Halbwertszeit
Die Halbwertszeit beschreibt die Zeit, die der Körper deines Hundes benötigt, um die Konzentration eines Medikaments auf die Hälfte zu reduzieren.
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Die Halbwertszeit beschreibt die Zeit, die der Körper deines Hundes benötigt, um die Konzentration eines Medikaments auf die Hälfte zu reduzieren. Bei einem Schmerzmittel mit 6 Stunden Halbwertszeit sind nach 6 Stunden noch 50% der ursprünglichen Dosis aktiv, nach 12 Stunden 25%.
Warum ist die Halbwertszeit für die Behandlung deines Hundes relevant?
Die Halbwertszeit bestimmt, wie oft dein Hund ein Medikament erhalten muss. Phenobarbital gegen Epilepsie hat eine lange Halbwertszeit von etwa 37 Stunden beim Hund – deshalb reicht meist zweimal täglich. Rimadyl (Carprofen) für Gelenkschmerzen hat eine kürzere Halbwertszeit und wird täglich gegeben.
Für dich als Hundehalter bedeutet das: Miss niemals eigenmächtig Dosierungen an, auch wenn die letzte Gabe länger her ist. Die Halbwertszeit erklärt, warum manche Medikamente noch wirken, obwohl du sie nicht mehr siehst.
Was beeinflusst die Halbwertszeit bei deinem Hund?
Alle Faktoren, die den Stoffwechsel deines Hundes beeinflussen, verändern auch die Halbwertszeit von Medikamenten. Ältere Hunde bauen viele Wirkstoffe langsamer ab – die Halbwertszeit verlängert sich. Bei Leber- oder Nierenerkrankungen kann sich dieser Effekt verstärken.
Rassespezifische Unterschiede spielen ebenfalls eine Rolle. Collies vertragen bestimmte Wurmkuren aufgrund eines Gendefekts schlecht – hier verändert sich praktisch die Wirksamkeit, auch wenn die rechnerische Halbwertszeit gleich bleibt.
Wie berechnen Tierärzte die richtige Dosierung?
Tierärzte nutzen die Formel t1/2 = 0,693 / k, wobei k die Eliminationskonstante ist. In der Praxis bedeutet das: Sie wissen, dass nach etwa 5 Halbwertszeiten ein Medikament praktisch vollständig aus dem Körper verschwunden ist.
Bei einem Medikament mit 8 Stunden Halbwertszeit ist dein Hund nach 40 Stunden (5 × 8) wieder „clean“. Das ist bei Operationen oder Medikamentenwechseln entscheidend.
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