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Antiemetika

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Antiemetika
Inhalt
  1. Wann werden Antiemetika bei Hunden eingesetzt?
  2. Wie wirken Antiemetika?
  3. Häufig verwendete Antiemetika bei Hunden
  4. Nebenwirkungen von Antiemetika bei Hunden

Antiemetika sind Medikamente, die den Brechreiz unterdrücken und das Erbrechen verhindern. Sie kommen bei Hunden zum Einsatz, wenn Übelkeit und Erbrechen auftreten – durch Reisekrankheit, Magen-Darm-Probleme, Nebenwirkungen von Medikamenten oder nach Operationen. Antiemetika wirken auf das zentrale Nervensystem und/oder den Magen-Darm-Trakt, um den Brechreiz zu blockieren.

Wann werden Antiemetika bei Hunden eingesetzt?

Antiemetika kommen zum Einsatz, wenn ein Hund unter starkem oder anhaltendem Erbrechen leidet. Häufige Ursachen:

  • Magen-Darm-Infektionen: Bakterielle oder virale Infektionen können zu Übelkeit und Erbrechen führen.
  • Reisekrankheit: Viele Hunde leiden unter Übelkeit und Erbrechen beim Autofahren oder Reisen.
  • Medikamenten-Nebenwirkungen: Chemotherapeutika oder Narkosemittel können Übelkeit und Erbrechen verursachen.
  • Vergiftungen: Nach der ersten Entgiftung können Antiemetika helfen, das Erbrechen zu kontrollieren.
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Manche Hunde reagieren empfindlich auf bestimmte Lebensmittel.
  • Nach Operationen: Um postoperative Übelkeit zu verhindern, werden Antiemetika oft vorbeugend verabreicht.

Wie wirken Antiemetika?

Antiemetika blockieren bestimmte Rezeptoren, die den Brechreiz auslösen. Je nach Ursache der Übelkeit greifen sie an verschiedenen Stellen ein:

  • Im zentralen Nervensystem: Sie wirken auf das Brechzentrum im Gehirn, indem sie Rezeptoren blockieren, die Signale von Magen und Darm an das Gehirn senden.
  • Im Magen-Darm-Trakt: Sie regulieren die Bewegungen des Magens und reduzieren Entzündungen.
  • Serotonin-Antagonisten: Sie blockieren Serotoninrezeptoren im Gehirn und im Magen-Darm-Trakt, um Übelkeit zu verhindern.

Häufig verwendete Antiemetika bei Hunden

  • Maropitant (Cerenia): Blockiert Neurokinin-1-Rezeptoren (NK1) im Gehirn, die für das Auslösen von Erbrechen verantwortlich sind. Wirksam bei Reisekrankheit, Chemotherapie und Magen-Darm-Problemen.
  • Metoclopramid: Wirkt im Gehirn und im Magen-Darm-Trakt. Beschleunigt die Magenentleerung und verhindert Rückfluss in die Speiseröhre. Wird häufig bei Magen-Darm-Störungen oder nach Operationen verwendet.
  • Ondansetron: Serotonin-Antagonist, der hauptsächlich bei Übelkeit und Erbrechen durch Chemotherapie eingesetzt wird. Blockiert Serotoninrezeptoren im Magen-Darm-Trakt und im Gehirn.
  • Chlorpromazin: Phenothiazin-Antiemetikum, das das Brechzentrum im Gehirn beeinflusst. Wird hauptsächlich bei schwerem Erbrechen durch Reisekrankheit oder Magen-Darm-Störungen eingesetzt.

Nebenwirkungen von Antiemetika bei Hunden

Antiemetika sind für Hunde in der Regel sicher, können aber in einigen Fällen Nebenwirkungen verursachen:

  • Schläfrigkeit oder Sedierung: Manche Antiemetika, wie Chlorpromazin, können den Hund müde machen.
  • Durchfall: Einige Antiemetika können zu Durchfall führen, da sie die Magen-Darm-Motilität beeinflussen.
  • Veränderungen im Verhalten: In seltenen Fällen können Hunde nach der Einnahme nervös oder übererregt wirken.
  • Niedriger Blutdruck: Bei bestimmten Medikamenten kann es zu einem Blutdruckabfall kommen, insbesondere bei Hunden mit Vorerkrankungen.

Bei Nebenwirkungen sollte der Tierarzt informiert werden, um die Dosierung anzupassen oder ein anderes Medikament zu verschreiben.