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Analkontrolle

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Analkontrolle
Definition

Die Analkontrolle ist eine tierärztliche Untersuchung des Analbereichs und der Analdrüsen beim Hund zur Diagnose von Entzündungen, Verstopfungen oder anderen Problemen in diesem sensiblen Bereich.

Inhalt
  1. Wann braucht dein Hund eine Analkontrolle?
  2. Was passiert bei der Untersuchung?
  3. Was kostet eine Analkontrolle?
  4. Wann wird es kritisch?

Die Analkontrolle ist eine tierärztliche Untersuchung des Analbereichs und der Analdrüsen beim Hund – zur Diagnose von Entzündungen, Verstopfungen oder anderen Problemen in dieser ziemlich ungeliebten, aber wichtigen Körperregion.

Wann braucht dein Hund eine Analkontrolle?

Hunde sind ziemlich direkt, wenn etwas im Analbereich nicht stimmt. Das berühmte „Schlittenfahren“ – Po auf dem Boden, Vorderpfoten ziehen – kennen die meisten Hundehalter. Aber es gibt noch mehr Hinweise, die man nicht ignorieren sollte.

Intensives Lecken am After zum Beispiel. Oder ständiges Umdrehen zum eigenen Hinterteil. Ein fischiger Geruch, der sich einfach nicht zuordnen lässt. Manche Hunde werden beim Berühren der Rute oder des unteren Rückens plötzlich unruhig – oder schnappen sogar unvermittelt zu. Das sind keine Launen, das sind Schmerzsignale.

Besonders anfällig: kleinere Rassen wie Pudel oder Spaniels. Bei denen verstopfen die Analdrüsen deutlich häufiger als bei grossen Hunden. Eine regelmässige Kontrolle alle 6 bis 8 Wochen kann hier viel Ärger (und Schmerzen) ersparen.

Was passiert bei der Untersuchung?

Der Tierarzt tastet zunächst von aussen ab – zwei kleine Säckchen links und rechts neben dem After. Er prüft, ob sie verhärtet oder vergrössert sind. Das dauert Sekunden, gibt aber schon erste Hinweise.

Dann kommt der eigentliche Teil: Ein Finger rektal, die Drüsen werden von innen ausgedrückt. Klingt unangenehm – ist es für den Hund kurz auch – aber der Vorgang dauert wirklich nur wenige Minuten. Der Tierarzt schaut dabei auf Farbe und Konsistenz des Sekrets. Gesund bedeutet: bräunlich, relativ flüssig. Dickflüssig, grünlich oder blutig? Dann ist etwas im Argen.

Die meisten Hunde tolerieren das ohne Beruhigungsmittel. Bei sehr ängstlichen oder aggressiven Tieren kann eine leichte Sedierung nötig werden – das entscheidet der Tierarzt vor Ort.

Was kostet eine Analkontrolle?

In Deutschland liegt der Preis für die reine Untersuchung bei 15 bis 40 Euro. Das Entleeren der Analdrüsen kommt mit etwa 10 bis 25 Euro obendrauf.

In Österreich und der Schweiz rechnet man grob 20 bis 30 Prozent mehr. Werden gleichzeitig Medikamente nötig – etwa Antibiotika bei einer Entzündung – kommen nochmals 20 bis 60 Euro dazu. Kein Vermögen, verglichen mit dem, was eine verschleppte Entzündung kosten kann.

Wann wird es kritisch?

Eitrige oder blutige Ausflüsse aus dem After sind Notfallzeichen. Ebenso wenn der Hund den Schwanz eingeklemmt hält und dabei zittert – das ist kein schlechter Tag, das sind starke Schmerzen.

Analdrüsenabszesse können sich innerhalb von Stunden entwickeln und erfordern sofortige tierärztliche Hilfe. Wer zu lange wartet, riskiert eine Operation – und die kostet schnell mehrere hundert Euro. Im Zweifel lieber einmal zu früh beim Tierarzt als einmal zu spät.