Stoppt den illegalen Welpenhandel: Neues Gesetz schreibt Tollwutimpfung vor
Neue Tollwutimpfung-Pflicht macht Import von Welpen unter 15 Wochen illegal. So erkennst du seriöse Züchter und schützt dich vor Welpenhändlern.
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Neue Tollwutimpfpflicht für Welpen-Import nach Österreich
Das österreichische Welpenhandelsgesetz schreibt eine Tollwutimpfung vor Import vor. Welpen können frühestens mit zwölf Wochen geimpft werden. Drei weitere Wochen dauert der Impfschutz-Aufbau – erst mit 15 Wochen dürfen sie legal nach Österreich.
Diese Regelung macht den Import von 8-Wochen-Welpen unmöglich. Vorher reichte eine Bescheinigung, dass der Welpe keinen Kontakt zu „wildlebenden Tieren“ hatte.
Aktuelle Rechtslage für Züchter in der EU
Das EU-Tiergesundheitsgesetz von 2021 verpflichtet Züchter zur nationalen Registrierung. Ein Haken bleibt: Die Daten werden nicht zwischen Ländern ausgetauscht.
Lokale Kontrollen funktionieren besser. Bei Online-Verkäufen oder grenzüberschreitenden Transporten entstehen weiterhin Lücken. Betrüger nutzen diese gezielt.
Seriöse Welpen-Angebote erkennen
Seriöse Züchter zeigen die Mutter. Sie ermöglichen mehrfache Besuche vor dem Kauf. Käufer erhalten Impfpass, Stammbaum und detaillierte Gesundheitsnachweise.
Verdächtige Anzeichen: Welpen unter 12 Wochen im Angebot. Treffpunkt auf Parkplätzen oder Raststätten. Mehrere Würfe verschiedener Rassen gleichzeitig verfügbar. Keine Besichtigung der Zuchtstätte möglich.
Finger weg von Schnäppchenpreisen. Gesunde Rassewelpen kosten selten unter 800 Euro. Billige Welpen werden später durch Tierarztkosten teuer.
Forderungen der Tierschutzorganisationen
„Vier Pfoten“ und andere Organisationen fordern transparentere Online-Märkte. Aktuell gibt es keine Pflicht-Angaben zu Alter, Muttertier oder Impfstatus bei Inseraten.
Ein EU-weites Haustierregister würde jeden Welpen von Geburt bis Verkauf nachverfolgbar machen. Züchter müssten sich ab dem ersten Tier registrieren lassen.
Das wäre der wirksamste Hebel gegen illegale Welpenhändler. Derzeit operieren sie in rechtlichen Grauzonen.
Welpenkauf: Darauf solltest du achten
Besuche die Zuchtstätte persönlich – mindestens zweimal vor dem Kauf. Lass dir Gesundheitszeugnisse der Elterntiere zeigen. Ein seriöser Züchter stellt Fragen zu deiner Erfahrung und Lebenssituation.
Hole dir Referenzen von früheren Käufern. Prüfe die Vereinszugehörigkeit des Züchters. Zahle nie per Vorkasse an unbekannte Verkäufer.
Bei Zweifeln: Finger weg. Lieber länger suchen als einen kranken Welpen aus Mitleid kaufen – das finanziert nur das nächste Leid.
Häufige Fragen zum Welpenkauf
Ist der Welpenkauf aus dem Ausland grundsätzlich illegal?
Nein. Seriöse Züchter im EU-Ausland verkaufen legal – wenn alle Impf- und Transportbestimmungen eingehalten werden. Das Problem sind die schwarzen Schafe ohne ordentliche Papiere.
Ab welchem Alter dürfen Welpen von der Mutter getrennt werden?
Frühestens mit acht Wochen – besser sind zehn bis zwölf Wochen. Welpen lernen in dieser Zeit entscheidende Sozialverhalten von Mutter und Geschwistern.
Was kostet ein Welpe vom seriösen Züchter?
Rassewelpen kosten zwischen 800 und 2500 Euro, je nach Rasse und Zuchtstätte. Mischlingswelpen aus dem Tierschutz gibt es ab 200-400 Euro Schutzgebühr.