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Hartballenkrankheit

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Hartballenkrankheit
Definition

Die Hartballenkrankheit ist eine Verdickung und Verhärtung der Ballenhaut, bei der sich überschüssige Hornhaut bildet und zu schmerzhaften Rissen führt.

Inhalt
  1. Welche Hunde entwickeln eine Hartballenkrankheit?
  2. Wie erkenne ich eine Hartballenkrankheit?
  3. Was macht der Tierarzt bei der Diagnose?
  4. Welche Behandlung hilft wirklich?
  5. Kann ich einer Hartballenkrankheit vorbeugen?

Die Hartballenkrankheit ist eine Verdickung und Verhärtung der Ballenhaut, bei der sich überschüssige Hornhaut bildet und zu schmerzhaften Rissen führt. Bei betroffenen Hunden wächst die äussere Hautschicht schneller nach, als sie sich natürlich abnutzt.

Welche Hunde entwickeln eine Hartballenkrankheit?

Bestimmte Rassen sind genetisch prädisponiert: Irish Terrier, Kerry Blue Terrier und Bordeaux Doggen entwickeln die Krankheit häufiger als andere. Bei diesen Rassen tritt sie oft schon im ersten Lebensjahr auf.

Hormonelle Störungen verstärken das Problem. Eine Schilddrüsenunterfunktion verlangsamt den normalen Hautstoffwechsel – die Hornschicht baut sich nicht mehr richtig ab. Das erklärt, warum ältere Hunde mit Stoffwechselproblemen plötzlich dicke Ballen entwickeln.

Wie erkenne ich eine Hartballenkrankheit?

Die Ballen fühlen sich an wie Leder – deutlich dicker und härter als normal. Du siehst tiefe Risse, die manchmal bluten. Dein Hund lahmt oder läuft anders, weil jeder Schritt auf hartem Untergrund schmerzt.

Die Verdickung beginnt meist an den Hauptlastballen der Hinterpfoten. Von dort breitet sie sich auf die Vorderpfoten aus. Im fortgeschrittenen Stadium platzt die Haut wie alte Farbe ab.

Was macht der Tierarzt bei der Diagnose?

Die Diagnose erfolgt durch Anschauen und Abtasten – die charakteristische Verdickung ist eindeutig. Eine Hautbiopsie wird nur benötigt, wenn andere Hautkrankheiten ausgeschlossen werden müssen.

Dein Tierarzt prüft zusätzlich die Schilddrüsenwerte. Bei etwa 30 Prozent der betroffenen Hunde liegt eine Hypothyreose vor, die mitbehandelt werden muss.

Welche Behandlung hilft wirklich?

Urea-haltige Cremes mit 10–40 Prozent Harnstoff weichen die verhärtete Haut auf. Bewährt haben sich Excipial U Lipolotio oder Linola Urea. Trage sie zweimal täglich dünn auf die betroffenen Stellen auf.

Bei tiefen Rissen kann Bepanthen Wund- und Heilsalbe entzündungshemmend wirken. Hundeschuhe schützen während der Heilung – aber nur für kurze Spaziergänge, da sich sonst Feuchtigkeit staut.

Eine zugrundeliegende Schilddrüsenunterfunktion wird mit L-Thyroxin behandelt. Dann normalisiert sich oft auch die Ballenhaut wieder.

Kann ich einer Hartballenkrankheit vorbeugen?

Bei genetisch veranlagten Rassen lässt sich die Krankheit nicht verhindern, aber abmildern. Regelmässiges Eincremen mit Pfotenbalsam hält die Haut geschmeidig – am besten täglich nach dem letzten Spaziergang.

Im Winter und bei extremer Trockenheit intensivierst du die Pflege. Salz auf den Gehwegen greift die ohnehin anfällige Haut zusätzlich an.