Dosenfutter
Bild: Wikimedia Commons – Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0 Dosenfutter für Hunde ist Feuchtfutter ab 60 Prozent Wassergehalt – typisch 68 bis 78 Prozent –, das in Metallbehältern sterilisiert wird.
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Dosenfutter für Hunde ist Feuchtfutter, das in Metallbehältern sterilisiert und dadurch haltbar wird. Als Feuchtfutter gilt in der europäischen Futtermittelbranche Ware ab 60 Prozent Wassergehalt; Dosenware liegt typischerweise bei 68 bis 78 Prozent. Trockenfutter kommt dagegen auf höchstens 14 Prozent – die zusätzliche Flüssigkeit ist ein Vorteil für Hunde, die wenig trinken.
Wann macht Dosenfutter Sinn für deinen Hund?
Der hohe Feuchtigkeitsgehalt hilft bei der Vorbeugung von Harnsteinen, besonders bei Hunden mit Nierenproblemen. Ein 15-Kilo-Hund deckt mit 400 Gramm Dosenfutter etwa ein Drittel seines Tagesbedarfs an Wasser. Das kann den Unterschied machen, wenn dein Hund ein Trinkmuffel ist.
Ältere Hunde und Welpen kommen oft besser mit der weichen Konsistenz zurecht. Bei Zahnproblemen oder nach Operationen im Mundraum ist Dosenfutter manchmal die einzige Option, die der Hund schmerzfrei fressen kann.
Wie erkennst du hochwertiges Dosenfutter?
Die erste Zutat sollte eine konkret benannte Fleischquelle sein – „Huhn“ statt „Geflügel“, „Rinderherz“ statt „tierische Nebenerzeugnisse“. Meiner Erfahrung nach sind Futter mit einem Fleischanteil von mindestens 60 Prozent eine solide Basis.
Vermeide Dosen mit Zucker oder Karamel in der Zutatenliste – beides hat in Hundefutter nichts zu suchen. Getreide ist nicht per se schlecht, aber wenn dein Hund Allergien zeigt, probiere getreidefreie Varianten.
Ein Blick auf den Aschegehalt lohnt sich: Werte über 8 Prozent deuten auf einen hohen Anteil minderwertiger Schlachtabfälle hin.
Was kostet gutes Dosenfutter wirklich?
Hochwertige Dosen kosten etwa 3 bis 6 Euro pro Kilogramm. Das klingt teurer als Trockenfutter, aber der Wassergehalt macht den direkten Vergleich unfair. Ein Kilo Dosenfutter entspricht etwa 250 bis 300 Gramm Trockenfutter – dann relativiert sich der Preisunterschied.
Bei sehr günstigen Angeboten unter 1,50 Euro pro Kilo kannst du davon ausgehen, dass hauptsächlich Wasser, Getreide und Nebenerzeugnisse enthalten sind.
Wie viel Dosenfutter benötigt dein Hund?
Die Faustregel: 2 bis 3 Prozent des Körpergewichts bei normalgewichtigen, erwachsenen Hunden. Ein 20-Kilo-Hund erhält also 400 bis 600 Gramm pro Tag, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten. Welpen benötigen etwa doppelt so viel, sehr alte oder kranke Hunde manchmal weniger.
Angebrochene Dosen gehören in den Kühlschrank und sollten binnen zwei Tagen verfüttert werden. Direkt aus dem Kühlschrank mögen es die meisten Hunde nicht – lass das Futter vor dem Füttern auf Raumtemperatur kommen.
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