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Elektrotherapie

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Elektrotherapie
Definition

Elektrotherapie nutzt schwache elektrische Ströme, um bei Hunden Schmerzen zu lindern und die Muskelaktivität zu fördern.

Inhalt
  1. Wann wird Elektrotherapie beim Hund eingesetzt?
  2. Wie läuft eine Elektrotherapie-Sitzung ab?
  3. Was kostet Elektrotherapie für den Hund?
  4. Welche Geräte werden verwendet?
  5. Wann zeigt sich eine Besserung?

Elektrotherapie nutzt schwache elektrische Ströme, um bei Hunden Schmerzen zu lindern und die Muskelaktivität zu fördern.

Wann wird Elektrotherapie beim Hund eingesetzt?

Elektrotherapie kommt hauptsächlich bei orthopädischen und neurologischen Problemen zum Einsatz. Ein typisches Beispiel: Nach einer Kreuzbandriss-Operation verliert der Hund Muskelmasse am betroffenen Bein. Die elektrische Stimulation aktiviert die geschwächten Muskeln gezielt und baut sie wieder auf.

Auch bei Arthritis-Schmerzen hat sich die Methode etabliert. Die Ströme hemmen nach aktuellem Kenntnisstand die Schmerzweiterleitung ans Gehirn – ein Effekt, der mehrere Stunden anhalten kann.

Wie läuft eine Elektrotherapie-Sitzung ab?

Der Tierphysiotherapeut klebt Elektroden auf die Haut über den zu behandelnden Muskeln. Das Fell wird dafür meist mit Kontaktgel angefeuchtet, nicht geschoren. Die meisten Hunde empfinden die Behandlung als angenehmes Kribbeln.

Eine Sitzung dauert 15 bis 30 Minuten. Beim Muskelaufbau sind zwei bis drei Termine pro Woche üblich, bei der Schmerztherapie oft tägliche Einheiten. Der Hund kann dabei entspannt liegen oder sogar dösen.

Was kostet Elektrotherapie für den Hund?

Eine Einzelsitzung kostet zwischen 25 und 45 Euro. Viele Praxen bieten Pakete mit Rabatt an, häufig ab sechs Sitzungen. Die Kosten trägt in der Regel der Halter – nur wenige Tierkrankenversicherungen übernehmen physiotherapeutische Behandlungen.

Welche Geräte werden verwendet?

TENS-Geräte (Transkutane elektrische Nervenstimulation) arbeiten mit kurzen Impulsen zur Schmerzlinderung. NMES-Geräte (Neuromuskuläre elektrische Stimulation) senden längere Ströme für den Muskelaufbau. Manche Praxen kombinieren beide Verfahren je nach Behandlungsziel.

Interferenzstrom dringt tiefer ins Gewebe ein und eignet sich für tiefliegende Muskelgruppen. Die Intensität wird immer individuell auf den Hund abgestimmt.

Wann zeigt sich eine Besserung?

Bei Schmerzen berichten manche Halter bereits nach der ersten Sitzung von einer Verbesserung – der Hund bewegt sich freier und zeigt weniger Schonhaltung. Der Muskelaufbau benötigt länger: Erste Erfolge sind meist nach zwei bis drei Wochen sichtbar.

Nicht jeder Hund spricht gleich gut an. Jüngere Hunde mit akuten Beschwerden reagieren in der Regel besser als ältere Hunde mit chronischen Erkrankungen.