Welttiertag 2026: Alte Tierartikel spenden und Tierheimen helfen
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Der Welttiertag 2026 steht am 4. Oktober an. Er soll daran erinnern, dass Tiere Schutz, Respekt und eine artgerechte Versorgung brauchen. Für viele Menschen ist der Tag auch ein Anlass, ganz konkret etwas für Tiere in Not zu tun.
Eine Möglichkeit gibt es in diesem Jahr direkt vor der Haustür: QUALIPET sammelt vom 22. September bis zum 4. Oktober 2026 alte und nicht mehr benötigte Haustierartikel für Schweizer Tierheime. Statt gut erhaltenes Zubehör wegzuwerfen, kannst Du es dort abgeben und damit Tieren helfen, die es noch brauchen können.
Auch wer keine passenden Sachspenden zu Hause hat, kann sich rund um den Welttiertag 2026 engagieren. QUALIPET unterstützt zusätzlich die Tierhilfe Hoffnung und damit die Smeura in Rumänien. Das Tierheim gilt als das grösste der Welt und versorgt Tausende Hunde und Katzen.
Spenden statt wegwerfen: Qualipet sammelt für Schweizer Tierheime
Manchmal stehen sie jahrelang im Keller oder liegen irgendwo in einer Kiste: das alte Hundebett, der zu klein gewordene Transportkorb oder die Leine, die durch ein anderes Modell ersetzt wurde. Für den eigenen Hund werden solche Dinge vielleicht nicht mehr gebraucht. Für ein Tierheim können sie aber weiterhin nützlich sein.
Genau hier setzt die diesjährige Spendenaktion von QUALIPET zum Welttiertag an. Vom 22. September bis 4. Oktober 2026 können in den QUALIPET-Filialen alte oder nicht mehr verwendete Haustierprodukte abgegeben werden. Die gesammelten Sachspenden sind für Schweizer Tierheime bestimmt.
Gesammelt werden unter anderem Hundebetten, Transportkörbe, Näpfe, Leinen und Spielzeug. Auch Zubehör für andere Haustiere kann gespendet werden.
QUALIPET bereitet die eingegangenen Sachen gemeinsam mit den Logistikpartnern Businesscom und Planzer auf und liefert sie kostenlos an angemeldete Tierheime aus.
Damit wird aus etwas, das bei Dir vielleicht nur noch Platz wegnimmt, im besten Fall etwas, das ein Tierheim tatsächlich gebrauchen kann. Gerade bei Tierheimen fallen laufend Kosten für die Versorgung und Unterbringung der Tiere an. Gut erhaltenes Zubehör ist deshalb eine praktische Unterstützung.
Die Sachspenden können während des Aktionszeitraums in den 88 QUALIPET-Filialen abgegeben werden.
Was darf gespendet werden?
Bei Sachspenden gilt: Nicht alles, was im eigenen Haushalt nicht mehr gebraucht wird, ist automatisch für ein Tierheim geeignet. Die gespendeten Produkte sollten noch brauchbar, möglichst geruchslos und tiergerecht sein.
Für Hunde kommen beispielsweise folgende Dinge infrage:
- Hundebetten und andere Liegeplätze
- Transportboxen und Transportkörbe
- Näpfe
- Leinen
- Spielzeug
- weiteres gut erhaltenes Haustierzubehör
Auch Futter kann gespendet werden. Dabei gelten besondere Bedingungen: Die Packung muss ungeöffnet sein und das Futter muss zum Zeitpunkt der Spende noch mindestens einen Monat haltbar sein.
QUALIPET weist ausdrücklich darauf hin, dass die Mitarbeitenden die Sachspenden bei der Abgabe nicht prüfen. Deshalb liegt es bei Dir, vorher genau hinzusehen.
Ist ein Bett stark verschmutzt, eine Leine beschädigt oder ein Spielzeug nicht mehr sicher, gehört es nicht in die Spende. Was Du einem fremden Tier nicht mehr guten Gewissens geben würdest, solltest Du auch nicht als Sachspende abgeben.
Auch bei der Grösse gibt es eine Grenze: Gegenstände, die das Mass einer Palette von 120 × 80 cm überschreiten, können aus logistischen Gründen nicht angenommen werden.
Die wichtigste Frage vor dem Gang zur Filiale lautet deshalb eigentlich ganz einfach: Ist der Gegenstand noch so gut erhalten, dass ein Tier ihn sicher und sinnvoll nutzen kann? Wenn Du diese Frage mit gutem Gewissen mit Ja beantworten kannst, könnte Deine alte Tierausstattung beim Welttiertag 2026 vielleicht noch jemand anderem zugutekommen.
Wohin gehen die Qualipet-Spenden zum Welttiertag 2026?
Die gesammelten Sachspenden bleiben nicht bei QUALIPET, sondern sind für Schweizer Tierheime bestimmt. Die gespendeten Artikel werden aufbereitet und anschliessend kostenlos an die angemeldeten Tierheime ausgeliefert.
Damit kommen die Spenden dorthin, wo sie gebraucht werden: zu Tieren, die in Schweizer Tierheimen auf ein neues Zuhause warten und während dieser Zeit versorgt und untergebracht werden müssen.
Doch nicht jeder hat zu Hause noch brauchbares Tierzubehör abzugeben. Deshalb gibt es rund um den Welttiertag 2026 noch eine weitere Möglichkeit, Tiere zu unterstützen: QUALIPET sammelt zusätzlich Geldspenden für die Tierhilfe Hoffnung und damit für die Smeura in Rumänien. Nach Angaben von QUALIPET werden die Geldspenden vollständig an das Tierheim weitergeleitet.
Die Smeura in Rumänien: Das grösste Tierheim der Welt
Die Smeura liegt bei Pitești in Rumänien, rund 120 Kilometer von Bukarest entfernt. Das Gelände umfasst rund fünf Hektar und war ursprünglich eine Fuchsfarm. Im Jahr 2005 konnte die Tierhilfe Hoffnung das Grundstück erwerben und dort ihr Tierheim aufbauen.
Heute leben dort mehr als 6’000 Hunde und rund 200 bis 450 Katzen. Die Tierhilfe Hoffnung bezeichnet die Smeura als das grösste Tierheim der Welt. Nach Angaben des Vereins wurde dieser Titel bereits im Zusammenhang mit dem Guinness-Buch der Rekorde geführt.
Die Dimensionen sind kaum mit einem gewöhnlichen Tierheim vergleichbar. Allein für die mehr als 6’000 Hunde und 450 Katzen werden täglich rund 2,8 Tonnen Futter benötigt. Hinzu kommen die medizinische Versorgung der Tiere und umfangreiche Kastrationsprojekte. Allein im Jahr 2025 wurden fast 38’000 Tiere kastriert.
Warum die Smeura mehr als ein Tierheim ist
Die Arbeit der Tierhilfe Hoffnung beschränkt sich nicht darauf, gerettete Tiere aufzunehmen und zu versorgen. Die Organisation kümmert sich um ausgesetzte, verletzte, kranke und misshandelte Hunde, behandelt sie medizinisch und kastriert sie. Gleichzeitig führt sie Kastrationsprojekte ausserhalb der Smeura durch, um die unkontrollierte Vermehrung von Strassenhunden einzudämmen. Hinzu kommen Aufklärungs- und Bildungsprojekte sowie die Vermittlung von Hunden über Partnervereine und Tierheime.
Für Hunde, die aufgrund ihrer Vorgeschichte nicht mehr in ein normales Zuhause vermittelt werden können, gibt es zudem ein eigenes Waldrefugium. Dort sollen besonders schutzbedürftige Tiere dauerhaft einen gesicherten Lebensraum mit Freilauf bekommen.
Die Smeura ist damit gleichzeitig Auffangstation, medizinische Versorgungsstelle, Kastrationszentrum und Ausgangspunkt für weitere Tierschutzarbeit.
Gerade dieser Ansatz macht sie für den Welttiertag 2026 zu einem Beispiel dafür, dass Tierschutz nicht erst bei der Rettung eines einzelnen Tieres beginnt. Wer verhindert, dass weitere Tiere ungewollt geboren werden und später auf der Strasse landen, setzt bereits an einer der Ursachen des Problems an.
Echte Tierhilfe kann ganz einfach einfangen
Der Welttiertag 2026 muss kein Anlass für eine grosse Geste sein. Manchmal beginnt Tierschutz ganz unspektakulär mit einem Blick in den Keller oder in den Schrank.
Vielleicht steht dort noch ein gut erhaltenes Hundebett, eine Transportbox oder eine Leine, die Dein Hund nicht mehr braucht. Was für Dich ausgedient hat, kann für ein Tierheim noch wertvoll sein. Bevor solche Dinge im Abfall landen oder ewig weiter auf dem Dachboden verstauben, lohnt sich die Frage, ob ein anderes Tier sie noch gebrauchen kann.
Wer nichts zu spenden hat, kann trotzdem helfen. Die Arbeit von Tierheimen und Tierschutzorganisationen ist auf Unterstützung angewiesen, damit Tiere versorgt, medizinisch behandelt und geschützt werden können.
Zum Welttiertag geht es letztlich um genau das: Tiere nicht nur an einem bestimmten Tag wertzuschätzen, sondern ihnen dort zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird.
Manchmal mit einer Geldspende und manchmal einfach dadurch, dass wir Dinge weitergeben, die für ein anderes Tier noch einen Nutzen haben.
Quellen, Links und weiterführende Informationen
Qualipet – Informationen zum Welttiertag und der Spendenaktion
Pressemitteilung Deutscher Tierschutzbund: Success in Romania „Authorities want to strengthen mandatory castration for dogs and cats in pilot project“
Tierhilfe Hoffnung – Die Smeura Die Smeura in Pitești, Rumänien, wird von der Tierhilfe Hoffnung – Hilfe für Tiere in Not e.V. betrieben. Der Verein bezeichnet sie aktuell als „das grösste Tierheim der Welt“ und nennt mehr als 6’000 Hunde sowie 200 bis 450 Katzen.
Tierhilfe Hoffnung – Sammelstellen Die Smeura nennt entsprechende Grössenordnungen: Die aktuell rund 6’000 Hunde und etwa 250 Katzen benötigen etwa 2,8 Tonnen Futter pro Tag.