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MRT

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MRT
Definition

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein bildgebendes Verfahren beim Hund, das mit Magnetfeldern und Radiowellen hochauflösende Schnittbilder von Weichgewebe, Gehirn und Gelenken erstellt.

Inhalt
  1. Wann braucht mein Hund eine MRT-Untersuchung?
  2. Wie läuft eine MRT-Untersuchung beim Hund ab?
  3. Was kostet eine MRT-Untersuchung beim Hund?
  4. Welche Risiken bringt die MRT-Narkose mit sich?
  5. Wann ist eine MRT besser als CT oder Röntgen?

Wann braucht mein Hund eine MRT-Untersuchung?

Eine MRT kommt meist dann ins Spiel, wenn dein Tierarzt neurologische Probleme vermutet: Bandscheibenvorfälle, Hirntumore oder unklare Lähmungserscheinungen. Auch bei komplizierten Kniegelenkproblemen oder wenn ein CT nicht ausreicht, wird zur MRT geraten.

Konkret bedeutet das: Dein Hund zeigt plötzlich Koordinationsprobleme, hat starke Rückenschmerzen ohne erkennbare Ursache im Röntgen oder der Verdacht auf einen Tumor im Kopfbereich steht im Raum.

Wie läuft eine MRT-Untersuchung beim Hund ab?

Dein Hund wird für die MRT immer in Vollnarkose gelegt – anders als beim Menschen geht es nicht ohne. Die Untersuchung dauert 30-90 Minuten, je nachdem welche Körperregion untersucht wird.

Vor der Narkose muss dein Hund nüchtern sein (12 Stunden kein Futter, 4 Stunden kein Wasser). Metallgegenstände wie Halsbänder müssen komplett entfernt werden, da das starke Magnetfeld diese zu gefährlichen Geschossen machen kann.

Nach der Untersuchung braucht dein Hund einige Stunden zum Aufwachen. Die meisten Hunde können am selben Tag wieder nach Hause – bei älteren Tieren wird manchmal eine Übernachtung empfohlen.

Was kostet eine MRT-Untersuchung beim Hund?

In Deutschland liegen die Kosten zwischen 800 und 2.000 Euro, in Österreich und der Schweiz oft darüber. Der Preis hängt davon ab, ob Kontrastmittel eingesetzt wird und wie viele Körperregionen untersucht werden.

Die Narkose schlägt zusätzlich mit 200-400 Euro zu Buche. Manche Tierkrankenversicherungen übernehmen die Kosten – aber längst nicht alle und oft nur bei bestimmten Indikationen.

Welche Risiken bringt die MRT-Narkose mit sich?

Das Narkoserisiko ist der Hauptnachteil der MRT beim Hund. Bei gesunden, jüngeren Hunden liegt es unter 0,1 Prozent, steigt aber deutlich bei Herzproblemen, hohem Alter oder anderen Vorerkrankungen.

Aus unserer Erfahrung scheuen viele Tierärzte bei Hunden über 12 Jahren die MRT-Narkose – dann wird eher mit CT oder Röntgen gearbeitet, auch wenn die Aussagekraft geringer ist.

Wann ist eine MRT besser als CT oder Röntgen?

Die MRT zeigt Weichteile deutlich kontrastreicher als ein CT – das macht sie unschlagbar bei Bandscheibenproblemen, Hirntumoren oder Problemen in Gelenkkapseln. Ein CT reicht dagegen bei Knochenbrüchen oder Lungenproblemen meist aus.

Meiner Einschätzung nach wird die MRT oft vorgeschlagen, wenn ein Tierarzt „alles ausschließen“ möchte – manchmal bringt aber eine gezielte CT-Untersuchung mit weniger Narkosezeit das gleiche Ergebnis.