Remscheid liegt auf den Höhen des Bergischen Landes — eine Stadt, die sich zwischen tiefen Tälern, bewaldeten Hängen und dem Auf und Ab ihrer charakteristischen Hügellandschaft entfaltet. Wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch kommt, erwartet kein flaches Stadtbild, sondern abwechslungsreiche Wege, frische Luft vom Rand der Eifel bis ins Ruhrgebiet und das typische bergische Grau, das nach dem Regen in sattem Grün aufgeht. Die Stadt zählt rund 110.000 Einwohner und gehört zum Städtedreieck mit Wuppertal und Solingen — ein Ort mit industrieller Vergangenheit und überraschend viel Natur direkt vor der Tür.
Für Hundehaltende bedeutet Remscheid vor allem: weitläufige Wälder, Bachläufe und Talsperren in unmittelbarer Nähe. Die Wupper schlängelt sich im Norden, die Eschbachtalsperre liegt gleich am Stadtrand, und der Remscheider Wald bietet Pfade, auf denen dein Hund die Nase tief in feuchtes Laub stecken kann. Gleichzeitig ist die Stadt selbst urban genug, dass du Tierarztpraxen, Hundefachgeschäfte und gut erreichbare Verkehrsanbindungen ohne lange Wege findest. Das Bergische Land ist für Hundemenschen ein echtes Geheimtipp-Revier im westdeutschen Verdichtungsraum.
Diese Seite bündelt das Wichtigste, das du als Hundehaltender in Remscheid wissen solltest — von den schönsten Ausflugszielen über lokale Regeln bis zu saisonalen Hinweisen. Prüfe alle Angaben stets aktuell auf den offiziellen Seiten der Stadt oder des Landes, da sich Verordnungen ändern können. Remscheid empfängt dich und deinen Vierbeiner mit Steigungen, die euch beiden den Kreislauf in Schwung bringen — bereit?
Tagesausflüge mit Hund in Remscheid
Der Geruch von feuchtem Mischwald, das Plätschern der Wupper im Tal und Pfade, die sich den Höhenrücken entlangschlängeln — Remscheid und sein Umland laden zu Ausflügen ein, die sich deutlich naturnaher anfühlen, als die Stadtgröße vermuten lässt. Das Bergische Land ist nicht umsonst als „das grüne Herz des Westens" bekannt: Talsperren, Bachkerbungen und ausgedehnte Forstwege bilden ein Wegenetz, das du mit Hund in vielen Varianten erkunden kannst. Die folgenden Orte und Routen sind besonders beliebt — informiere dich aber vor dem Besuch über aktuelle Sperrungen oder Betretungsverbote.
Eschbachtalsperre und Eschbachtal
Die Eschbachtalsperre ist Remscheids grüne Lunge direkt vor der Haustür. Sie gilt als eine der ältesten Talsperren Deutschlands und liegt am nordöstlichen Stadtrand, eingebettet in bewaldete Hänge. Ein befestigter Rundweg führt um das Gewässer herum und bietet deinem Hund abwechslungsreiche Eindrücke: Wasserblicke, Schotterwege, schattige Waldpassagen und gelegentliche Lichtungen. Die Route ist für Hunde unterschiedlicher Kondition geeignet, da sie weder zu flach noch zu anspruchsvoll ist.
Das angrenzende Eschbachtal lädt zu ausgedehnten Wanderungen ein, die sich weit in die Wälder des Bergischen Landes erstrecken. Auf den Forstwegen begegnest du häufig anderen Hundehaltern, Joggern und Radfahrern — achte deshalb auf ausreichend Abstand und halte deinen Hund in unsicheren Begegnungen an der Leine. Ob Hunde an der Talsperre frei laufen dürfen, hängt von der aktuellen Verordnung und dem genauen Bereich ab; prüfe die aktuellen Regeln beim Remscheider Stadtbetrieb oder auf der offiziellen Website der Stadt Remscheid. Im Frühjahr können Teile des Ufers temporär gesperrt sein, um Brutvögel zu schützen.
Ein Parkplatz am Talsperrenkopf ermöglicht einen unkomplizierten Einstieg. Bring ausreichend Wasser mit — Trinkstellen am Weg sind rar, und gerade an warmen Tagen hechelt dein Hund auf den sonnenexponierten Abschnitten schneller als erwartet.
Remscheider Wald und Bergische Höhenroute
Der Remscheider Wald bedeckt weite Teile des Stadtgebiets und schließt nahtlos an die überregionalen Wanderwege des Bergischen Landes an. Besonders die Bergische Höhenroute — ein gut markierter Fernwanderweg — führt durch abwechslungsreiche Mischwälder und über Aussichtspunkte mit weitem Blick ins Tal. Für Hunde bedeutet das: Kilometerlange Forstwege abseits von Straßenverkehr, kühle Waldluft auch im Sommer und genug Raum, um die Nase arbeiten zu lassen.
Die Wege wechseln zwischen breiten Schotterpisten und schmalen Trampelpfaden. Festes Schuhwerk lohnt sich auch für dich, denn nach Regen werden die lehmigen Abschnitte rutschig — was deinem Hund weniger ausmacht als dir. Etliche Abzweigungen ermöglichen es, Runden individuell zu kürzen oder zu verlängern; das macht den Wald besonders für Hundehaltende attraktiv, die flexibel planen wollen. Nimm Kotbeutel in ausreichender Menge mit, denn Entsorgungsmöglichkeiten sind im Wald naturgemäß selten.
Informiere dich über aktuelle Forstarbeiten und Wegesperrungen — das Bergische Land verzeichnet wie viele deutsche Mittelgebirgswälder Schäden durch Trockenheit und Borkenkäfer, sodass einzelne Abschnitte vorübergehend gesperrt sein können. Hinweise findest du beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW.
Wupperufer und Tal der Wupper
Die Wupper fließt nördlich von Remscheid durch ein tief eingeschnittenes Tal und bildet die natürliche Grenze zu Wuppertal. Das Tal ist geprägt von steilen Hängen, Mühlen, historischen Fabrikgebäuden und Abschnitten, die sich kaum verändert haben, seit die Wupper die Energie für das bergische Handwerk lieferte. Für Hunde ist das Flussufer ein sensorisches Erlebnis: Wassergeruch, Vogelstimmen, feuchter Boden und gelegentliche Bademöglichkeiten im flachen Flussbett.
Der Wupper-Wanderweg verläuft auf weiten Strecken direkt am Fluss entlang und lässt sich von verschiedenen Punkten aus betreten. Besonders der Abschnitt zwischen Remscheid-Lennep und der Leppermühle gilt als naturnahes Highlight — mit wenig Verkehr und viel Atmosphäre. Prüfe vor dem Besuch, welche Abschnitte zugänglich sind und ob dein Hund im Flussbett frei laufen darf; in Schutzgebieten gelten besondere Regeln. Informationen dazu bietet der Naturpark Bergisches Land.
Das Tal ist in Teilen steil und unwegsam — für ältere Hunde oder solche mit Gelenkproblemen solltest du flachere Alternativen wählen. An Wochenenden ist der Wupper-Wanderweg beliebt; plane deinen Besuch an Werktagen, wenn du Ruhe bevorzugst.
Lennep und die Altstadt auf Tuchfühlung
Remscheid-Lennep ist der historische Kern der Stadt — ein Stadtbezirk mit gut erhaltenem Ortsbild, kopfgepflasterten Gassen und dem Flair einer bergischen Kleinstadt. Lennep ist Geburtsort von Wilhelm Conrad Röntgen und beherbergt das Röntgen-Museum; ob Hunde ins Museum mitdürfen, erfragst du am besten direkt vor Ort. Ein Spaziergang durch die Lenneper Altstadt mit Hund ist grundsätzlich möglich, solange du die öffentlichen Verkehrsflächen nutzt und die Hinterlassenschaften deines Hundes sofort entsorgst.
Rund um Lennep führen mehrere Rundwanderrouten in die umgebenden Wälder und Felder. Die Ausschilderung ist solide, und schon nach wenigen Minuten Fußmarsch lässt der urbane Lärm nach. Besonders im Herbst, wenn die Buchenwälder in Orange und Rot leuchten, ist diese Ecke Remscheids fotografisch und atmosphärisch außergewöhnlich. Für einen Tagesausflug lässt sich ein Waldspaziergang gut mit einem Stadtbummel kombinieren — achte dabei auf hundefreundliche Cafés, die du vorab telefonisch anfragen solltest.
Hund und lokale Regeln in Remscheid
Bevor du mit deinem Hund durch Remscheid streifst, lohnt ein Blick in die Vorschriften — nicht um Spaß zu bremsen, sondern um Ärger zu vermeiden. Die Stadt Remscheid hat wie alle nordrhein-westfälischen Kommunen eigene Regelungen zu Leinenpflicht, Hundesteuer und dem Umgang mit gefährlichen Hunden. Diese Regelungen können sich ändern; verlasse dich auf die offiziellen Quellen und nicht auf veraltete Hinweise aus dem Internet.
Leinenpflicht in Remscheid
In Remscheid gilt eine allgemeine Anleinpflicht in der Innenstadt, auf belebten öffentlichen Flächen, in Parks und auf Kinderspielplätzen. Konkret bedeutet das: Überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen oder wo Schilder es ausdrücklich verlangen, muss dein Hund an der Leine geführt werden. Auf den Forstwegen und in abgelegenen Waldgebieten gelten teilweise andere Regeln — es gibt Abschnitte, auf denen Hunde frei laufen dürfen, solange sie zuverlässig gehorchen und die Wildtiere nicht beeinträchtigt werden.
Die genaue Regelung entnimmst du der Remscheider Gefahrenabwehrverordnung sowie dem Landeshundegesetz NRW, das den rechtlichen Rahmen vorgibt. Das Ordnungsamt der Stadt Remscheid gibt Auskunft, welche Bereiche aktuell welchen Regeln unterliegen. Verlasse dich nicht auf die Aussagen anderer Hundehalter vor Ort, da diese häufig veraltet oder lückenhaft sind. Verstöße gegen die Leinenpflicht können mit einem Bußgeld geahndet werden.
Grundsätzlich gilt: Ein angeleineter Hund macht in der Stadt weniger Probleme und schützt auch deinen Hund selbst — vor Straßenverkehr, vor Konflikten mit anderen Tieren und vor unvorhergesehenen Situationen in der Menschenmenge.
Anmeldung und Hundesteuer
Wer in Remscheid einen Hund hält, ist verpflichtet, diesen unverzüglich beim Finanzamt der Stadt anzumelden — die Hundesteuer ist eine kommunale Steuer, die du spätestens bei Beginn der Haltung entrichten musst. Die Höhe der Hundesteuer legt die Stadt Remscheid in ihrer Steuersatzung fest; konkrete Beträge nenne ich hier nicht, da sich die Satzung ändern kann. Die aktuellen Steuersätze findest du direkt bei der Stadtverwaltung Remscheid oder beim zuständigen Steueramt.
Für als gefährlich eingestufte Hunderassen kann die Steuer deutlich höher ausfallen als für andere Hunde — das ist in NRW weit verbreitet und soll als Lenkungsabgabe wirken. Die Anmeldung ist einfach: Du meldest deinen Hund beim Steueramt, erhältst eine Steuermarke und trägst diese sichtbar am Halsband deines Hundes. Das Mitführen der Marke ist Pflicht; Kontrolleure des Ordnungsamts können diese jederzeit verlangen.
Vergiss nach einem Umzug nicht die Ummeldung: Wenn du nach Remscheid ziehst, musst du deinen Hund auch hier neu anmelden, selbst wenn er in der alten Gemeinde bereits registriert war. Die doppelte Anmeldung in zwei Kommunen führt zur doppelten Steuerpflicht — eine häufige, vermeidbare Falle.
Öffentlicher Nahverkehr und Gastronomie
In Bus und Bahn des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) ist die Mitnahme von Hunden grundsätzlich möglich, jedoch an Bedingungen geknüpft. Kleine Hunde, die in einer geschlossenen Transportbox mitgeführt werden, gelten in der Regel als Gepäck. Größere Hunde benötigen einen gültigen Fahrschein und müssen während der Fahrt angeleint sein; in Stoßzeiten kann die Mitnahme eingeschränkt sein. Prüfe die aktuellen Beförderungsbedingungen des VRR direkt auf dessen Website, bevor du mit deinem Hund in die Bahn steigst — die Regeln können sich ändern und variieren je nach Linie.
In der Remscheider Gastronomie hängt die Hundefreundlichkeit stark vom einzelnen Betrieb ab. Es gibt kein allgemeines Recht, den Hund in ein Restaurant mitzunehmen; jeder Gastronom entscheidet selbst. Viele Cafés und Biergärten im Bergischen Land sind erfahrungsgemäß hundefreundlich, insbesondere auf Terrassen und in ländlicheren Lagen. Frage am besten telefonisch vorab, ob dein Hund willkommen ist — das spart dir eine unangenehme Situation vor Ort und zeigt Respekt gegenüber dem Betrieb.
Für Hundebesitzer ist es hilfreich zu wissen, dass in manchen Außengastronomien ein Wassernapf angeboten wird — dies ist aber kein Rechtsanspruch, sondern eine Serviceleistung. Bring im Zweifel einen eigenen Klappnapf mit, das ist unkomplizierter.
Listenhunde und Kotentsorgung
Nordrhein-Westfalen regelt den Umgang mit gefährlichen Hunden im Landeshundegesetz NRW (LHundG NRW). Das Gesetz unterscheidet zwischen Hunden, bei denen von einer allgemeinen Gefährlichkeit ausgegangen wird (sogenannte Rasseliste), und solchen, die im Einzelfall als gefährlich eingestuft wurden. Für Hunde der Rasseliste — darunter Pit-Bull-Terrier, American Staffordshire Terrier und weitere — gelten strenge Auflagen: Leinenpflicht und Maulkorbpflicht in der Öffentlichkeit, Sachkundenachweis des Halters, Haltungserlaubnis und weiteres. Die vollständige und aktuelle Liste der betroffenen Rassen sowie alle Halteranforderungen findest du beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV).
Wer einen Listenhund nach Remscheid mitbringt oder dort hält, sollte die erforderlichen Genehmigungen und Nachweise stets griffbereit haben. Das Ordnungsamt kann jederzeit eine Kontrolle durchführen, und fehlende Unterlagen führen schnell zu empfindlichen Bußgeldern. Im Zweifel informierst du dich direkt bei der Stadtverwaltung, welche konkreten Auflagen in Remscheid für deinen Hund gelten.
Zur Kotentsorgung: Remscheid stellt an frequentierten Stellen Tütenspender und Abwurfbehälter auf — aber nicht flächendeckend. Nimm eigene Beutel mit, entsorge den Kot immer und trage zur Akzeptanz von Hunden in der Stadt bei. Hundekot auf Gehwegen, in Parks oder auf Spielflächen ist in Remscheid ordnungswidrig und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Das klingt selbstverständlich — ist es aber leider nicht immer.
Praktisches vor Ort in Remscheid
Remscheid liegt auf einem Höhenrücken im Bergischen Land, umgeben von tiefen Tälern und dichten Wäldern. Wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch ist, braucht ein paar verlässliche Adressen — für den Alltag, den Notfall und die Frage, wo der Hund gut aufgehoben ist, wenn du selbst verhindert bist.
Tierärzte und Notfallversorgung in Remscheid
In Remscheid selbst gibt es mehrere tierärztliche Praxen, die Hunde in der Regel auch kurzfristig behandeln. Die Praxen verteilen sich über verschiedene Stadtteile, sodass du meistens keinen langen Weg hast. Für Notfälle außerhalb der regulären Öffnungszeiten lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Notdienstliste der Bundestierärztekammer oder der regionalen Tierärztekammer Nordrhein — dort findest du den jeweils diensthabenden Tierarzt für deine Postleitzahl. Spezialkliniken mit erweiterter Diagnostik, etwa für Röntgen, Ultraschall oder Operationen, sind im näheren Umland, unter anderem in Wuppertal und Solingen, erreichbar.
- Notdienstsuche: Tierärztekammer Nordrhein
- Fahrtzeit nach Wuppertal: rund 20 Minuten über die A46
- Tipp: Speichere die Nummer einer Notfallklinik vorab im Handy
Bitte ruf vor einer Notfallkonsultation immer kurz an — so bereitet sich die Praxis vor und du vermeidest unnötige Wartezeiten. Die Giftnotrufzentrale Bonn ist unter 0228 19240 rund um die Uhr erreichbar und kennt tierrelevante Vergiftungen aus der Region, zum Beispiel durch Herbstblätter, Pilze oder Köder.
Hundeschulen und Training in Remscheid
Für Welpengruppen, Grundkurse und Begleithundeprüfungen gibt es in Remscheid und im direkten Umland mehrere Hundeschulen und Hundesportvereine. Das Bergische Land mit seinen Wegen und Hängen bietet dabei einen abwechslungsreichen Trainingsrahmen — Geländearbeit ist hier kein Sonderprogramm, sondern Alltag. Viele Vereine im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) sind im Stadtgebiet oder in den Nachbargemeinden Hückeswagen, Radevormwald und Wermelskirchen aktiv.
Wenn du neu in Remscheid bist, lohnt sich ein Blick auf die VDH-Vereinssuche — dort findest du geprüfte Vereine mit Trainingsgelände in der Nähe. Achte beim Auswählen einer Hundeschule auf zertifizierte Trainer mit nachweisbarer Ausbildung, zum Beispiel über den VDH oder das BHV. Einzelstunden für verhaltensauffällige Hunde bieten manche Trainer auch direkt im Wohnumfeld an, was besonders für scheue oder reaktive Hunde hilfreich ist.
- Vereinssuche: VDH-Vereinssuche
- Trainingsformen: Welpenspiel, Mantrailing, Agility, Begleithund, Rettungshund
- Tipp: Schnupperstunden vor Vertragsbindung nutzen
Hundeauslaufzonen und eingezäunte Flächen
Remscheid verfügt im Stadtgebiet über einige ausgewiesene Hundeauslaufzonen, in denen Hunde ohne Leine laufen dürfen. Lage und Ausstattung dieser Flächen können sich ändern — prüfe die aktuellen Informationen direkt beim Stadtbetrieb Remscheid oder beim Ordnungsamt. Außerhalb der ausgewiesenen Flächen gilt in Remscheid grundsätzlich Leinenpflicht in öffentlichen Anlagen, Parks und auf Spielplätzen; dort ist Hunden der Zutritt in der Regel ohnehin untersagt.
Die bewaldeten Taleinschnitte rund um die Wupper und die Sengbachtalsperre bieten zwar weite Flächen, doch auch hier gelten teils Schutzgebietsregelungen — haltungsrelevante Verbote erkennst du an den aufgestellten Hinweistafeln. Im Zweifelsfall frage beim Ordnungsamt nach oder wirf einen Blick auf die städtische Website. Eine nicht eingezäunte, aber weitläufige Freiheit bieten die Forstwege östlich von Lüttringhausen — ideal für abrufstarke Hunde an ruhigen Wochentagen.
- Stadtbetrieb Remscheid: www.remscheid.de
- Auslaufzonen-Lage: beim Ordnungsamt oder Stadtbetrieb erfragen
- Wichtig: Hinterlassenschaften immer beseitigen — Tütenspender sind in Teilen der Stadt vorhanden
Hundepensionen und Tagesbetreuung in der Region
Für Reisen oder Arbeitstage, an denen dein Hund nicht mitkommt, gibt es im Raum Remscheid und dem bergischen Umland verschiedene Angebote: Hundepensionen, Hundetagesstätten und Pflegestellen. Qualität und Ausstattung unterscheiden sich erheblich — frag nach dem Betreuungsschlüssel, der Größe der Außenfläche und ob ein Notfallkonzept existiert. In gut geführten Einrichtungen gibt es eine Probeübernachtung oder einen Schnuppertag, bevor du deinen Hund für längere Zeit dort lässt.
Für kurze Betreuung tagsüber sind auch Hundesitter über regionale Netzwerke vermittelbar. Achte hier auf Referenzen und ein erstes persönliches Kennenlernen mit deinem Hund. Das Bergische Land hat einige kleine Pensionen im ländlichen Raum, die ruhige Umgebung und viel Auslauf bieten — diese sind oft frühzeitig ausgebucht, besonders in den Schulferien NRW. Frühzeitiges Buchen ist in der Region daher ausdrücklich empfehlenswert.
- NRW-Schulferien im Blick behalten: Schulministerium NRW – Ferienordnung
- Fragen vor der Buchung: Impfnachweis nötig? Kastration erforderlich? Sozialverträglichkeit geprüft?
- Tipp: Pflegestellen über lokale Tierschutzvereine anfragen — oft preiswert und erfahren
Saisonal in Remscheid
Das Bergische Land hat seinen eigenen Rhythmus: viel Regen, kühle Sommer, goldene Herbsttage und Winter, die selten mit Dauerfrost, aber oft mit Nässe und Sturm überraschen. Für Hunde und ihre Menschen bedeutet das: Die Jahreszeiten verlangen jeweils andere Vorsichtsmaßnahmen — und bieten jeweils andere Freuden.
Frühling in Remscheid: Brut- und Setzzeit im Bergischen Land
Wenn die Wälder rund um Remscheid im März und April aufblühen, beginnt die Brut- und Setzzeit für Wildtiere. Rehe setzen ihre Kitze in hohem Gras und dichten Unterholzstreifen — genau dort, wo Hunde gerne schnüffeln und streunen. Ab etwa April bis Ende Juni gilt in vielen Waldgebieten und an Wegrändern erhöhte Vorsicht: Hunde sollten in dieser Zeit nahe am Weg bleiben und nicht unkontrolliert ins Unterholz laufen.
Das Landschaftsgesetz NRW schreibt vor, dass Hunde in Naturschutzgebieten grundsätzlich angeleint sein müssen — prüfe die Beschilderung vor Ort sorgfältig. Auch außerhalb ausgewiesener Schutzgebiete ist es ratsam, Hunde im Frühling an der Leine zu führen, wenn du abseits befestigter Wege gehst. Die Wuppertäler Hänge und die Wälder bei Lüttringhausen sind bekannte Ziegebiete für Rehwild. Ein weiterer Frühjahrsfaktor: Zecken sind im Bergischen Land ab Temperaturen um acht Grad aktiv — kontrolliere deinen Hund nach jedem Waldspaziergang gründlich.
- Zeckenprophylaxe: mit dem Tierarzt individuell besprechen
- Setzzeit besonders kritisch: April bis Ende Juni
- Naturschutzgebiete Remscheid: Hinweisschilder am Eingang beachten
Sommer in Remscheid: Höhenlagen, Hitze und Wasser
Remscheid liegt auf rund 350 bis 400 Metern Höhe — das macht die Sommer im Vergleich zu Städten im Rheintal etwas kühler und windiger. Trotzdem können Hitzetage mit über 30 Grad auftreten, besonders in versiegelten Innenstadtbereichen. Asphaltwege können sich stark aufheizen und Pfoten in kurzer Zeit verbrennen: Handflächentest vor jedem Spaziergang — wenn die Fläche für dich zu heiß ist, ist sie es für den Hund erst recht.
Zur Abkühlung eignen sich die zahlreichen Bachabschnitte und Talsperren rund um Remscheid. Die Sengbachtalsperre ist ein beliebtes Ausflugsziel, jedoch gelten dort Badeverbote und Schutzzonenbeschränkungen — informiere dich vor dem Besuch über die aktuellen Regelungen beim Wupperverband. Viele Hunde lieben auch den Wupperabschnitt im Tal, wo seichte Stellen zum Planschen einladen. Frisches Trinkwasser immer mitführen: Gewässer im Bergischen Land sind zwar vergleichsweise sauber, aber Blaualgen können im Spätsommer auch hier ein Thema sein.
- Handflächentest bei Asphalt ab 25 Grad Außentemperatur
- Blaualgen-Warnungen: aktuell beim Wupperverband prüfen — www.wupperverband.de
- Spaziergänge in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen
- Niemals Hund im geparkten Auto lassen — auch nicht „kurz"
Herbst in Remscheid: Pilze, Jagd und goldene Wälder
Der Herbst ist für viele die schönste Jahreszeit im Bergischen Land: Die Buchenwälder rund um Remscheid leuchten in Braun, Orange und Gold, Bodennebel hängt in den Tälern, und die Wege sind oft angenehm leer. Gleichzeitig bringt die Jahreszeit zwei wichtige Warnhinweise mit sich. Erstens: Pilze. Im feuchten Bergischen Herbst sprießen zahlreiche Arten — viele davon sind für Hunde hochgiftig, darunter Knollenblätterpilze und Pantherpilze. Trainiere ein zuverlässiges „Aus"-Kommando und halte deinen Hund von Pilzen fern.
Zweitens: Jagdsaison. Ab Herbst sind die Reviere rund um Remscheid aktiv bejagt. Erkennst du orangefarbene Markierungen oder Absperrungen, halte Abstand und verlasse das Gebiet ruhig. Hunde sollten in dieser Zeit besonders nah bei dir bleiben — schon aus Rücksicht auf das aufgescheuchte Wild. Die Drückjagden im Bergischen Land finden meist an Wochenenden von Oktober bis Januar statt; lokale Jäger informieren oft über Aushänge am Waldeingang.
- Giftige Herbstpilze: Knollenblätterpilz, Pantherpilz, Herbst-Lorchel
- Bei Pilzvergiftungsverdacht sofort Tierarzt oder Giftnotruf Bonn: 0228 19240
- Jagdzeiten: Hinweistafeln am Waldrand beachten, Revierinhaber nicht stören
- Herbstzecken: Aktivität bis in den November, Kontrolle nach jedem Ausgang
Winter in Remscheid: Nässe, Streusalz und kurze Tage
Remscheider Winter sind selten eisig kalt, dafür oft feucht, stürmisch und grau. Schnee liegt vereinzelt auf dem Höhenrücken, taut aber meistens rasch wieder. Das bedeutet für Hunde: matschige Wege, aufgeweichte Böschungen und ein erhöhtes Rutschrisiko an steilen Hangpfaden. Bergige Abschnitte — etwa rund um den Stadtwald oder die Steilhänge der Wuppertäler Zuflüsse — solltest du bei Glätte meiden oder entsprechendes Schuhwerk tragen.
In der Stadt wird im Winter Streusalz und Streusplit eingesetzt. Beides kann Pfoten reizen: Salz zieht Feuchtigkeit aus der Haut und greift das Gewebe zwischen den Ballen an. Wasche die Pfoten deines Hundes nach Stadtspaziergängen lauwarm ab. Eine Pfotenpflege mit Balsam vor dem Ausgang kann zusätzlich schützen. Hundeschuhe werden von manchen Hunden toleriert — eine frühzeitige Gewöhnung zahlt sich aus.
Kurze Tage bedeuten auch: viele Gassirunden in der Dunkelheit. Reflektoren oder LED-Leuchten am Halsband oder Geschirr machen deinen Hund für Autos und Radfahrer sichtbar — in Remscheid mit seinen vielen engen und kurvigen Bergstraßen besonders wichtig. Eine Blinklicht-Leuchte kostet wenig und kann im Ernstfall Leben retten. Denk auch an dich selbst: eine reflektierende Weste oder Jacke ist kein Luxus, sondern Vernunft.
- Pfoten nach Streusalzkontakt immer abwaschen
- Pfotenbalsam prophylaktisch vor dem Ausgang auftragen
- Reflektoren und LED-Leuchten für Hund und Halter nutzen
- Steile Hangwege bei Glätte meiden — Sturzgefahr für Mensch und Hund
- Winterimpfungen und Parasitenschutz mit dem Tierarzt abstimmen
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