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Herzultraschall

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Herzultraschall
Definition

Der Herzultraschall (Echokardiographie) ist eine bildgebende Untersuchung, die Herzgröße, Pumpfunktion und Klappenbewegungen eines Hundes in Echtzeit darstellt.

Inhalt
  1. Wann wird ein Herzultraschall durchgeführt?
  2. Wie läuft die Untersuchung ab?
  3. Was kann ein Herzultraschall zeigen?
  4. Was kostet ein Herzultraschall?
  5. Welche Grenzen hat die Untersuchung?

Der Herzultraschall, auch Echokardiographie genannt, ist eine bildgebende Untersuchungsmethode zur Beurteilung des Herzens bei Hunden. Dabei werden Herzgrösse, Pumpfunktion sowie die Bewegung der Herzklappen in Echtzeit dargestellt.

Die Untersuchung nutzt hochfrequente Schallwellen, die über einen Schallkopf durch die Brustwand gesendet werden. Aus den reflektierten Signalen entstehen bewegte Bilder des schlagenden Herzens. Die Echokardiographie arbeitet ohne Röntgenstrahlung und kann in den meisten Fällen ohne Narkose durchgeführt werden.

Wann wird ein Herzultraschall durchgeführt?

Ein Herzgeräusch beim Abhören des Brustkorbs gehört zu den häufigsten Gründen für eine Überweisung zur Echokardiographie. Auch Symptome wie Husten nach körperlicher Belastung, schnelle Ermüdung, Leistungsschwäche oder Atemnot können Anlass für eine Untersuchung sein.

Bei einigen Hunderassen empfehlen Tierkardiologen regelmässige Vorsorgeuntersuchungen. Dazu zählen unter anderem Dobermänner und Deutsche Doggen, da bei ihnen bestimmte Herzmuskelerkrankungen, insbesondere die dilatative Kardiomyopathie (DCM), häufiger auftreten. Diese Erkrankungen verursachen anfangs oft keine erkennbaren Beschwerden.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Für die Untersuchung liegt der Hund meist auf der Seite, während der Tierarzt oder Tierkardiologe den Schallkopf an verschiedenen Stellen der Brust ansetzt. Das Fell wird an den benötigten Bereichen geschoren, damit das Ultraschallgel direkten Kontakt zur Haut herstellen kann.

Ein Herzultraschall dauert in der Regel 30 bis 45 Minuten. Da die Untersuchung schmerzfrei ist, tolerieren die meisten Hunde sie gut. Nur in Ausnahmefällen, beispielsweise bei sehr gestressten oder unruhigen Tieren, kann eine leichte Sedierung erforderlich sein.

Was kann ein Herzultraschall zeigen?

Mithilfe der Echokardiographie lassen sich unter anderem die Dicke der Herzwände, die Grösse der Herzkammern und die Funktion der Herzklappen beurteilen. Auf diese Weise können Veränderungen des Herzmuskels sowie angeborene oder erworbene Herzerkrankungen erkannt werden.

Bestimmte Erkrankungen treten bei einzelnen Hunderassen gehäuft auf. Cavalier King Charles Spaniels entwickeln beispielsweise häufiger Veränderungen der Mitralklappe. Bei Dobermännern liegt der Schwerpunkt der Untersuchung eher auf möglichen Anzeichen einer dilatativen Kardiomyopathie.

Was kostet ein Herzultraschall?

Die Kosten für einen Herzultraschall liegen in Deutschland meist zwischen 200 und 500 Euro. In der Schweiz sind die Kosten meist noch höher, umfassende kardiologische Untersuchungen können durchaus 400 bis 800 Franken oder mehr kosten. Die genaue Höhe hängt von der Praxis, dem Umfang der Untersuchung und der Qualifikation des Untersuchers ab.

Ob die Kosten von einer Tierkrankenversicherung übernommen werden, richtet sich nach den jeweiligen Vertragsbedingungen. Vorsorgeuntersuchungen sind nicht immer eingeschlossen.

Welche Grenzen hat die Untersuchung?

Die Echokardiographie eignet sich besonders gut zur Beurteilung der Struktur und Bewegungsabläufe des Herzens. Herzrhythmusstörungen lassen sich damit jedoch nur eingeschränkt erfassen. Hierfür werden zusätzliche Untersuchungen wie ein Elektrokardiogramm (EKG) benötigt.

Auch sehr kleine Veränderungen oder bestimmte Erkrankungen können sich der Darstellung entziehen. Faktoren wie starkes Übergewicht oder eine eingeschränkte Schallübertragung durch das Gewebe können zudem die Bildqualität negativ beeinflussen.