Mit dem Hund in Naters

Kanton Wallis Bezirk Brig 10.674 Einw. 673 m ü.M. PLZ 3904

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Hund und lokale Regeln in Naters

Was vor Ort gilt – kurz beantwortet, mit den konkreten Fristen.

Gilt in Naters Leinenpflicht? Quelle geprüft

Im Kanton Wallis gilt eine generelle Leinenpflicht innerorts: bei Schulen, auf öffentlichen Spiel- und Sportanlagen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und an weiteren stark frequentierten Orten musst du deinen Hund anleinen (Art. 30 AGTSchG/VS). Eine generelle saisonale Wald-Leinenpflicht mit fixem Datum gibt es im Wallis nicht. Rund um Naters liegt jedoch der Aletschwald (Gemeinde Riederalp), ein vom Kanton bestimmtes Naturschutzgebiet mit genereller Leinenpflicht - dort und in weiteren signalisierten Schutz- und Wildruhezonen führst du deinen Hund an der Leine. Achte auf die Hinweistafeln.

Muss ich meinen Hund in Naters anmelden? Quelle geprüft

Ja. Als Ersthundehalterin oder Ersthundehalter meldest du dich bei der Einwohnergemeinde Naters und lässt dich in der nationalen Datenbank AMICUS registrieren; danach trägt eine Tierärztin oder ein Tierarzt deinen Hund ein. Der Hund muss spätestens drei Monate nach der Geburt gechippt sein. Im Wallis ist eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben (Art. 31 AGTSchG/VS), und Ersthundehalter müssen innert eines Jahres einen anerkannten Hundehalterkurs absolvieren. Einen Halterwechsel meldest du innert zehn Tagen in AMICUS. Die Höhe der jährlichen Hundetaxe erfährst du bei der Gemeinde.

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Hintergrund zur Region

Naters liegt direkt am nördlichen Eingang des Baltschieder- und Birgischtals und schmiegt sich an den steilen Hang oberhalb von Brig. Die Gemeinde ist keine Touristendestination im klassischen Sinn — sie ist gelebter Walliser Alltag: Obstgärten, Rebhänge, alte Suonen, Lärchenwälder und dahinter die schneebedeckten Viertausender des Wallis. Für Menschen mit Hund bedeutet das: kurze Wege aus dem Siedlungskern in echte Natur, wenig Massentourismus und Begegnungen, die sich nach Dorf anfühlen.

Der Geruch nach Harz und nassem Laub begleitet dich schon wenige Minuten nach dem Ortsausgang, wenn der Weg steil in den Wald hinaufzieht. Naters grenzt direkt an Brig und profitiert von dessen Infrastruktur — Bahnhof, Einkauf, Tierarzt — ohne selbst die Hektik einer Kleinstadt zu haben. Dein Hund merkt das: Begegnungen mit anderen Tieren passieren hier eher auf Waldwegen als auf belebten Fussgängerstrassen.

Wer einen Tagesausflug ins Oberwallis plant, findet in Naters einen idealen Ausgangspunkt. Die Region erschliesst sich zu Fuss, mit dem Velo oder per Bahn nach Brig. Dieser Text zeigt dir, was Naters und seine nähere Umgebung für Hundehaltende bereithält — von konkreten Routen über lokale Regeln bis zu praktischen Adressen.

Tagesausflüge mit Hund in Naters

Der Duft von Föhre und Wildkräutern, ein Bach, der irgendwo unter Wurzeln verschwindet, und ein Hund, der die Nase kaum vom Boden bekommt — Naters bietet diese Momente gleich hinter den letzten Häusern. Die Umgebung ist vielfältig: Rebberge und Suonen auf mittlerer Höhe, alpine Wälder weiter oben und das breite Rhonetal als Korridor für flachere Spaziergänge.

Birgischtal und Weg zur Birgisch-Alpe

Das Birgischtal beginnt praktisch am Ortsrand von Naters und führt dich in eine stille Seitenschlucht des Rhonetals. Der Weg steigt zunächst moderat an, bevor er durch Lärchen- und Föhrenwälder auf die offeneren Alpflächen hinaufführt. Unterwegs gibt es mehrere kleine Bachüberquerungen — für viele Hunde ein willkommener Trinkpunkt und Abkühlung im Sommer. Die Route ist gut markiert und eignet sich für mittlere Kondition; der Aufstieg zur Birgisch-Alpe erfordert aber Trittsicherheit.

Plane ausreichend Zeit ein: Der Weg ist kein Spaziergang, sondern eine kleine Halbtageswanderung. Im oberen Teil können Weidegebiete folgen — halte deinen Hund dort an der Leine, um Konflikte mit Nutztieren zu vermeiden. Die Aussicht auf das Rhonetal und die Simplonregion entlohnt den Aufwand. Informationen zu Wegmarkierungen und aktuellen Bedingungen findest du bei Valais/Wallis Promotion.

Suoneweg Naters – Blatten (Baltschiedertal)

Die Suonen — alte Bewässerungskanäle, die das Walliser Kulturerbe prägen — ziehen sich als schmale Pfade durch die Felshänge oberhalb von Naters. Der Suoneweg in Richtung Baltschiedertal ist einer der eindrücklichsten in der Region: Er verläuft stellenweise am senkrechten Fels entlang und eröffnet Panoramen über die ganze Breite des Rhonetals. Für trittsichere Hunde (und Menschen ohne Höhenangst) ist er ein echtes Erlebnis.

Beachte: Die Wege sind schmal und teils ausgesetzt. Ein Hund, der schlecht bei Fuss geht oder beim Zug an der Leine Gleichgewichtsprobleme verursacht, ist hier fehl am Platz. In den Brutmonaten von März bis Juli können einzelne Abschnitte für den Naturschutz gesperrt sein — prüfe die aktuelle Situation vor dem Aufbruch. Das Baltschiedertal selbst ist ein Naturschutzgebiet mit speziellen Regelungen; informiere dich auf der Website der Gemeinde Naters oder direkt vor Ort über geltende Einschränkungen.

Rhoneufer und Brig-Glis-Verbindung

Wer eine flache Alltagsrunde sucht, folgt dem Rhoneufer flussabwärts oder flussaufwärts. Die Rhone ist hier begradigt und von einem Kiesweg begleitet, der auch bei schlechtem Wetter gut begehbar ist. Der Weg verbindet Naters mit dem Siedlungsraum von Brig-Glis und ist in beide Richtungen erweiterbar.

Das Rhoneufer ist ein genutzter Erholungsraum — begegne anderen Gehenden, Joggenden und Radfahrenden mit Rücksicht. Ob Hunde an einzelnen Abschnitten an die Leine müssen, kann saisonal oder nach Gemeinde variieren; prüfe die aktuellen Hinweisschilder vor Ort. Im Frühjahr können Hochwasserereignisse Teile des Uferwegs unpassierbar machen — informiere dich über den aktuellen Wasserstand.

Ausflug ins Simplongebiet und nach Eggen

Die Simplonpassstrasse beginnt in Brig und ist in kurzer Zeit erreichbar — entweder mit dem Auto oder per PostAuto. Auf dem Weg nach Eggen oder Richtung Simplon Dorf erschliessen sich weite Waldgebiete mit gut markierten Wanderwegen. Die Höhenlage bietet im Sommer natürliche Abkühlung, und die Waldböden dämpfen die Gelenke deines Hundes angenehm.

Besonders der Bereich rund um die Gondoschlucht und die alten Saumpfade des Simplons sind kulturhistorisch interessant und naturräumlich vielfältig. Auch hier gilt: Weidegebiete im Herbst werden von Schafen und Ziegen genutzt — Leinenpflicht in solchen Bereichen ist nicht nur Vorschrift, sondern Sicherheit für alle Beteiligten. Aktuelle Infos zu Wegen und Schutzzonen bietet der Kanton Wallis, Dienststelle für Wald und Landschaft.

Hund und lokale Regeln in Naters

Bevor du mit deinem Hund durch Naters streifst, lohnt sich ein Blick in die Regeln — nicht aus bürokratischer Pflicht, sondern weil das Zusammenleben im Dorf davon abhängt. Im Wallis gelten kantonale Vorgaben, die durch die Gemeindeordnung von Naters ergänzt werden. Was auf dem Papier trocken klingt, ist im Alltag meistens unkompliziert — solange man die Grundlagen kennt.

Leinenpflicht: was wo gilt

Im Kanton Wallis besteht eine generelle Leinenpflicht in bestimmten Gebieten — insbesondere auf Waldwegen, in der Nähe von Wildtieren und auf Weideland. Das kantonale Jagdgesetz schreibt vor, dass Hunde im Wald und auf freiem Feld ausserhalb von Ortschaften so zu führen sind, dass sie Wild nicht aufscheuchen oder verfolgen können. In der Praxis bedeutet das: Freilauf ist möglich, aber du trägst die Verantwortung.

In der Ortschaft Naters selbst gelten zusätzlich gemeindliche Regelungen für öffentliche Plätze, Parks und Spielbereiche. Leinenpflicht auf Spielplätzen und in belebten Dorfzentren ist in den meisten Walliser Gemeinden Standard. Ob und wo in Naters ausgewiesene hundefreie Zonen existieren, erfährst du verbindlich bei der Gemeindeverwaltung Naters — verlasse dich nicht auf Berichte Dritter, da Regelungen sich ändern können.

  • Wald und Flur: Leine empfohlen, in Schonzeiten oft Pflicht
  • Weideland mit Nutztieren: Leine zwingend, auch ohne Schild
  • Spielplätze und Parkanlagen: Leinenpflicht prüfen
  • Rhoneufer: saisonal unterschiedlich — aktuelle Schilder beachten

Anmeldung und Hundeabgabe in der Gemeinde

In der Schweiz ist die Hundehaltung meldepflichtig. Als Halterin oder Halter bist du verpflichtet, deinen Hund bei der Wohnsitzgemeinde anzumelden — das gilt auch in Naters. Die Gemeinde erhebt eine Hundeabgabe; die genaue Höhe regelt die örtliche Verordnung, und du solltest die aktuellen Beträge direkt bei der Gemeindeverwaltung erfragen, da wir hier keine verbindlichen Zahlen nennen.

Zur Anmeldung benötigst du in der Regel den Mikrochip-Nachweis (alle Hunde in der Schweiz müssen gechipt und in der nationalen Datenbank ANIS registriert sein) sowie einen aktuellen Impfausweis. Wer neu nach Naters zuzieht, muss den Hund innert der kommunal festgelegten Frist ummelden. Halte die Unterlagen griffbereit — bei Kontrollen im öffentlichen Raum können sie verlangt werden.

Öffentlicher Verkehr und Gastronomie mit Hund

Naters ist über Brig an das nationale Bahnnetz angebunden. Im SBB-Fernverkehr und Regionalverkehr sind kleine Hunde im geschlossenen Transportbehälter kostenlos erlaubt; grössere Hunde brauchen ein Hunde-Billett zum halben Preis 2. Klasse oder eine Hunde-Tageskarte und müssen an der Leine sein. Eine generelle Maulkorbpflicht besteht im Schweizer ÖV nicht. Die genauen Regelungen — etwa die Masse des Transportbehälters — prüfst du aktuell direkt bei der SBB.

In der Gastronomie rund um Naters und Brig entscheidet jedes Lokal selbst, ob Hunde willkommen sind. Die Walliser Beizkultur ist generell hundefreundlich gesinnt, aber ein Anruf vorab ist immer klüger als eine Überraschung an der Tür. Terrassen sind in der Regel zugänglicher als Innenräume — frag beim Wirt nach, bevor du dich setzt, und stelle sicher, dass dein Hund ruhig liegt und andere Gäste nicht belästigt.

Listenhunde und Kotentsorgung

Der Kanton Wallis kennt keine eigene separate Rasseliste im Sinne einer kantonalen Verbotsliste, wie sie einige andere Kantone führen. Das bedeutet jedoch nicht, dass für bestimmte Rassen keine erhöhten Anforderungen gelten können — die eidgenössischen Tierschutz- und Hundehaltervorschriften sowie allfällige kommunale Ergänzungen bleiben massgebend. Haltende von Hunden mit erhöhtem Gefährdungspotenzial (gemäss Einstufung durch Tierhaltergesetzgebung) sind gut beraten, sich beim kantonalen Veterinäramt zu erkundigen.

Die Kotentsorgung ist im öffentlichen Raum Pflicht — in ganz Naters und Umgebung. Gemeinden stellen an frequentierten Wegen oft Sackerl-Spender und Abfallbehälter bereit; verlasse dich aber nicht darauf und nimm eigene Beutel mit. Hinterlassener Hundekot ist ein häufiger Konfliktpunkt zwischen Hundehaltenden und der Restbevölkerung — gerade in ländlichen Gemeinden, wo das Verhältnis zu Landwirtschaft und Wegen eng ist. Das kantonale Veterinäramt Wallis ist die zuständige Behörde für weitergehende Fragen zu Haltungsvorschriften und Rassenregelungen.

Praktisches vor Ort in Naters

Naters liegt direkt neben Brig und profitiert damit von der Infrastruktur einer Kleinstadt — kurze Wege zu Tierärzten, Fachgeschäften und Betreuungsangeboten. Wer mit Hund hier wohnt oder zu Besuch ist, findet die wichtigsten Anlaufstellen schnell. Trotzdem lohnt es sich, im Voraus zu planen, gerade wenn du in die Bergregion aufbrichst.

Tierärztliche Versorgung und Notfälle

In Naters selbst gibt es eine überschaubare tierärztliche Grundversorgung; die grössere Auswahl an Tierarztpraxen findest du im benachbarten Brig. Dort sind mehrere Kleintierpraxen ansässig, die Routinebehandlungen und allgemeine Notfälle abdecken. Bei schwerwiegenden Notfällen — etwa nach einem Bergunfall oder einer Vergiftung — ist die nächste Tierklinik in Sitten (Sion) oder im Raum Bern zu erreichen; die Fahrtzeit beträgt je nach Verbindung eine bis zwei Stunden. Speichere vor jedem Ausflug ins Gelände eine Notfallnummer in dein Handy und prüfe, welche Praxis in Brig einen Pikettdienst ausserhalb der Öffnungszeiten anbietet.

  • Halte die Nummer deiner Stammpraxis stets griffbereit.
  • Für Giftpflanzen oder Giftköder: Die Toxikologische Auskunftsstelle in Zürich ist unter 145 erreichbar (24 h).
  • Frage beim Einchecken in deiner Unterkunft nach der nächstgelegenen Notfallpraxis.

Im alpinen Gelände rund um Naters können Steinschlag, Erschöpfung oder Pfotenverletzungen auftreten. Ein kleines Erste-Hilfe-Set für den Hund — Verbandsmaterial, Zeckenzange, Pfotenpflege — gehört in jeden Rucksack. Informiere dich auf der Website des Kantons Wallis über regionale Veterinärdienste: www.vs.ch – Kantonaler Veterinärdienst Wallis.

Hundeschulen und Training

Im Raum Brig-Naters gibt es Hundeschulen und Kursangebote für Welpen, Junghunde und erwachsene Tiere. Die Angebote reichen von Grundkursen in Sozialverhalten bis zu Geländetraining, das für die hiesige Bergwelt besonders sinnvoll ist. Wer neu in der Region ist, fragt am besten in lokalen Tierarztpraxen oder beim Gemeindeamt nach empfehlenswerten Kontakten. Eine weitere Möglichkeit ist die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG), die auf ihrer Website Mitgliedervereine nach Region filtert — darunter auch Vereine im Oberwallis.

Hunde, die erstmals in alpine Umgebungen kommen, profitieren von gezieltem Geländetraining: Sicheres Gehen auf losem Untergrund, Rückruf in Begegnungssituationen mit Weidetieren und das Verhalten an Felskanten sind keine Selbstverständlichkeit. Such dir eine Schule, die solche Situationen aktiv übt. Viele Anbieter in der Region kennen die lokalen Trails und können praxisnahe Übungsszenarien einbauen.

Auslaufzonen und Freilaufmöglichkeiten

Naters bietet keine ausgewiesene eingezäunte Hundeauslaufzone im städtischen Sinne — das übernimmt hier weitgehend die freie Landschaft. Die Rhoneebene unterhalb des Dorfes und die weitläufigen Wanderwege Richtung Bietschi oder ins Nesseltal bieten viel Raum zum Schnüffeln und Bewegen. Dennoch gilt: Freilauf ist nicht überall erlaubt, besonders in der Nähe von Weiden, Schutzgebieten und auf bestimmten Wanderwegen.

Prüfe vor jedem Ausflug die aktuellen Regelungen der Gemeinde Naters und beachte Hinweisschilder vor Ort. In der Nähe von Weidetieren besteht nach Schweizer Recht eine besondere Sorgfaltspflicht — Hunde müssen in solchen Bereichen sicher an der Leine geführt werden. Die offizielle Gemeinde-Website gibt Auskunft über lokale Vorschriften: www.naters.ch – Gemeinde Naters. Nutze ruhigere Tageszeiten für intensive Bewegungseinheiten — früh morgens oder abends ist das Gelände weniger frequentiert.

Hundebetreuung und Pensionen

Für Tage, an denen du deinen Hund nicht mitnehmen kannst — zum Beispiel bei Klettertouren, Gletscherbegehungen oder langen Bergtouren — ist eine verlässliche Hundebetreuung Gold wert. Im Raum Brig-Naters gibt es private Betreuer, Tagespensionen und vereinzelt Hundepensionen. Die Verfügbarkeit ist in dieser ländlichen Region begrenzter als in Städten; buche daher rechtzeitig im Voraus, besonders in der Hoch- und Wintersaison.

Frage in Hundeschulen der Region nach, ob sie Betreuungsplätze anbieten oder empfehlen können — oft bestehen informelle Netzwerke. Alternativ eignen sich Hundesitter-Plattformen mit regionaler Suche für kurze Betreuungszeiten. Wenn du mit deinem Hund in einer Unterkunft in Naters übernachtest, erkundige dich beim Gastgeber nach Empfehlungen vor Ort. Plane für Notfallsituationen immer eine Backup-Option ein.


Saisonal in Naters

Das Wallis ist eine der sonnigsten Regionen der Schweiz — aber die Jahreszeiten schlagen in Naters und seiner alpinen Umgebung deutlich durch. Was im Sommer ein Hitzeplateau im Talgrund ist, verwandelt sich im Winter in ein Schneeparadies auf den Höhen. Für Hundehalter bedeutet das: Die Jahreszeit bestimmt Route, Ausrüstung und Rücksicht.

Frühling: Schneeschmelze, Wege und Wildtiere

Der Frühling beginnt im Talgrund von Naters früh — oft schon im März — während die Hänge Richtung Belalp und ins Nesseltal noch Wochen länger schneebedeckt bleiben. Die Schneeschmelze macht viele Wege bis in den April hinein unberechenbar: Rutschige Pfade, reissende Bäche und aufgeweichte Böden verlangen Vorsicht. Halte deinen Hund auf solchen Wegen konsequent an der Leine — auch ein trainierter Hund kann auf matschigem Untergrund wegrutschen.

Im Frühling beginnt die Setz- und Brutzeit von Wildtieren. Rehe, Gämsen und bodenbrütende Vögel sind besonders empfindlich. In Schutzgebieten rund um Naters gilt in dieser Zeit häufig erhöhte Leinenpflicht oder Betretungsverbot — prüfe die aktuellen Regelungen beim Kanton Wallis oder direkt bei der Gemeinde. Ein frei laufender Hund kann Wildtiere erheblich stressen, selbst wenn er nur neugierig ist und nicht jagt.

Nutze den Frühling für niederschwellige Touren in der Rhoneebene oder auf den unteren Hängen. Die Natur erwacht, die Wege sind noch ruhig, und dein Hund kann die neuen Gerüche in Ruhe erkunden. Kontrolliere nach jeder Tour auf Zecken — sie sind im Wallis ab den ersten warmen Tagen aktiv, besonders in Gras- und Gebüschzonen bis etwa 1500 Meter Höhe.

Sommer: Hitze im Tal, Kühle in der Höhe

Das Rhonetal gehört im Sommer zu den heissesten Regionen der Schweiz. Im Talgrund von Naters können die Temperaturen tagsüber deutlich über 30 Grad steigen. Asphalt und helle Felsflächen heizen sich stark auf — prüfe vor dem Losgehen mit dem Handrücken, ob der Boden für Pfoten zu heiss ist. Plane Ausflüge früh morgens oder nach dem Abendessen; die Mittagshitze ist für Hunde gefährlich.

Die Rettung liegt in der Höhe: Schon auf dem Weg zur Belalp oder ins Bietschi-Gebiet sinkt die Temperatur spürbar. Viele Bergbäche und Wasserstellen bieten natürliche Abkühlung — lass deinen Hund trinken und sich bei Hitze im Wasser abkühlen. Achte aber auf Strömungen in Bächen nach Gewittern; die können plötzlich stark ansteigen. Führe im Sommer immer genug Wasser für dich und deinen Hund mit — in exponierten Lagen gibt es manchmal kilometerweit keine Tränke.

Im Sommer sind viele Alpen mit Weidetieren besömmert. Kühe, Schafe und Ziegen teilen sich die Wege mit Wanderern. Führe deinen Hund in solchen Bereichen kurz an der Leine und weiche Herden weiträumig aus. Kuhattacken auf Hunde — und deren Halter — sind im Alpenraum keine Seltenheit; das Bundesgericht hat dazu klare Urteile gefällt. Im Zweifelsfall: Hund loslassen, damit beide getrennt in Sicherheit gelangen können.

Herbst: Goldene Wälder und Jagdsaison

Der Herbst in Naters ist optisch eine Belohnung: Die Lärchenwälder auf den Hängen leuchten golden, die Temperaturen sind angenehm kühl, und viele Wanderwege sind deutlich ruhiger als im Hochsommer. Klare Herbstluft macht Touren zur Belalp oder ins Aletschgebiet zu einem besonderen Erlebnis. Die Sicht reicht weit, und die Tierwelt bereitet sich auf den Winter vor — ein guter Grund für respektvolles Verhalten im Gelände.

Achtung: Ab Herbst beginnt die Jagdsaison im Kanton Wallis. In bestimmten Gebieten und zu bestimmten Zeiten ist das Betreten eingeschränkt oder mit besonderen Regeln verbunden. Informiere dich beim Kanton über aktuelle Jagdzeiten und Sperrgebiete: www.vs.ch – Jagd und Fischerei Wallis. Ein Hund, der in einem Jagdgebiet frei läuft, kann nicht nur Wildtiere aufscheuchen, sondern sich selbst in Gefahr bringen.

Die Tage werden kürzer — plane deine Touren so, dass du vor Einbruch der Dunkelheit zurück bist. Reflektierendes Zubehör für deinen Hund ist im Herbst sinnvoll: ein helles Halsband, eine LED-Leuchte am Geschirr oder eine orangefarbene Decke, die in der Dämmerung sichtbar macht, wo dein Tier läuft. Auf nassen Herbstwegen im Wald können Wurzeln und Steine rutschig werden — auch das ist ein Argument für die kurze Leine.

Winter: Schnee, Eis und die richtige Vorbereitung

In Naters selbst fällt im Winter meist moderater Schnee; auf den Höhenlagen rund um die Belalp liegt er meterhoch. Die Wintersaison ist für Hunde und ihre Menschen gleichermassen reizvoll und fordernd. Viele Hunde lieben Schnee und tollen darin begeistert herum — aber die Kälte, das Eis und der Streusalzgebrauch stellen besondere Anforderungen.

Streusalz auf Wegen in Brig und auf Parkplätzen greift Pfoten an. Reinige die Pfoten deines Hundes nach jedem Winterspaziergang in besiedelten Gebieten mit lauwarmem Wasser. Pfotenpflegecreme beugt Rissen vor. Im alpinen Gelände hingegen ist Salz kein Thema — dort ist eher Schneeeis zwischen den Ballen das Problem: Schneeballen verklumpen im Fell und können Schmerzen verursachen. Kurzes Fell um die Pfotenballen erleichtert das.

Viele Winterwanderwege und Langlaufloipen rund um Naters und auf der Belalp sind für Hunde zugänglich — aber prüfe die jeweilige Regelung vor Ort, denn auf einigen Loipen sind Hunde aus Rücksicht auf Langläufer nicht erlaubt. Schneeschuhwanderungen mit Hund sind im Raum Belalp besonders beliebt. Achte auf Lawinengebiete und gehe nur auf markierten Routen. Die Lawinengefahr im Wallis ist im Winter real — informiere dich täglich beim SLF (Schnee- und Lawinenforschungsinstitut) über den aktuellen Lawinenbulletin. Bei Lawinengefahr Stufe 3 und höher verzichte auf Touren abseits gesicherter Wege.

Kleine und kurzhaarige Hunde kühlen im Schnee schneller aus als grosse, dichtfellige Rassen. Ein Hundemantel ist für empfindliche Tiere kein Luxus, sondern sinnvoller Schutz. Kurze, häufige Spaziergänge im Winter sind für manche Hunde angenehmer als ein langer Marsch in der Kälte. Beobachte dein Tier: Zittern, Hochheben der Pfoten und Lustlosigkeit sind Zeichen dafür, dass es Zeit zum Heimgehen ist.

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Umkreis
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Anreise mit Hund

ÖV mit Hund

TarifverbundNaters liegt im Oberwallis, das keinen eigenen Tarifverbund hat (eine Studie zum Tarifverbund Oberwallis wurde verworfen); es gelten die nationalen Tarife von SBB, Matterhorn Gotthard Bahn und PostAuto.

Kleine Hunde bis 30 cm Schulterhoehe reisen in einem geschlossenen Behaelter (Tasche, Korb) gratis wie Handgepaeck.

Groessere Hunde brauchen ein eigenes Billett: halber Preis 2. Klasse, alternativ Hunde-Tageskarte oder Hunde-Pass.

Unterwegs

Wegegut vernetzt
Wasserstellenvorhanden

Unterwegs

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Fachleute & Services

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Tierärzte, Trainer und Betreuung in und um Naters.

Eckdaten auf einen Blick

Gemeinde-Stammdaten
KantonWallis
BezirkBrig
Einwohner10.674
Postleitzahl3904
Höhe ü.M.673 m
Fläche147.22 km²
BFS-Nr.6007
Websitenaters.ch
Tourismus & Kontakt
RegionWallis-Hub
Stand: Juni 2026 – amtliche Angaben aus verifizierter Quelle.

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