Plaques
Plaques sind abnormale Ansammlungen von Substanzen auf oder in Geweben des Hundes.
Plaques sind abnormale Ansammlungen von Substanzen auf oder in Geweben des Hundes. Bei 80 % der Hunde über drei Jahren tritt Zahnplaque auf – weiche Bakterienbeläge, die ohne Entfernung zu schmerzhaften Entzündungen führen.
Der Begriff umfasst drei verschiedene Krankheitsbilder: Zahnbeläge aus Bakterien und Speichel, verdickte Hautstellen durch Entzündungen und seltene Gefässablagerungen. Zahnplaque ist mit Abstand am häufigsten und für Hundehalter am relevantesten.
Was ist Zahnplaque beim Hund?
Zahnplaque entsteht, wenn Bakterien aus dem Speichel an Nahrungsresten auf den Zähnen haften. Innerhalb von 24 Stunden bildet sich ein weicher, gelblicher Belag. Bleibt er unbehandelt, verhärtet er nach 3–5 Tagen zu Zahnstein.
Ein Hund mit gesunden Zähnen hat rosafarbenes Zahnfleisch und geruchlosen Atem. Riecht das Maul säuerlich oder fischig, hat sich meist schon Plaque gebildet. Kleine Hunderassen entwickeln durch ihren engen Zahnstand doppelt so schnell Probleme wie grosse Rassen.
Erkennbare Anzeichen von Zahnplaque
- Gelbliche Verfärbung am Zahnrand, besonders an den Backenzähnen
- Mundgeruch der nach faulen Eiern riecht
- Rotes, geschwollenes Zahnfleisch, das beim Berühren blutet
- Braune, harte Ablagerungen (bereits verhärtete Plaque = Zahnstein)
Behandlung von Zahnplaque
Weiche Plaque lässt sich mit einer weichen Hundezahnbürste entfernen. Dreimal pro Woche für zwei Minuten reicht aus. Verwende niemals menschliche Zahnpasta – das enthaltene Fluorid ist für Hunde giftig.
Ist bereits Zahnstein entstanden, hilft nur eine professionelle Reinigung unter Narkose. Diese kostet je nach Schweregrad 200–600 Franken. Dentasticks und Kauwurzeln reduzieren die Plaque-Neubildung um etwa 30 %, ersetzen aber das Putzen nicht.
Hautplaques beim Hund
Hautplaques sind verdickte, erhöhte Hautstellen, die durch chronische Reizung entstehen. Sie fühlen sich hart an; die betroffene Stelle ist oft haarlos, die Haut verdickt und manchmal schuppig.
Die häufigste Ursache ist permanentes Lecken oder Kratzen an einer Stelle – meist ausgelöst durch Allergien, Parasitenbefall oder kleine Verletzungen. Atopische Dermatitis führt bei einem Teil der betroffenen Hunde zu solchen Verdickungen.
Behandlung von Hautplaques
Die Grundursache muss gefunden werden. Allergische Reaktionen erfordern Eliminationsdiäten oder Allergietests. Bakterielle Infektionen werden mit antibiotischen Salben behandelt. Das Lecken muss gestoppt werden – oft mit einem Halskragen für 2–3 Wochen.
Gefässplaques (Atherosklerose)
Fettablagerungen in Blutgefässen kommen bei Hunden extrem selten vor. Anders als Menschen entwickeln Hunde kaum Arteriosklerose. Einzelfälle treten bei Hunden mit unbehandeltem Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion auf.
Symptome sind unspezifisch: Schwäche nach Belastung oder verminderte Leistungsfähigkeit. Die Diagnose erfolgt über Ultraschall oder Röntgen mit Kontrastmittel.
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