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Nierensteine

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Nierensteine
Definition

Nierensteine sind harte, kristalline Ablagerungen aus Mineralien wie Kalziumoxalat oder Struvit, die sich in den Nieren bilden und bei 41% der Fälle aus Kalziumoxalat bestehen.

Inhalt
  1. Welche Hunderassen sind besonders gefährdet?
  2. Wie entstehen Nierensteine beim Hund?
  3. Woran erkenne ich Nierensteine bei meinem Hund?
  4. Wie werden Nierensteine diagnostiziert?
  5. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
  6. Wie kann ich Nierensteinen vorbeugen?

Welche Hunderassen sind besonders gefährdet?

Yorkshire Terrier, Dalmatiner und Cocker Spaniel entwickeln dreimal so oft Nierensteine wie andere Rassen. Bei Dalmatinern liegt das an einer genetischen Veranlagung für Harnsäure-Steine. Yorkshire Terrier neigen zu Kalziumoxalat-Steinen, besonders Rüden zwischen 5-12 Jahren.

Wie entstehen Nierensteine beim Hund?

Nierensteine bilden sich, wenn Mineralien im Urin auskristallisieren statt gelöst zu bleiben. Kalziumoxalat-Steine machen 41% aller Fälle aus, gefolgt von Struvit-Steinen mit 36%. Der pH-Wert des Urins entscheidet oft mit: Ist er dauerhaft über 6,5, begünstigt das Struvit-Steine. Liegt er unter 6,0, entstehen eher Oxalat-Steine.

Konzentrierter Urin erhöht das Risiko dramatisch. Ein Hund, der nur 30ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht täglich trinkt, hat ein vierfach höheres Steinrisiko als einer, der 60ml trinkt.

Woran erkenne ich Nierensteine bei meinem Hund?

Rötlicher Urin ist das verlässlichste Frühzeichen. Anders als bei Blasenentzündungen kommt das Blut meist aus der Niere selbst. Der Hund zeigt oft einen gekrümmten Rücken beim Gehen – ein Zeichen für Flanken- oder Bauchschmerzen.

Viele Hunde trinken deutlich mehr als gewöhnlich, urinieren aber in kleineren Mengen. Appetitlosigkeit tritt erst bei grösseren Steinen auf, wenn diese den Harnfluss blockieren.

Wie werden Nierensteine diagnostiziert?

Röntgenbilder zeigen nur 65% aller Nierensteine – Harnsäure-Steine bleiben meist unsichtbar. Ultraschall erkennt auch diese „röntgennegativen“ Steine zuverlässig. Die Urinanalyse verrät die Steinart: Struvit-Kristalle deuten auf alkalischen Urin hin, Oxalat-Kristalle auf sauren.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Struvit-Steine lassen sich oft durch Spezialfutter auflösen. Das dauert 6-12 Wochen und funktioniert bei 85% der Fälle. Kalziumoxalat-Steine müssen dagegen chirurgisch entfernt werden – sie lösen sich nicht auf.

Bei kleinen Steinen unter 3mm Durchmesser wartet der Tierarzt oft ab. Diese können spontan abgehen, besonders wenn der Hund viel trinkt.

Wie kann ich Nierensteinen vorbeugen?

Trinkmenge ist entscheidend: 50-60ml pro Kilogramm Körpergewicht täglich sind optimal. Nassfutter hilft mehr als Trockenfutter – es enthält 70-80% Feuchtigkeit statt 10%.

Bei Oxalat-Neigung sollte das Futter wenig Kalzium und Oxalat enthalten. Spinat, Rhabarber und kalziumreiche Knochen sind dann tabu. Struvit-gefährdete Hunde brauchen Futter mit niedrigem Magnesium- und Phosphorgehalt.

Ein Urin-pH zwischen 6,2-6,8 ist ideal – das verhindert beide Steinarten gleichermassen.