Polyöstrisch
Polyöstrisch bezeichnet Tiere, die während eines Jahres mehrere Fortpflanzungszyklen durchlaufen und somit mehrmals im Jahr läufig werden können.
Inhalt
Der Begriff polyöstrisch beschreibt Tiere, die während eines Jahres mehrere Fortpflanzungszyklen durchlaufen. Im Gegensatz dazu haben monöstrische Tiere nur einen Zyklus, auf den zwingend eine Ruhephase folgt. Die Hündin gilt als monoöstrisch und typischerweise nicht saisongebunden; sie tritt in Abständen von normalerweise 4 bis 13 Monaten in den Brunstzyklus ein und ist dann paarungsbereit.
Was bedeutet polyöstrisch bei Hunden?
Die Hündin ist monoöstrisch und typischerweise nicht saisongebunden: Auf jede Läufigkeit folgt zwingend eine Ruhephase. Das Intervall zwischen zwei Läufigkeiten beträgt normalerweise 4 bis 13 Monate, im Mittel 7 Monate. Der Begriff polyöstrisch passt deshalb auf die Hündin nicht, auch wenn er in Halterkreisen oft für sie verwendet wird.
Phasen des Zyklus bei Hündinnen
Der östrische Zyklus einer Hündin lässt sich in vier Phasen unterteilen:
- Proöstrus: Die Vorbrunstphase dauert 3 Tage bis 3 Wochen, im Mittel 9 Tage. In dieser Zeit beginnt die Vulva der Hündin zu schwellen, und es tritt ein blutiger Ausfluss auf. Die Hündin zeigt in dieser Phase möglicherweise noch keine Bereitschaft zur Paarung, wird aber für Rüden attraktiv.
- Östrus: Der Östrus ist die fruchtbare Phase des Zyklus und dauert 3 Tage bis 3 Wochen, im Mittel 9 Tage. Während dieser Zeit ist die Hündin paarungsbereit und ovuliert (setzt eine oder mehrere Eizellen frei). Der blutige Ausfluss ist meist weniger stark, und die Hündin zeigt Verhaltensweisen, die auf Paarungsbereitschaft hinweisen, wie das Anheben des Schwanzes.
- Metöstrus: Der Metöstrus, in der Fachliteratur meist Diöstrus genannt, folgt auf den Östrus und dauert ohne Trächtigkeit in der Regel zwei bis drei Monate. In dieser Phase bildet sich der Corpus luteum (Gelbkörper), der das Hormon Progesteron produziert, das die Gebärmutter auf eine mögliche Trächtigkeit vorbereitet.
- Anöstrus: Der Anöstrus ist die Ruhephase zwischen zwei Brunstzyklen. Der Anöstrus dauert normalerweise 1 bis 6 Monate; in dieser Zeit ist die Hündin nicht paarungsbereit.
Fruchtbarkeit und Zuchtplanung
Für Züchter ist der genaue Zeitpunkt des Östrus relevant, um den besten Zeitpunkt für die Paarung zu bestimmen. Der Östrus kann durch Verhalten und körperliche Symptome erkannt werden. In vielen Fällen werden auch Progesteron-Tests oder andere diagnostische Verfahren verwendet, um den genauen Zeitpunkt des Eisprungs festzustellen.
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