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Plasma

Plasma ist der flüssige Bestandteil des Blutes; seine Eiweisse teilen sich in Albumin und Globuline und halten unter anderem den kolloidosmotischen Druck aufrecht.

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Inhalt
  1. Zusammensetzung des Plasmas
  2. Funktionen des Plasmas bei Hunden
  3. Anwendung von Plasma in der Veterinärmedizin

Plasma ist der flüssige Bestandteil des Blutes und enthält über tausend verschiedene Eiweisse. Es besteht hauptsächlich aus Wasser, aber auch aus wichtigen Proteinen, Elektrolyten, Nährstoffen und Abfallstoffen. Plasma transportiert Nährstoffe, Hormone, Enzyme und andere Substanzen durch den Körper. In der Veterinärmedizin wird Plasma vor allem bei Gerinnungsstörungen transfundiert.

Zusammensetzung des Plasmas

Plasma besteht aus mehreren Komponenten, die unterschiedliche Funktionen im Körper des Hundes erfüllen:

  1. Wasser: Dient als Lösungsmittel für die übrigen Bestandteile und hilft, Nährstoffe, Gase und Abfallprodukte zu transportieren.
  2. Plasmaproteine: Sie werden in Albumin und Globuline eingeteilt, wobei Albumin rund die Hälfte des Gesamteiweisses stellt.
    • Albumin: Plasmaproteine erfüllen mehrere Aufgaben, darunter die Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks, den Transport von Stoffen und die Blutgerinnung; Albumin stellt rund die Hälfte des Gesamteiweisses.
    • Globuline: Dazu gehören Immunglobuline, die eine wichtige Rolle im Immunsystem spielen, sowie Proteine, die am Transport von Lipiden und Metallen beteiligt sind.
    • Fibrinogen: Es ist im Plasma enthalten, im Serum dagegen nicht, und macht dort den Unterschied im Gesamteiweiss aus.
  3. Elektrolyte: Dazu gehören Natrium, Kalium, Calcium, Chlorid und Bikarbonat, die für die Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts, die Nervenfunktion und die Muskelfunktion nötig sind.
  4. Nährstoffe: Glukose, Aminosäuren, Fettsäuren und Vitamine, die über das Plasma zu den Zellen des Körpers transportiert werden.
  5. Abfallstoffe: Kohlendioxid, Harnstoff und Kreatinin sind Abfallprodukte des Zellstoffwechsels, die über das Plasma zu den Ausscheidungsorganen (wie Nieren und Lungen) transportiert werden.

Funktionen des Plasmas bei Hunden

Plasma erfüllt viele Funktionen, die für die Gesundheit des Hundes entscheidend sind:

  1. Transportfunktion: Plasma transportiert Nährstoffe, Hormone, Enzyme und Sauerstoff zu den Zellen des Körpers und befördert gleichzeitig Abfallprodukte und Kohlendioxid zu den Organen, die für deren Ausscheidung verantwortlich sind.
  2. Blutgerinnung: Plasma enthält Fibrinogen, das für die Blutgerinnung verantwortlich ist. Bei einer Verletzung wird Fibrinogen in Fibrin umgewandelt, um ein Blutgerinnsel zu bilden und Blutungen zu stoppen.
  3. Aufrechterhaltung des Blutdrucks: Die im Plasma enthaltenen Proteine, insbesondere Albumin, tragen dazu bei, den osmotischen Druck aufrechtzuerhalten, der für den Flüssigkeitshaushalt im Blut und im Gewebe verantwortlich ist. Dies verhindert, dass Flüssigkeit aus den Blutgefässen in das umliegende Gewebe austritt und Schwellungen verursacht.
  4. Immunabwehr: Plasma enthält Antikörper (Immunglobuline), die für die Verteidigung des Körpers gegen Infektionen verantwortlich sind. Diese Antikörper erkennen und neutralisieren Krankheitserreger wie Bakterien und Viren.

Anwendung von Plasma in der Veterinärmedizin

Plasma wird in der Tiermedizin häufig therapeutisch eingesetzt, um Hunde bei bestimmten Erkrankungen oder nach schweren Verletzungen zu unterstützen. Einige der häufigsten Anwendungen umfassen:

  1. Plasmatransfusionen: Frisch gefrorenes Plasma ersetzt verlorene Gerinnungsfaktoren; die Dosis richtet sich nach dem Körpergewicht und bestimmt die Tierärztin.
  2. Behandlung von Gerinnungsstörungen: Bei Hunden, die an Gerinnungsstörungen leiden, wie zum Beispiel der von-Willebrand-Krankheit oder nach der Einnahme von Rattengift, das die Blutgerinnung hemmt, können Plasmatransfusionen eingesetzt werden, um die Blutgerinnungsfaktoren zu ersetzen und Blutungen zu stoppen.
  3. Kein Ersatz bei Eiweissmangel: Zum Ausgleich eines zu niedrigen Bluteiweisses ist Plasma laut MSD Veterinary Manual nicht wirksam; bei Gerinnungsstörungen dagegen ersetzt es die fehlenden Gerinnungsfaktoren.