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Perfusion

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Definition

Perfusion bezeichnet den Blutfluss durch die Gewebe des Hundes.

Inhalt
  1. Wie erkenne ich schlechte Durchblutung bei meinem Hund?
  2. Was passiert bei Schock oder Kreislaufversagen?
  3. Was kann ich als Halter bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen tun?
  4. Wie misst der Tierarzt die Perfusion?

Perfusion bezeichnet den Blutfluss durch die Gewebe des Hundes. Das Blut transportiert Sauerstoff und Nährstoffe zu den Zellen und führt Abfallstoffe ab.

Das MSD Veterinary Manual nennt in der Triage-Tabelle 70 bis 120 Schläge pro Minute für kleine und 60 bis 120 für grosse Hunde; als Ziel der Kreislaufstabilisierung gilt ein systolischer Blutdruck von 90 mmHg.

Wie erkenne ich schlechte Durchblutung bei meinem Hund?

Die Kapillarfüllzeit zeigt dir sofort den Perfusionsstatus: Drücke sanft auf das Zahnfleisch deines Hundes. Die normale rosige Farbe kehrt binnen 1 bis 2 Sekunden zurück. Dauert es länger als 2 Sekunden, spricht das für eine schlechte Durchblutung.

Weitere Alarmzeichen: blasses oder weissliches Zahnfleisch, schwacher Puls (den du an der Innenseite des Oberschenkels fühlst), schnelle oder flache Atmung. Manche Hunde werden auffallend ruhig oder apathisch.

Was passiert bei Schock oder Kreislaufversagen?

Schock bedeutet: Das Gewebe bekommt zu wenig Sauerstoff. Blasses oder weisses Zahnfleisch steht für Blutarmut oder Schock, blaugraues für schweren Sauerstoffmangel oder Schock.

Als Ziel der Kreislaufstabilisierung nennt das MSD Veterinary Manual einen systolischen Blutdruck von 90 mmHg, eine rektale Temperatur über 36,5 Grad Celsius und eine Sauerstoffsättigung über 90 Prozent.

Was kann ich als Halter bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen tun?

Überprüfe zuerst die Kapillarfüllzeit und fühle den Puls. Transportiere deinen Hund mit dem Kopf auf Körperhöhe oder um 20 Grad erhöht; ruckartige Bewegungen sind zu vermeiden.

Vermeide Druck auf den Hals und alles, was die Halsvenen abdrückt.

Fahre sofort zum Tierarzt wenn: das Zahnfleisch weiss oder bläulich wird, der Puls nicht fühlbar ist, der Hund kollabiert oder die Atmung aussetzt.

Wie misst der Tierarzt die Perfusion?

Neben Kapillarfüllzeit und Puls nutzen Tierärzte die Pulsoximetrie. Der kleine Sensor am Ohr oder an der Zunge misst die Sauerstoffsättigung; als Behandlungsziel nennt das MSD Veterinary Manual einen Wert über 90 Prozent.

Blutdruckmessungen erfolgen meist an der Vorderpfote oder am Schwanz. Doppler-Ultraschall zeigt, ob das Blut gleichmässig fliesst oder stockt.