Platten
Platten bezeichnen einfarbige Fellbereiche, die sich deutlich vom Grundfell abgrenzen und grössere zusammenhängende Flächen bilden.
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Platten bezeichnen einfarbige Fellbereiche, die sich deutlich vom Grundfell abgrenzen und grössere zusammenhängende Flächen bilden.
Wie entstehen Platten genetisch?
Das S-Gen (Piebald-Locus) steuert die Verteilung weisser und pigmentierter Bereiche. Bei Hunden mit sp/sp-Genotyp entstehen die charakteristischen Platten durch unregelmässige Melanozytenwanderung während der Embryonalentwicklung. Die Pigmentzellen erreichen manche Körperregionen nicht vollständig – dort bleiben grössere unpigmentierte oder anders pigmentierte Flächen zurück.
Wodurch unterscheiden sich Platten von anderen Fellmustern?
Platten sind deutlich grösser als Flecken und haben unscharfe, fliessende Ränder. Im Gegensatz zu Ticking (kleine Punkte) oder Merle (marmorierte Optik) zeigen sie klare, zusammenhängende Farbflächen. Bei Sable oder Brindle überlagern sich die Farben – bei Platten grenzen sie sich scharf ab.
Welche Rassen zeigen typische Plattenzeichnung?
Border Collies entwickeln oft schwarze Platten auf weissem Grund, besonders am Kopf und Rücken. Australian Shepherds zeigen häufig kupferfarbene Platten an Läufen und Gesicht. Bei Beagles entstehen braune Rückenplatten durch das Zusammenfliessen der Sattelzeichnung. Auch bei vielen Spaniels und Pointern gehören Platten zum Rassestandard.
Was bedeutet das für die Zucht?
Extreme Weisszeichnung kann mit Taubheit korrelieren, wenn sie die Ohrenregion betrifft. Seriöse Züchter achten daher auf ausgewogene Plattenverteilung. Bei manchen Rassen gelten bestimmte Plattenmuster als erwünscht, während zu viel Weiss züchterisch problematisch sein kann.
Verändert sich die Plattenzeichnung noch?
Die Grundverteilung bleibt ab der achten Lebenswoche stabil. Allerdings kann sich die Farbintensität der Platten noch verstärken oder abschwächen – besonders bei Rassen mit Farbwechsel wie Yorkshire Terriern oder Afghanen.
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