Unterwolle
Unterwolle ist eine dichte Schicht feiner, kurzer Haare direkt an der Hundehaut, die unter dem längeren Deckhaar liegt und als natürliche Isolierung dient.
Inhalt
Was ist Unterwolle beim Hund?
Unterwolle ist eine dichte Schicht feiner, kurzer Haare direkt an der Hundehaut. Sie liegt unter dem längeren Deckhaar und fühlt sich weich und flaumig an – ähnlich wie Daunen. Nicht alle Hunde haben Unterwolle: Pudel, Malteser oder Afghanen besitzen nur Deckhaar.
Warum haben manche Hunde Unterwolle?
Unterwolle entstand evolutionär als Isolationsschicht. Golden Retriever, Deutsche Schäferhunde und nordische Rassen entwickelten diese dichte Unterwolle, um bei Kälte oder in feuchten Gebieten zu überleben. Die feinen Haare schliessen Luft ein – das isoliert besser als jede Jacke.
Bei einem Husky kann die Unterwolle so dicht sein, dass Schneeflocken darauf liegen bleiben, ohne zu schmelzen. Die Körpertemperatur erreicht die Hautoberfläche nicht.
Wie erkenne ich Unterwolle bei meinem Hund?
Fahre mit den Fingern gegen die Fellrichtung durch das Fell deines Hundes. Bei Hunden mit Unterwolle stösst du auf eine zweite, weiche Schicht unter den längeren Haaren. Diese Unterwolle lässt sich oft in kleinen Büscheln herauszupfen – besonders während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst.
Border Collies haben moderate Unterwolle, während sie bei Pomeranians so ausgeprägt ist, dass das Deckhaar regelrecht „aufgebläht“ wirkt.
Welche Pflege braucht Unterwolle?
Unterwolle verfilzt schneller als Deckhaar. Deshalb täglich bürsten – nicht nur oberflächlich. Du brauchst eine Unterwollbürste oder einen Furminator, der bis zur Haut durchdringt.
Beim Golden Retriever merkst du Verfilzungen zuerst an Brust, Hinterbeinen und hinter den Ohren. Einmal verfilzt, hilft nur noch Ausschneiden. Während des Fellwechsels verlieren Hunde mit Unterwolle täglich handtellergrosse Mengen an Haaren – das ist normal.
Baden trocknet Unterwolle nur schwer. Nach dem Baden kann ein Föhn nötig sein, sonst bleibt Restfeuchtigkeit in der Unterwolle und kann zu Hautproblemen führen.
Schützt Unterwolle auch vor Hitze?
Ja, aber anders als erwartet. Die Luftschicht in der Unterwolle isoliert auch gegen Hitze von aussen. Scheren bei Sommerhitze schadet deshalb mehr, als es hilft. Die Haut liegt dann schutzlos frei und kann sich überhitzen oder verbrennen.
Stattdessen: Unterwolle während der warmen Monate gründlich ausbürsten, aber das Deckhaar stehen lassen. So bleibt die natürliche Klimaanlage intakt.
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