Saas-Fee liegt auf 1800 Metern im Herzen der Walliser Alpen — umgeben von dreizehn Viertausendern, ewigem Gletschereis und einer Stille, die selbst aufgeregte Hunde ruhiger werden lässt. Das autofreie Dorf gehört zu den eindrücklichsten Bergdörfern der Schweiz. Wer hier mit seinem Hund anreist, erlebt eine besondere Mischung aus alpiner Weite, ruhigen Gassen und schneebedeckten Gipfeln, die vom Tal bis auf den Feegletscher reichen.
Der Geruch von frischer Bergluft, das leise Rauschen der Vispa-Quellbäche, das Knirschen von Kies auf den schmalen Fusswegs — Saas-Fee spricht alle Sinne an, auch die deines Hundes. Die autofreie Zone im Dorfkern bedeutet weniger Stressfaktoren auf den Wegen durch das Zentrum. Statt Verkehrslärm hörst du Cowbells aus der Ferne und das Knirschen der Elektrofahrzeuge, die Gepäck durch die Gassen transportieren. Das macht die ersten Minuten nach der Ankunft für viele Hunde deutlich entspannter als in gewöhnlichen Touristenorten.
Saas-Fee ist kein Ort, an dem Hunde einfach überall willkommen sind — alpine Schutzgebiete, empfindliche Weideflächen und ein dichter Tourismus verlangen Rücksicht und Aufmerksamkeit. Wer sich aber vorbereitet, die lokalen Regeln kennt und die markierten Wege respektiert, findet hier ein aussergewöhnliches Ziel für einen Tagesausflug oder einen längeren Aufenthalt. Die folgende Seite bündelt, was du als hundehaltendes Mensch konkret wissen musst.
Tagesausflüge mit Hund in Saas-Fee
Rund um Saas-Fee öffnet sich eine Bergwelt, die zu Fuss erkundbar ist — auf gepflegten Wanderwegen, an rauschenden Gletscherbächen und durch Lärchenwälder, die im Herbst golden leuchten. Viele Routen starten direkt vom Dorf aus; du brauchst keine Seilbahn, um spektakuläre Aussichten zu erleben. Beachte aber: Nicht alle Wege und Schutzgebiete sind für Hunde ohne Einschränkungen zugänglich. Prüfe vor jeder Tour die aktuellen Markierungen und Hinweistafeln vor Ort sowie die Informationen der Gemeinde Saas-Fee.
Gebietspfad und Gletscherweg Fee
Der Gletscherweg Fee führt vom Dorf hinauf in Richtung Feegletscher und gilt als eine der schönsten Panoramawanderungen im Saastal. Gut ausgebaute Wege begleiten dich an Gletscherabbrüchen vorbei, während der Hund neben dir die kühle Bergluft einatmet. Die Route ist für geübte Hunde mit guten Pfoten auf felsigem Untergrund geeignet — achte auf scharfkantigen Schotter und metallische Sicherungsseile. Leinenpflicht gilt in diesem Gebiet auf mehreren Abschnitten; Tafeln am Weg informieren dich genauer, und die Gemeinde Saas-Fee gibt auf ihrer offiziellen Webseite Auskunft zu aktuellen Regelungen (saas-fee.ch).
Der Weg verläuft durch Zonen, in denen Gämsen und Steinböcke heimisch sind. Begegnungen mit Wildtieren sind keine Seltenheit — ein Hund an kurzer Leine schützt das Wild und beugt gefährlichen Situationen vor. Plane die Tour früh am Morgen, wenn die Wege noch ruhig sind und die Temperaturen angenehm bleiben. Die Aufstiegszeit vom Dorf beträgt je nach Route und Kondition zwischen einer und zwei Stunden.
Waldweg durch den Lärchenwald Richtung Hannig
Unterhalb der Hannigalp erstreckt sich ein ruhiger Lärchenwaldweg, der vom Dorfrand aus erreichbar ist. Dieser Weg ist vergleichsweise flach und eignet sich gut für einen entspannten Spaziergang mit Hund — auch für weniger sportliche Tiere. Im Frühling duften Alpenveilchen und Heidelbeersträucher, im Herbst färbt sich der Wald in warme Orangetöne, die den Weg besonders stimmungsvoll machen. Frischlufthunger und einfache Wege finden hier zusammen.
Die Hannigalp selbst ist per Gondelbahn erreichbar; ob Hunde mitgenommen werden, regelt der Betreiber — frage direkt beim Schalter nach oder informiere dich vorab beim jeweiligen Bahnunternehmen. Zu Fuss ist der Aufstieg zur Hannigalp anspruchsvoller und für fitte Hunde machbar. Am Waldweg gibt es Bäche, an denen Hunde trinken und planschen können — prüfe vorher, ob das Wasser frei zugänglich oder durch Zäune gesichert ist.
Saaser Vispa und Talboden Richtung Saas-Grund
Wer einen flacheren Ausflug sucht, folgt dem Talweg entlang der Saaser Vispa von Saas-Fee Richtung Saas-Grund. Der Fluss begleitet den Weg mit stetigem Rauschen, und der Talboden bietet offene Wiesenflächen, auf denen Hunde sich bewegen können. Die Strecke ist gut befestigt und eignet sich auch für ältere oder weniger trittsichere Hunde. Saas-Grund liegt auf rund 1560 Metern und ist in etwa 45 bis 60 Minuten zu Fuss erreichbar.
Entlang des Wegs begegnest du Alpbetrieben und Weideflächen — Hunde unbedingt an der Leine führen, wenn du an Weiden mit Nutztieren vorbeigehst. Kühe und Schafe reagieren auf unbekannte Hunde schnell gestresst, und auf Weiden mit Jungvieh können Situationen rasch eskalieren. Die Talbodenstrecke ist gut als Aufwärmrunde oder als abendlicher Spaziergang geeignet, wenn die Bergtouren-Energie verbraucht ist.
Kreuzweg und Almwege rund ums Dorf
Direkt um das Dorf Saas-Fee herum verlaufen mehrere kurze Rund- und Almwege, die sich für einen ersten Erkundungsgang eignen. Der historische Kreuzweg führt durch ruhige Bereiche am Dorfrand und lässt dich die Dorfstruktur abseits der Einkaufsstrasse erleben. Viele dieser Wege sind geschottert und gut ausgeschildert; Hinweistafeln zeigen an, wo besondere Regeln gelten. Diese kürzeren Routen eignen sich besonders gut als Ankunfts- oder Abreisespaziergang, wenn du nicht mehr viel Zeit, aber Lust auf frische Luft hast.
Beachte, dass Saas-Fee ein Kurbetrieb mit hoher Besucherdichte ist — auf schmalen Wegen können Begegnungen mit anderen Wandergruppen, Kindern und Mountainbikes auftreten. Ein gut erzogener Hund, der sicher an der Leine geführt werden kann, macht solche Begegnungen stressfrei. Informiere dich über das aktuelle Wegenetz direkt beim Walliser Tourismusbüro, das regelmässig aktualisierte Wanderinformationen bereitstellt.
Hund und lokale Regeln in Saas-Fee
Saas-Fee ist eine Tourismusgemeinde im Kanton Wallis — das bedeutet: Es gelten sowohl kantonale als auch kommunale Regeln für Hundehaltende. Was auf den ersten Blick kompliziert wirkt, ist bei näherer Betrachtung gut handhabbar, wenn du dich im Voraus informierst. Unwissenheit schützt nicht vor Konsequenzen — nimm dir fünf Minuten und prüfe die offiziellen Quellen, bevor du mit deinem Hund in die Region reist.
Leinenpflicht: Was wo gilt
Im Kanton Wallis gibt es eine allgemeine Leinenpflicht in bestimmten Zonen, die durch kantonales Recht und kommunale Verordnungen geregelt wird. In Saas-Fee selbst gilt im Dorfkern eine erhöhte Sorgfaltspflicht, da der Platz eng und die Besucherdichte hoch ist. Auf markierten Wanderwegen, in Naturschutz- und Wildtierschutzgebieten sowie in der Nähe von Weiden ist Leinenpflicht fast durchgehend vorgeschrieben oder zumindest dringend empfohlen. Freilauf ist in alpinen Schutzgebieten grundsätzlich nicht erlaubt — die entsprechenden Tafeln am Eingang der Gebiete geben dir die verbindliche Auskunft.
Informiere dich direkt bei der Gemeindeverwaltung Saas-Fee oder auf der offiziellen Gemeinde-Webseite, welche Zonen aktuell für Hunde freigegeben oder gesperrt sind. Regeln können saisonal variieren — im Frühjahr und Sommer gelten in Setz- und Brutzeiten oft strengere Auflagen. Das kantonale Veterinäramt Wallis ist die massgebliche Stelle für übergeordnete Regelungen: vs.ch — Kantonaler Veterinärdienst Wallis.
Hundeanmeldung und Hundeabgabe
Im Kanton Wallis besteht die Pflicht, Hunde bei der zuständigen Gemeinde anzumelden. Als Hundehalter oder Hundehalterin mit Wohnsitz in Saas-Fee meldest du deinen Hund bei der Gemeindeverwaltung an. Die Gemeinde erhebt eine Hundeabgabe — die genaue Höhe richtet sich nach der örtlichen Verordnung, und du findest die aktuellen Beträge direkt bei der Gemeindeverwaltung oder auf der offiziellen Webseite der Gemeinde. Nenne bei der Anmeldung Rasse, Grösse und Chip-Nummer deines Tieres.
Für Tagesgäste und Feriengäste aus anderen Kantonen oder dem Ausland gelten die Melderegeln des Herkunftskantons respektive -landes. Du bist als Gast nicht automatisch zur Anmeldung in Saas-Fee verpflichtet, solltest aber sicherstellen, dass dein Hund korrekt registriert und gechipt ist — in der Schweiz ist das für alle Hunde gesetzlich vorgeschrieben. Die nationale Datenbank AMICUS ist die zentrale Plattform für die Registrierung.
Öffentlicher Verkehr und Gastronomie
Die Anreise nach Saas-Fee erfolgt mit dem Postauto oder dem eigenen Fahrzeug bis zum Parkplatz am Dorfeingang — Saas-Fee ist autofrei. Im Postauto sind Hunde in der Regel erlaubt, wenn sie nicht auf einem Sitz liegen und gegebenenfalls eine Fahrkarte gelöst wird; die genauen Bedingungen regelt PostAuto Schweiz, also informiere dich vor der Fahrt direkt beim Anbieter. Innerorts bewegen sich Elektrotaxis und Elektroschlitten — frage beim jeweiligen Anbieter nach, ob Hunde mitgenommen werden können.
In der Gastronomie gilt: Nicht jedes Restaurant oder Café in Saas-Fee lässt Hunde ins Innere. Terrassen sind häufig hundefreundlicher als Innenräume, aber auch das ist vom Betrieb abhängig. Frage vor dem Betreten kurz nach — die meisten Betriebe kommunizieren ihre Hausregeln freundlich und direkt. Mitgebrachtes Wasser für den Hund ist in den Bergen sowieso sinnvoll; Brunnen mit Trinkwasser findest du an verschiedenen Stellen im Dorf.
Listenhunde und Entsorgung
Der Kanton Wallis kennt besondere Vorschriften für bestimmte Hunderassen, die kantonal als potenziell gefährlich eingestuft werden. Wer mit einem Listenhund nach Saas-Fee reist, muss die entsprechenden kantonalen Auflagen kennen und erfüllen — dazu können Maulkorbpflicht, Leinenpflicht und besondere Haftpflichtversicherungen gehören. Die genauen Rasselisten und Anforderungen findest du verbindlich beim kantonalen Veterinärdienst Wallis. Verlasse dich nicht auf veraltete Informationen aus dem Internet — Vorschriften können sich ändern.
Für die Entsorgung von Hundekot gibt es in Saas-Fee öffentliche Kotbeutelspender und Entsorgungsbehälter, hauptsächlich entlang der touristisch genutzten Wege und im Dorfkern. Nimm dennoch eigene Beutel mit, da Spender gelegentlich leer sein können. Auf Wander- und Bergwegen gilt: Kot neben dem Weg muss entfernt werden — im alpinen Gelände ist das nicht nur eine Frage der Höflichkeit, sondern des Respekts gegenüber der Natur und anderen Besuchern. Hinterlasse keine Spuren, die die Qualität des Naturraums für alle verschlechtern.
Praktisches vor Ort in Saas-Fee
Saas-Fee liegt auf fast 1800 Metern und ist autofrei — das prägt den Alltag mit Hund spürbar. Wer weiss, wo er im Ernstfall Hilfe bekommt, wo Hunde sicher toben dürfen und wo man gut betreut übernachtet, geniesst den Aufenthalt entspannter. Hier das Wesentliche kompakt.
Tierärzte und Notfallversorgung
Im autofreien Saas-Fee selbst gibt es keine Tierarztpraxis im Dorf. Im Notfall fährst du ins Tal: Saas-Grund und Visp sind die nächsten Anlaufstellen mit tierärztlicher Versorgung. Visp, das regionale Zentrum im Rhonetal, bietet mehrere Praxen und ist mit dem Auto über die Talstrasse erreichbar — plane rund 30 bis 40 Minuten ein. Im absoluten Notfall ausserhalb der Sprechzeiten erkundige dich vorab beim kantonalen Veterinärdienst Wallis nach dem diensthabenden Nottierarzt; aktuelle Kontakte findest du unter vs.ch/de/web/sve.
- Notfallnummer immer vor der Reise speichern
- Nächste grössere Tierklinik: Region Visp/Brig
- Eigene Reiseapotheke für den Hund mitbringen (Pfotenpflege, Zeckenzange, Wunddesinfektionsmittel)
Informiere dich ausserdem beim Tourismusbüro Saas-Fee direkt vor Ort — das Personal kennt aktuelle Empfehlungen für die Talschaft. Gerade im Winter sind manche Strassen wetterbedingt schwieriger zu erreichen, also plane einen Puffer ein.
Hundeschulen und Training
Eine eigene Hundeschule direkt in Saas-Fee ist nicht bekannt. Das nächste Angebot findest du wahrscheinlich in den grösseren Gemeinden der Saastal-Region oder im Raum Visp und Brig. Wer mit dem Hund in der Hochgebirgslandschaft unterwegs ist, profitiert von einem soliden Gehorsamkeitstraining — besonders das Ablegen von Wildgerüchen und das Rückruftraining sind im Alpenraum mit Wildtieren unerlässlich. Erkundige dich beim schweizerischen Dachverband skk.ch nach zertifizierten Trainern in der Region.
Für Besucher auf Kurztrip ist das Thema Training weniger drängend. Wer aber dauerhaft in der Region lebt oder längere Aufenthalte plant, sollte den Hund auf enge Wege, Elektromobile und Pistenfahrzeuge vorbereiten — das ist die Alltagsrealität in einem autofreien Bergdorf. Ein gut abrufbarer Hund ist dort schlicht Sicherheit für alle.
Auslaufzonen und Freilaufmöglichkeiten
Einen offiziell ausgewiesenen, eingezäunten Hundeauslaufplatz gibt es in Saas-Fee nach aktuellem Kenntnisstand nicht. Das bedeutet aber nicht, dass Hunde keine Bewegung bekommen — im Gegenteil. Die weite Gletscherlandschaft rund ums Dorf bietet enormen Raum, sofern du die jeweils geltenden Regeln beachtest. Prüfe für jeden Wanderweg und jede Zone die aktuelle Leinenpflicht vor Ort an den Hinweistafeln, da Regelungen saisonal variieren können.
- Ausserhalb der markierten Naturschutz- und Wildruhezonen ist mehr Freiraum möglich — aber immer Tafeln lesen
- Im Bereich Gletscher und Gletschervorfelder gelten teils besondere Schutzbestimmungen
- Die autofreie Dorfstrasse erlaubt ruhiges Gassigehen — Elektromobile und Pistenraupen beachten
- Auf umliegenden Alpen und Weiden herrscht gegenüber Nutztieren besondere Vorsicht — Hund an die Leine
Die grösste Freiheit bietet oft der frühe Morgen, wenn Wanderwege noch wenig frequentiert sind und du deinen Hund in übersichtlichem Gelände kurz frei laufen lassen kannst. Achte auf Markierungen und Absperrungen: Im alpinen Raum können freigelassene Hunde schnell in Gefahr geraten oder Wildtiere stören.
Hundefreundliche Unterkünfte und Betreuung
Saas-Fee hat ein breites Angebot an Hotels, Ferienwohnungen und Chalets — ob einzelne Betriebe Hunde willkommen heissen, variiert stark. Frage beim Buchen explizit nach: Manche Häuser erlauben Hunde gegen Aufpreis, andere lehnen sie grundsätzlich ab. Ferienunterkünfte und Chalets sind erfahrungsgemäss hundefreundlicher als klassische Hotelketten. Lies die Buchungsbedingungen genau, damit es bei der Ankunft keine Überraschungen gibt.
Eine spezialisierte Hundepension oder Tagesbetreuung direkt in Saas-Fee ist nicht bekannt. Wer seinen Hund tagsüber betreuen lassen möchte — etwa für eine hundefreie Skitour auf der Piste — informiert sich am besten beim Tourismusbüro vor Ort oder bei der Unterkunft, ob eine lokale Lösung existiert. Plane das rechtzeitig, denn kurzfristige Anfragen in einem kleinen Bergdorf sind schwerer zu erfüllen als anderswo. Aktuelle Informationen zum Ort gibt die offizielle Tourismusseite saas-fee.ch.
Saisonal in Saas-Fee
Das Hochgebirge folgt seinem eigenen Kalender. Was im Sommer ein blühender Wanderpfad ist, liegt im Winter unter meterhohem Schnee — und für Hunde ändert sich mit jeder Jahreszeit das Regelwerk, der Untergrund und das Risiko. Wer die vier Jahreszeiten in Saas-Fee kennt, bewegt sich sicherer.
Frühling: Schneeschmelze, Wildtiere und Brut-Setzzeit
Der Frühling kommt in Saas-Fee spät. Noch im Mai liegt Schnee auf den höheren Wegen, und die Schneeschmelze macht Pfade matschig und teils rutschig. Für Hunde bedeutet das: Pfoten prüfen nach jedem Ausgang — nasse Kälte zieht in die Ballen, und im aufgetauten Boden lauern Zecken bereits ab niedrigen Temperaturen. Bring Zeckenzange und kontrolliere deinen Hund nach jedem Spaziergang.
Wichtiger noch: Der Frühling ist Brut- und Setzzeit für Wildtiere in der Region. Gämsen, Steinböcke, Murmeltiere und Brutvögel sind besonders störungsempfindlich. In Schutzgebieten und Wildruhezonen — die rund um Saas-Fee ausgedehnt sind — gilt Leinenpflicht, manchmal sogar Betretungsverbot für bestimmte Zonen. Halte deinen Hund konsequent an der Leine und respektiere alle Absperrungen. Aktuelle Informationen zu Schutzgebieten im Wallis liefert der Kanton Wallis.
- Zeckenprophylaxe rechtzeitig starten — Absprache mit dem Tierarzt
- Wege erst begehen, wenn sie auf der Tourismuskarte als geöffnet markiert sind
- In Wildruhezonen: Hund immer anleinen, Schilder lesen
- Schneematsch und Eis bis in den Mai hinein — Rutschgefahr für Mensch und Hund
Wer im Frühling Saas-Fee besucht, erlebt ein ruhiges Dorf abseits des Hochsaison-Trubels. Das Licht ist brillant, die Luft noch klar und kalt. Ideal für entspannte Spaziergänge durchs Dorf und in die unteren Waldgebiete — solange du die Wildruhezonen konsequent meidest.
Sommer: Hitze, Gletscher und Wanderfreude
Der Sommer ist die Hauptsaison in Saas-Fee — Wanderer aus aller Welt, Elektromobile im Dauerbetrieb und gut besuchte Berghütten. Für Hunde ist das eine gemischte Situation. Die Temperaturen im Dorf bleiben auf fast 1800 Metern oft erträglich, aber direkte Sonneneinstrahlung im Hochgebirge ist intensiver als im Tal. Helle oder kurzhaarige Hunde können sich auf schneebedeckten Feldern einen Sonnenbrand holen — ein echter, oft unterschätzter Faktor.
Wasser ist in Saas-Fee kein Problem: Bäche und Schmelzwassertümpel gibt es reichlich. Lass deinen Hund aber kein Gletscherschmelzwasser in grossen Mengen trinken — es ist ausgesprochen kalt und kann bei empfindlichen Hunden den Magen belasten. Frisches Trinkwasser aus dem Rucksack mitbringen ist immer die sicherste Lösung.
- Berghütten und Bergrestaurants: Hunde nicht überall geduldet — vorher anfragen
- Hochalpine Wege mit Kletterpassagen sind nichts für ungeübte Hunde
- Gletscherspalten und Schneefelder: Hund immer nah bei sich halten
- Auf stark frequentierten Wanderwegen Leine bereithalten — auch wo sie nicht vorgeschrieben ist
Die grösste Freude für Wanderhunde liegt in den mittleren Höhenlagen: Alpenwiesen, Steinplatten, Bächlein — das ist ihr Element. Starte früh, bevor die Wege voll sind, und kehre zurück, bevor die Mittagssonne ihren höchsten Stand erreicht. So schützt du deinen Hund vor Überhitzung und ihr habt die schönsten Wege für euch.
Herbst: Alpabzug, Pilzsaison und wechselhaftes Wetter
Der Herbst in Saas-Fee ist kurz und intensiv schön. Das Lärchengold leuchtet in den Wäldern der unteren Hänge, die Luft riecht nach feuchter Erde und Harz. Gleichzeitig zieht das Vieh von den Hochalpen ab — der sogenannte Alpabzug ist in der Region ein wichtiges Ereignis, und auf den Wegen begegnen dir Herden mit Glocken und gelegentlich auch Herdenschutzhunden. Halte deinen Hund in solchen Situationen unbedingt nah bei dir und an der kurzen Leine.
Im Herbst ist auch Pilzsaison. Viele Pilzarten im Alpenraum sind für Hunde giftig — der Knollenblätterpilz etwa wächst auch in Waldrandnähe. Ein Hund, der gerne schnüffelt und an allem kaut, sollte im Wald besonders gut beobachtet werden. Im Zweifelsfall sofort den Tierarzt kontaktieren. Das Wetter dreht im Herbst schnell: Morgensonne kann binnen Stunden in Schneefall übergehen, besonders ab Oktober.
- Auf Begegnungen mit Herden und Herdenschutzhunden vorbereiten
- Hund beim Pilzschnuppern im Wald im Blick behalten
- Regenausrüstung für Mensch und Hund — Herbstwetter ist unberechenbar
- Wege in höheren Lagen können bereits im Oktober vereist sein
Der Herbst ist auch die ruhigste Touristensaison vor dem Winterbetrieb. Weniger Trubel bedeutet mehr Raum für dich und deinen Hund. Viele Hütten haben schon geschlossen — plane Verpflegung und Pausen selbst ein und prüfe, welche Wege noch zugänglich sind.
Winter: Eis, Lärm und Pistenregeln
Saas-Fee ist ein Ganzjahres-Skigebiet und im Winter ein geschäftiges Touristenzentrum. Für Hunde ist der Winter die anspruchsvollste Jahreszeit — nicht wegen der Kälte, die die meisten Rassen gut vertragen, sondern wegen der Infrastruktur. Pistenfahrzeuge, Skidoos, Elektromobile und dichte Menschenmengen prägen das Bild.
Hunde sind auf Skipisten grundsätzlich nicht erlaubt — das ist eine Sicherheitsregel, die überall in Schweizer Skigebieten gilt und auch in Saas-Fee durchgesetzt wird. Versuche nicht, deinen Hund auf abgesperrtes Pistengelände zu führen. Abseits der Pisten gibt es Winterwanderwege, die im Dorf beginnen und für Hundebesitzer geeignet sind — prüfe aktuelle Öffnungen beim Tourismusbüro oder auf saas-fee.ch.
- Pfotenpflege im Winter besonders wichtig: Salz und Streumittel reizen die Ballen — nach jedem Gang abwaschen
- Hundemantel für kurzfellige Rassen bei langen Touren sinnvoll
- Schneebälle zwischen den Zehen regelmässig entfernen
- Kein Betreten von Skipisten und abgesperrten Lawinenhängen
Achte ausserdem auf Lawinenwarnstufen: Im Hochgebirge können sie sich täglich ändern. Wer mit dem Hund abseits gesicherter Wege unterwegs ist, trägt Eigenverantwortung — und im Winter deutlich mehr Risiko. Informiere dich täglich beim SLF-Lawinenbulletin unter slf.ch, bevor du die Dorfgrenzen verlässt. Ein kurzer Spaziergang durch das verschneite, autofreie Dorf selbst ist dagegen für jeden Hund ein Genuss — ruhig, kristallklar und unvergleichlich schön.
Mehr zu Hund in der Region
Mehr zu Hund + Wallis: Wallis — Hunde, Regeln, Ausflüge