen direkt bei der Gemeinde Martigny, bevor du deinen Hund von der Leine lässt. Die weitläufigeren Freiheiten bekommst du erfahrungsgemäss ausserhalb der Stadt: in den Rebbergen oberhalb, entlang des Rhoneufers oder auf den Wanderwegen Richtung Forclaz und Champex. Halte dich an die Beschilderung vor Ort — sie ist massgebend.
- Innerorts: Leinenpflicht auf Strassen, Plätzen, in Parkanlagen (Regelung prüfen)
- Dranse-Ufer: Beliebte Gassi-Route, aber Regeln beachten
- Ausserhalb: Mehr Spielraum, jedoch Schutzgebiete und Weiden respektieren
- Offizielle Infos: Gemeindebüro oder Gemeindewebsite
Hundepensionen und Betreuung
Wer längere Ausflüge plant oder beruflich gebunden ist, sucht gelegentlich Tages- oder Vollpension für den Hund. Im Raum Martigny und im Unterwallis gibt es einzelne Anbieter für Hundepension und Hundesitting — das Angebot ist im Vergleich zu Grossstädten überschaubar, aber vorhanden. Für Gäste, die aus der Deutschschweiz anreisen: Kommuniziere frühzeitig auf Französisch oder kläre ab, ob eine deutschsprachige Betreuung verfügbar ist. Frühzeitig buchen ist besonders in den Sommer- und Herbstferien wichtig, wenn die Region stark frequentiert ist. Hinweise auf geprüfte Anbieter findest du beim kantonalen Veterinäramt oder über lokale Tierarztpraxen, die oft Empfehlungen weitergeben.
Saisonal in Martigny
Martigny liegt in einem der wärmsten Täler der Schweiz — das Rhonetal bildet einen eigenen Klimaraum, der sich von den umliegenden Alpentälern deutlich unterscheidet. Die Sommer sind heiss und trocken, die Winter mild verglichen mit dem Mittelland, und die Frühlings- und Herbstphasen sind kurz, aber intensiv. Wer mit Hund hier unterwegs ist, tut gut daran, die Jahreszeiten ernst zu nehmen.
Frühling: Brut- und Setzzeit in der Region
Ab März erwacht die Region um Martigny rasch — die Rebberge an den Hängen zeigen erste Triebe, die Wälder füllen sich, und die Wildtiere haben Junge. Genau in dieser Zeit ist besondere Rücksicht gefragt. In den Wäldern oberhalb der Stadt und in den Naturschutzgebieten entlang der Rhone gilt: Hunde an die Leine, Wege nicht verlassen. Rehe, Gämsen und bodenbrütende Vögel reagieren auf freilaufende Hunde extrem empfindlich — selbst ein kurzes Aufscheuchen kann zum Verlust eines Geleges führen. Das kantonale Jagd- und Fischereiamt gibt auf seiner Website konkrete Informationen zu Schonzeiten und Schutzgebieten heraus: vs.ch – Jagd, Fischerei und Wildtiere. Gerade auf den beliebten Wanderwegen Richtung Forclaz beginnt der Betrieb früh — nimm Rücksicht auf Begegnungen mit Weidetieren, die ebenfalls im Frühling auf die Weiden kommen.
- März bis Juni: Brut- und Setzzeit — Hunde an der Leine in Wald und Feldnähe
- Naturschutzgebiete Rhoneebene: Regeln genau beachten
- Schongebiete und aktuelle Verbote: kantonale Website prüfen
Sommer: Hitze im Rhonetal ernst nehmen
Der Sommer in Martigny ist nicht zu unterschätzen. Das Rhonetal gehört zu den heissesten Regionen der Schweiz — Temperaturen von 35 Grad und mehr sind im Juli und August keine Seltenheit, und der Asphalt in der Stadt heizt sich noch deutlich stärker auf. Verbrannte Pfoten auf heissem Untergrund sind ein reales Risiko: Teste die Bodentemperatur mit dem Handrücken, bevor dein Hund darüberläuft. Plane Spaziergänge auf früh morgens und abends — tagsüber in den Schatten, viel Wasser mitführen, nie im Auto lassen. Die Dranse und die Rhone bieten Abkühlung, aber prüfe vorher, ob Baden erlaubt ist und ob die Strömung für deinen Hund sicher ist — die Rhone führt auch im Sommer Schmelzwasser mit sich und ist kälter und schneller als sie aussieht. Höher gelegene Ziele wie der Col de la Forclaz oder Champex-Lac sind im Sommer deutlich angenehmer und empfehlenswert für längere Ausflüge.
- Gassizeit: Vor 9 Uhr und nach 19 Uhr
- Bodentest: Handrücken auf den Asphalt — zu heiss für den Hund? Dann Alternativen suchen
- Wasser: Immer genug dabei, regelmässig anbieten
- Auto: Niemals allein lassen, auch nicht kurz
- Abkühlung: Schattige Wege, Gewässer nur wenn erlaubt und sicher
Herbst: Jagdsaison und Weinlese
Der Herbst ist in der Region Martigny besonders lebendig — die Weinlese beginnt im September und zieht sich bis Oktober. Die Rebberge an den Hängen oberhalb der Stadt sind dann aktiver Arbeitsplatz: Maschinen, Traktoren und Erntehelfer sind überall unterwegs. Hunde an der Leine auf Rebwegen ist in dieser Zeit nicht nur eine Empfehlung, sondern gehört zur Grundhöflichkeit gegenüber den Winzern. Gleichzeitig beginnt die Jagdsaison — in den Wäldern und auf den Alpweiden wird geschossen. Informiere dich über die aktuellen Jagdzeiten beim kantonalen Amt, trage deinem Hund eine auffällige Warnweste und halte ihn auf markierten Wegen. Der Herbst bringt auch die ersten Pilzsucher in die Wälder — auch sie schätzen, wenn Hunde kontrolliert bleiben und keine Gebiete durchpflügen. Die Lichtverhältnisse ändern sich schnell: Nimm auf Herbstwanderungen eine Stirnlampe und Lichtmarkierungen für den Hund mit.
- September/Oktober: Weinlese — Rebwege nur mit Leine, Rücksicht auf Betrieb
- Jagdsaison: Kantonale Zeiten prüfen, Warnweste empfohlen
- Kürzer werdende Tage: Licht und Reflektoren für Hund und Mensch
Winter: Milder Talboden, Schnee in der Höhe
Der Winter in Martigny selbst ist vergleichsweise mild — Schnee im Tal ist selten und schmilzt oft rasch. Das macht die Stadt und die nähere Umgebung zu einem angenehmen Winterziel für Hunde und ihre Menschen, wenn die umliegenden Alpenregionen tief verschneit sind. Wer jedoch auf die Passstrassen oder in die Skigebiete rund um Verbier oder Saas-Fee ausweicht, wechselt in eine andere Welt: Dort gelten im Winter eigene Regeln für Hunde auf Skipisten und in Skigebieten — viele Pisten und Gondelbahnen haben Einschränkungen oder Verbote für Hunde während des Skibetriebs. Prüfe die Regelungen direkt bei den jeweiligen Bergbahnen, bevor du planst. Im Tal selbst: Achte auf Streusalz und Taumittel auf Strassen und Trottoirs — sie reizen die Pfoten empfindlich. Wachs oder Pfotenschutz hilft. Nach jedem Stadtspaziergang die Pfoten abwaschen und prüfen. Der frühe Einbruch der Dunkelheit verlangt auch im Winter nach Licht und Reflektoren für Hund und Halter.
- Tal: Wenig Schnee, milde Temperaturen — Gassi meist problemlos
- Höhenlagen: Schnee und Kälte, Skipisten für Hunde oft gesperrt
- Streusalz: Pfoten nach Stadtgängen abwaschen, Pfotenschutz erwägen
- Dunkelheit: Frühzeitig — Licht und Reflektoren einplanen
Mehr zu Hund in der Region
Mehr zu Hund + Wallis: Wallis — Hunde, Regeln, Ausflüge