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Refraktärzeit

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Refraktärzeit
Definition

Die Refraktärzeit ist eine natürliche Erholungspause, die jede Nerven- und Muskelzelle nach ihrer Aktivierung braucht, bevor sie wieder reagieren kann.

Inhalt
  1. Warum benötigt der Hundekörper diese Pausen?
  2. Was passiert bei gestörter Refraktärzeit?
  3. Wann solltest du aufmerksam werden?

Die Refraktärzeit ist die natürliche Erholungspause, die jede Nerven- und Muskelzelle nach ihrer Aktivierung benötigt, bevor sie erneut reagieren kann.

Wenn ein Hund über einen Zaun springt, spannen sich seine Beinmuskeln an, entspannen sich kurz und können dann wieder kraftvoll arbeiten. Diese winzige Pause zwischen zwei Muskelaktionen ist die Refraktärzeit.

Warum benötigt der Hundekörper diese Pausen?

Ohne Refraktärzeit würden sich Muskeln verkrampfen statt kontrolliert zu arbeiten. Das Herz würde zu schnell oder unregelmässig schlagen.

Bei Herzmuskelzellen verhindert die Refraktärzeit, dass das Herz zu schnell schlägt oder stolpert. Ein gesundes Hundeherz schlägt 60–140 Mal pro Minute, jeder Schlag benötigt diese Mini-Erholung, damit der nächste gelingt.

Im Nervensystem sorgt sie dafür, dass Signale nur in eine Richtung laufen. Ohne sie würde ein Nervenimpuls hin und her springen; der Hund könnte nicht mehr koordiniert laufen.

Was passiert bei gestörter Refraktärzeit?

Herzrhythmusstörungen sind das häufigste Problem. Betroffene Hunde atmen beim Spaziergang plötzlich schwer, obwohl sie sich kaum angestrengt haben.

Bei Epilepsie feuern Nervenzellen unkontrolliert, weil ihre Erholungspausen zu kurz sind. Ein epileptischer Anfall entsteht, wenn das Nervensystem seine Bremsen verliert.

Muskelkrämpfe entstehen ähnlich: Die Muskelfasern können zwischen den Kontraktionen nicht mehr richtig abschalten.

Wann solltest du aufmerksam werden?

Achte auf unregelmässigen Herzschlag in Ruhephasen, wiederkehrende Muskelzuckungen ohne erkennbaren Grund oder plötzliche Schwäche nach normaler Belastung.

Bei älteren Hunden kann eine veränderte Refraktärzeit erklären, warum sie früher aus der Puste kommen: Ihr Herz benötigt längere Erholungspausen zwischen den Schlägen.

Kann man die Refraktärzeit beeinflussen?

Direkt nicht. Regelmässige Bewegung trainiert jedoch das Herz-Kreislauf-System und hält die Refraktärzeiten in gesunden Bereichen.

Ist die Refraktärzeit bei allen Hunden gleich?

Nein. Kleine Hunde haben naturgemäss kürzere Refraktärzeiten als grosse, weshalb ihr Herz schneller schlägt.

Wann wird die Refraktärzeit zum Problem?

Meist bei Herzerkrankungen, Epilepsie oder als Nebenwirkung bestimmter Medikamente.