Krankheiten durch buddeln?
Inhalt
Beim Buddeln können sich Hunde verschiedenen Krankheiten und Gesundheitsrisiken aussetzen. Feuchte Erde, Kontakt mit Wildtierkot oder verunreinigte Gebiete bergen konkrete Gefahren:
- Parasitenbefall: Buddelt ein Hund in Erde, die mit Fäkalien anderer Tiere kontaminiert ist, kann er sich leicht mit externen Parasiten wie Flöhen und Zecken infizieren. Flöhe übertragen unter anderem Bartonellose, Zecken können Lyme-Borreliose weitergeben.
- Pilzinfektionen: Bestimmte Pilzarten im Boden sind für Hunde gefährlich. Eine häufige, durch Bodenkontakt übertragene Pilzkrankheit ist die Blastomykose, sie kann Lungen, Haut und andere Organe befallen. Der Hund infiziert sich, wenn er pilzsporenbelastete Erde einatmet.
- Gastrointestinale Störungen: Frisst ein Hund beim Buddeln oder danach Erde, kann er sich mit bakteriellen, viralen oder parasitären Erregern infizieren, die Erbrechen, Durchfall und andere Verdauungsprobleme auslösen. Zu diesen Erregern zählen Giardien, Salmonellen und Escherichia coli (E. coli).
- Leptospirose: Diese bakterielle Krankheit wird häufig über Wasser oder feuchte Erde übertragen, die mit dem Urin infizierter Tiere kontaminiert ist. Leptospirose kann schwere Nieren- und Leberschäden verursachen und ist zudem auf den Menschen übertragbar.
- Hautinfektionen und -verletzungen: Beim Buddeln können Hunde ihre Pfoten und Krallen verletzen. Kleine Schnitte und Abschürfungen sind Eintrittspforten für Bakterien und andere Krankheitserreger, und damit ein möglicher Ausgangspunkt für Infektionen.
- Fuchsbandwurm: In manchen Regionen besteht beim Kontakt mit dem Kot von Füchsen oder kleineren Nagetieren das Risiko einer Ansteckung mit dem Fuchsbandwurm, der bei Hunden und Menschen schwere Erkrankungen verursachen kann.
Halte deinen Hund in gesicherten Bereichen, wo das Kontaminationsrisiko geringer ist. Regelmässige tierärztliche Kontrollen, Entwurmung und Parasitenschutz senken das Infektionsrisiko deutlich. Zeigt dein Hund nach dem Buddeln auffällige Symptome, solltest du einen Tierarzt aufsuchen.
Buddeln, lieber unterbinden
Das Graben von Löchern ist für den Hund eine selbstbelohnende Aktion, er hört also nicht von allein damit auf. Neben den beschriebenen Krankheitsrisiken können sich auch Nutztiere auf Wiesen an einem Buddelloch schwer verletzen, was im schlimmsten Fall zur Einschläferung des Tieres führt. Es lohnt sich daher, das Buddeln von Anfang an konsequent zu unterbinden.
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