Nachtkerzenöl
Nachtkerzenöl ist ein Pflanzenöl aus den Samen der Nachtkerze, das bei Hunden vor allem gegen chronische Hautprobleme eingesetzt wird.
Inhalt
Nachtkerzenöl wird bei Hunden vor allem bei Hautproblemen eingesetzt. Der Wirkstoff Gamma-Linolensäure (GLA) kann bei Juckreiz, Hot Spots und atopischer Dermatitis unterstützend wirken. Die Forschungslage zeigt allerdings gemischte Ergebnisse. Aus der Praxis berichten viele Halter am häufigsten von Verbesserungen bei chronischem Pfotenlecken und trockenen Hautstellen. Die Wirkung setzt meist erst nach vier bis sechs Wochen ein.
Welche Dosierung ist bei Hunden richtig?
Nachtkerzenöl-Präparate für Hunde sind nach Körpergewicht gestaffelt und richten sich nach dem GLA-Gehalt des jeweiligen Produkts, die Konzentration variiert je nach Hersteller deutlich. Sprich die genaue Menge mit der Tierarztpraxis ab, besonders da Nachtkerzenöl bei Epilepsie und Trächtigkeit kontraindiziert sein kann.
Die Gabe erfolgt idealerweise zum Futter, da fettlösliche Vitamine die Aufnahme verbessern.
Was müssen Halter bei der Anwendung beachten?
Nachtkerzenöl oxidiert schnell. Nach dem Öffnen gehört es in den Kühlschrank und sollte innerhalb von zwei bis drei Monaten verbraucht werden. Ein ranziger Geruch zeigt an, dass das Öl unbrauchbar geworden ist.
Manche Hunde zeigen in der ersten Woche weichere Kotkonsistenz oder leichte Übelkeit. Das legt sich meist von selbst. Falls nicht, empfiehlt es sich, die Dosis zu halbieren und sie langsam zu steigern.
Wann sollte man auf Nachtkerzenöl verzichten?
Bei akuten Hautinfektionen ist Nachtkerzenöl nicht zielführend, hier ist zunächst eine tierärztliche Abklärung sinnvoll. Auch bei Hunden mit Epilepsie ist Vorsicht geboten, da GLA theoretisch die Krampfschwelle senken könnte.
Trächtige Hündinnen sollten kein Nachtkerzenöl erhalten, da es wehenfördernd wirken kann.
Bei Welpen unter sechs Monaten fehlen Erfahrungswerte zur Sicherheit.
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