Rohprotein
Rohprotein bezeichnet den Gesamtproteingehalt im Hundefutter vor der Verdauung – gemessen durch den Stickstoffgehalt und multipliziert mit dem Faktor 6,25.
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Rohprotein bezeichnet den Gesamtproteingehalt im Hundefutter vor der Verdauung – gemessen durch den Stickstoffgehalt und multipliziert mit dem Faktor 6,25.
Warum brauchen Hunde Protein?
Proteine liefern die 22 Aminosäuren, aus denen sich alle Körpergewebe aufbauen. Zehn davon kann der Hundekörper nicht selbst herstellen – diese essentiellen Aminosäuren müssen über das Futter kommen.
Ein Mangel zeigt sich erst nach Wochen: Der Hund verliert Muskelmasse, das Fell wird stumpf, Wunden heilen langsamer. Bei Welpen stockt das Wachstum merklich.
Wie viel Rohprotein benötigt ein Hund täglich?
AAFCO nennt für Alleinfutter mindestens 18 Prozent Rohprotein in der Trockensubstanz für ausgewachsene Hunde und 22,5 Prozent für Wachstum und Reproduktion. Letztere Kategorie deckt Welpen, trächtige und säugende Hündinnen gemeinsam ab. Eine eigene Welpen-Zahl gibt es dort nicht. FEDIAF rechnet anders und kommt für ausgewachsene Hunde je nach angenommenem Energiebedarf auf 18 oder 21 Prozent, für Welpen auf 25 Prozent bis zur 14. Lebenswoche und 20 Prozent danach. Alle diese Werte setzen eine Energiedichte von 4,0 Kilokalorien je Gramm Trockenmasse voraus und verschieben sich, wenn das Futter energiereicher ist. Und sie sind Mindestgehalte für die Rezeptur eines Fertigfutters, nicht der Bedarf des einzelnen Hundes.
Trächtige Hündinnen haben ab der fünften Woche einen erhöhten Bedarf von etwa 25 Prozent. Alte Hunde profitieren oft von 20-22 Prozent, um Muskelschwund entgegenzuwirken.
Was passiert bei zu viel Protein?
Gesunde Hundenieren verkraften auch 35-40 Prozent Rohprotein problemlos. Der Körper wandelt überschüssiges Protein in Energie um oder scheidet es aus.
Nur bei bereits geschädigten Nieren kann zu viel Protein die Belastung verstärken. Dann reduziert der Tierarzt gezielt auf 14-16 Prozent bei gleichzeitig höchster Proteinqualität.
Welche Proteinquellen sind am wertvollsten?
Fleisch, Fisch und Eier enthalten alle essentiellen Aminosäuren in optimaler Zusammensetzung. Pflanzliche Proteine aus Soja oder Erbsen haben oft Aminosäure-Lücken, die durch Kombinationen ausgeglichen werden müssen.
Die biologische Wertigkeit gibt an, wie gut der Hund das Protein verwerten kann: Ei liegt bei 100, Rindfleisch bei 92, Weizen nur bei 64.
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