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Tenolyse (Sehnenrelease)

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Tenolyse (Sehnenrelease)
Definition

Die Tenolyse ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem verklebte oder vernarbte Sehnen beim Hund operativ gelöst werden, um die normale Beweglichkeit wiederherzustellen.

Inhalt
  1. Warum wird eine Tenolyse beim Hund durchgeführt?
  2. Wie läuft der Eingriff ab?
  3. Was unterscheidet sich von einer normalen Sehnennaht?
  4. Wie lange dauert die Heilung?
  5. Welche Komplikationen können auftreten?

Die Tenolyse ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem verklebte oder vernarbte Sehnen beim Hund operativ gelöst werden, um die normale Beweglichkeit wiederherzustellen.

Warum wird eine Tenolyse beim Hund durchgeführt?

Eine Tenolyse wird nötig, wenn sich nach Verletzungen oder Entzündungen Verklebungen zwischen Sehne und umliegendem Gewebe gebildet haben. Die Sehne kann dann nicht mehr frei gleiten.

Bei Hunden betrifft das meist die Achillessehne, Strecksehnen der Zehen oder Beugesehnen nach Pfotenverletzungen. Ein typisches Beispiel: Nach einem Schnitt in die Pfote verheilt die Wunde, aber die Beugesehne klebt am Narbengewebe fest. Der Zeh kann nicht mehr vollständig gebeugt werden.

Wie läuft der Eingriff ab?

Der Hund erhält eine Vollnarkose. Der Chirurg öffnet das Gewebe über der betroffenen Sehne und löst die Verklebungen mit speziellen Instrumenten. Dabei wird darauf geachtet, die Sehne selbst nicht zu beschädigen.

Die Operation dauert je nach Lokalisation 30 bis 90 Minuten. Bei komplexeren Fällen muss manchmal zusätzlich die Sehnenscheide erweitert oder rekonstruiert werden.

Was unterscheidet sich von einer normalen Sehnennaht?

Bei einer Sehnennaht wird eine durchgetrennte Sehne wieder zusammengenäht. Die Tenolyse löst dagegen bestehende Verwachsungen ohne die Sehne zu durchtrennen.

Das Ziel ist unterschiedlich: Sehnennaht stellt die Kontinuität wieder her, Tenolyse die Gleitfähigkeit.

Wie lange dauert die Heilung?

Die Nachbehandlung ist entscheidend und dauert 8-12 Wochen. In den ersten zwei Wochen muss der Hund strikt ruhiggestellt werden, damit sich keine neuen Verklebungen bilden.

Ab Woche drei beginnt kontrollierte Physiotherapie. Passive Bewegungsübungen verhindern erneute Verklebungen. Der Hund darf erst nach 6-8 Wochen wieder normal laufen.

Welche Komplikationen können auftreten?

Die häufigste Komplikation ist die erneute Verklebung der gelösten Sehne. Das passiert bei etwa 20-30% der Fälle, besonders wenn die Nachbehandlung nicht konsequent durchgeführt wird.

Seltener sind Infektionen, Nachblutungen oder eine versehentliche Verletzung der Sehne während des Eingriffs. Bei Hunden mit sehr ausgeprägten Verwachsungen ist manchmal nur eine teilweise Verbesserung der Beweglichkeit möglich.