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Zahnfleisch-Entzündung

2 Min Lesezeit
Zahnfleisch-Entzündung
Inhalt
  1. Was ist eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) beim Hund?
  2. Ursachen der Zahnfleischentzündung beim Hund
  3. Symptome: So erkennt man eine Zahnfleischentzündung
  4. Diagnose beim Tierarzt
  5. Behandlung der Gingivitis
  6. Prognose
  7. Vorbeugung: Zahnfleischentzündung verhindern
  8. Wann zum Tierarzt?

Was ist eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) beim Hund?

Eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) ist eine häufige Erkrankung, bei der sich das Zahnfleisch des Hundes teilweise oder vollständig entzündet. Sie tritt in verschiedenen Ausprägungen auf und betrifft bis zu 85 Prozent aller Hunde mindestens einmal in ihrem Leben.

Ursachen der Zahnfleischentzündung beim Hund

Der häufigste Auslöser ist die Ansammlung von Zahnbelag und Zahnstein infolge mangelnder Zahnhygiene. Die Bakterien im Zahnbelag lösen die Entzündungsreaktion aus.

Weitere Auslöser können sein:

  • Fremdkörper im Maul: Steine, Stöcke
  • Koprophagie: Fressen von Kot
  • Weichfutter: Begünstigt Zahnbeläge
  • Verletzungen: Verbrennungen, Verätzungen, Engstand der Zähne

Symptome: So erkennt man eine Zahnfleischentzündung

Die Symptome sind oft gut erkennbar und können schmerzhaft sein:

  • Gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch
  • Zahnfleischbluten
  • Mundgeruch
  • Zahnbeläge und Zahnstein
  • Schmerzen beim Fressen, eventuell verminderter Appetit
  • Veränderung des Allgemeinbefindens

Bleibt die Entzündung unbehandelt, kann sie sich auf den Zahnhalte-Apparat ausweiten (Parodontitis), zu Zahnfleisch-Schwund (Parodontose) und schliesslich zu Zahnausfall führen. Bakterien aus dem Maul können zudem innere Organe wie Herz und Nieren schädigen.

Diagnose beim Tierarzt

Der Tierarzt untersucht zunächst das Maul des Hundes. Um den Schweregrad der Entzündung und mögliche Folgeerkrankungen festzustellen, sind genauere Untersuchungen unter Narkose notwendig. Dabei überprüft er das Zahnfleisch und den Zahnhalte-Apparat, entfernt Zahnbeläge und nimmt gegebenenfalls Röntgenaufnahmen vor.

Behandlung der Gingivitis

Die Behandlung umfasst eine gründliche Zahnreinigung unter Narkose, bei der Zahnbeläge und Zahnstein entfernt und die Zähne poliert werden. Danach ist eine konsequente Nachsorge wichtig:

  • Regelmässige tierärztliche Kontrollen
  • Tägliches Zähneputzen durch den Tierhalter
  • Kauartikel und spezielle Futtermittel zur Unterstützung der Zahnhygiene
  • Bei starken Entzündungen: Antibiotika

Prognose

Die Prognose hängt vom Schweregrad der Erkrankung und der Nachsorge ab. Mit konsequenter Zahnpflege fällt sie günstig aus. Ohne ausreichende Pflege besteht ein erhöhtes Risiko für wiederkehrende Entzündungen.

Vorbeugung: Zahnfleischentzündung verhindern

Folgende Massnahmen helfen, einer Zahnfleischentzündung vorzubeugen:

  • Tägliche Zahnpflege mit einer Tier-Zahnbürste und Tier-Zahnpasta
  • Zahnpflegende Hunde-Kausnacks
  • Regelmässige Kontrolle des Mauls auf Veränderungen
  • Vermeidung spitzer Gegenstände im Maul (Stöckchen, Steine)

Wann zum Tierarzt?

Zeigt der Hund Symptome einer Zahnfleischentzündung, ist ein frühzeitiger Besuch beim Tierarzt ratsam. Wer früh handelt, verhindert ein Fortschreiten der Erkrankung, und vermeidet aufwändigere Eingriffe, wenn Zähne bereits gelockert sind oder ausgefallen sind.