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Deletion

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Deletion
Definition

Eine Deletion ist ein fehlender Abschnitt in der DNA deines Hundes – wie eine gelöschte Zeile in einem Textdokument.

Inhalt
  1. Was bedeutet eine Deletion für meinen Hund?
  2. Wie entstehen diese Gendefekte?
  3. Welche Krankheiten verursachen Deletionen bei Hunden?
  4. Wann sollte ich einen Gentest machen lassen?
  5. Wie läuft so ein Gentest ab?
  6. Was kann ich tun, wenn mein Hund betroffen ist?

Was bedeutet eine Deletion für meinen Hund?

Eine Deletion ist ein fehlender Abschnitt in der DNA deines Hundes – wie eine gelöschte Zeile in einem Textdokument. Das kann eine winzige Lücke sein oder ganze Absätze betreffen. Entscheidend ist: Wo diese Lücke liegt, bestimmt ob dein Hund gesund bleibt oder eine Erbkrankheit entwickelt.

Bei manchen Deletionen passiert gar nichts – der Körper gleicht das aus. Bei anderen fehlen plötzlich wichtige Informationen für lebenswichtige Funktionen. Dann entstehen Krankheiten wie die progressive Retinaatrophie, die zur Erblindung führt.

Wie entstehen diese Gendefekte?

Deletionen passieren meist zufällig während der Zellteilung – ein Kopierfehler, den jeder Organismus macht. Strahlung oder chemische Stoffe können das verstärken, aber auch ohne äußere Einflüsse treten sie auf.

Kritisch wird es, wenn die Deletion in den Geschlechtszellen liegt. Dann vererbt sich der Defekt an die Welpen weiter. Ein Grund, warum seriöse Züchter heute Gentests machen lassen.

Welche Krankheiten verursachen Deletionen bei Hunden?

Die häufigsten durch Deletionen verursachten Probleme kennst du vielleicht schon vom Namen her: Progressive Retinaatrophie lässt Hunde nach und nach erblinden. Die multifokale Retinopathie schädigt ebenfalls die Netzhaut. Beim Whippet führt eine Deletion im Muskelgen zum „Bully-Whippet-Syndrom“ – extrem muskulöse Tiere, die oft Herzprobleme entwickeln.

Manche Deletionen erhöhen auch das Krebsrisiko, weil Gene ausfallen, die normalerweise Zellwachstum kontrollieren. Das merkst du als Halter erst spät – wenn überhaupt.

Wann sollte ich einen Gentest machen lassen?

Bei Rassehunden vor der Zucht ist ein Gentest Pflicht – zumindest bei seriösen Züchtern. Als Halter brauchst du ihn normalerweise nur, wenn dein Hund Symptome zeigt oder du planst zu züchten.

Sinnvoll ist der Test auch bei Mischlingen, wenn du die Rassen kennst und weißt, dass diese für bestimmte Deletionen anfällig sind. Ein Golden Retriever-Mix sollte auf PRA getestet werden, ein Whippet-Mix auf die Muskelmutation.

Wie läuft so ein Gentest ab?

Dein Tierarzt nimmt eine Speichelprobe oder macht einen Wangenschaber – dauert zwei Minuten. Das Labor analysiert die DNA und sucht nach bekannten Deletionen. Ergebnis nach ein bis drei Wochen.

Die Kosten liegen zwischen 50 und 200 Euro, je nachdem wie viele Gene getestet werden. Viele Labore bieten Pakete für rassetypische Krankheiten an.

Was kann ich tun, wenn mein Hund betroffen ist?

Heilung gibt es für die meisten durch Deletionen verursachten Krankheiten nicht – die fehlende Information lässt sich nicht ersetzen. Aber du kannst den Verlauf oft verlangsamen oder die Lebensqualität verbessern.

Bei beginnender Erblindung durch PRA hilfst du deinem Hund, indem du die Wohnung nicht umräumst und feste Routen etablierst. Bei Muskelproblemen können spezielle Diäten und kontrollierte Bewegung helfen. Dein Tierarzt entwickelt mit dir einen individuellen Plan.