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Nussbaumersee: Ein Naturparadies im Thurgau

Der Nussbaumersee im Thurgau ist einer der wenigen Schweizer Seen, wo Hunde an ausgewiesenen Stellen schwimmen dürfen. Leinenpflicht gilt überall, aber die hundefreundlichen Wanderwege und kostenlosen Parkplätze machen ihn zum beliebten Ausflugsziel.

4 Min Lesezeit
Nussbaumersee: Ein Naturparadies im Thurgau
Inhalt
  1. Darf mein Hund im Nussbaumersee schwimmen?
  2. Welche Leinenpflicht gilt am Nussbaumersee?
  3. Welche Wanderwege eignen sich mit Hund?
  4. Was muss ich bei einem Picknick mit Hund beachten?
  5. Gibt es Alternativen, wenn mein Hund nicht an der Leine läuft?

Der Nussbaumersee im Kanton Thurgau zieht Hundehalter aus der ganzen Region an. Das liegt nicht nur an der geschützten Natur des Seebachtals, sondern auch daran, dass Hunde hier unter bestimmten Bedingungen ins Wasser dürfen – eine Seltenheit in Schweizer Naturschutzgebieten.

Der See liegt in der Gemeinde Hüttwilen und ist Teil eines Schutzgebiets mit drei Gewässern: dem Nussbaumersee (auch Hüttwilersee), dem Hasensee und kleineren Teichen. Die Wege sind gut ausgebaut, die Parkplätze kostenfrei und gross genug für Ausflüge mit Hund und Familie.

Darf mein Hund im Nussbaumersee schwimmen?

Ja, aber nur an zwei ausgewiesenen Stellen am Südufer. Dort ist das Baden für Hunde von Mai bis September zwischen 6 und 20 Uhr erlaubt. Die Badestellen sind mit grünen Schildern „Hundebereich“ markiert und haben flache Uferzugänge – ideal für wasserscheue Vierbeiner zum Gewöhnen.

Ausserhalb dieser Bereiche ist das Schwimmen verboten, da hier Wasservögel brüten und seltene Amphibien laichen. Die Ranger kontrollieren regelmässig und verhängen Bussgelder ab 200 Franken.

Welche Leinenpflicht gilt am Nussbaumersee?

Auf allen Wegen und Liegewiesen gilt ganzjährig Leinenpflicht. Nur in den beiden Hundebadebereichen darf dein Hund frei schwimmen – vorausgesetzt, er kommt zuverlässig zurück, wenn andere Hunde oder Menschen in der Nähe sind.

Von März bis Juli wird die Leinenpflicht besonders konsequent durchgesetzt, da Bodenbrüter wie Kiebitze und Bekassinen ihre Nester in den Uferbereichen haben. Ein freilaufender Hund kann eine komplette Brut zerstören, ohne dass du es bemerkst.

Welche Wanderwege eignen sich mit Hund?

Der klassische Rundweg um den See dauert 1,5 Stunden und ist komplett hundetauglich – breite Wege, keine steilen Abschnitte, vier Trinkstellen für Hunde. Start und Ziel ist der grosse Parkplatz bei der Bushaltestelle „Seebachtal“.

Anspruchsvoller ist die Route zum Hasensee (zusätzliche 45 Minuten). Sie führt durch dichten Wald mit Wurzelpassagen – nichts für kurzbeinige Rassen oder alte Hunde. Dafür siehst du dort oft Rehe und Füchse, was jagdlich motivierte Hunde stark beschäftigt.

Meide die schmalen Pfade am Ostufer. Sie sind für Mountainbiker freigegeben, und Begegnungen auf 80 cm breiten Wegen sind mit Hund problematisch.

Was muss ich bei einem Picknick mit Hund beachten?

Die grossen Liegewiesen am Nordufer sind hundefreundlich, aber die Leinenpflicht gilt auch hier. Es bestehen drei Grillstellen – alle mit Hundekot-Stationen im 50-Meter-Radius.

Pack genug Wasser für deinen Hund ein. Das Seewasser ist zwar sauber, aber durch Blaualgen im Hochsommer manchmal problematisch. Die Gemeinde hängt dann Warntafeln auf, die auch für Hunde gelten.

Essensreste gehören in die Müllcontainer am Parkplatz, nicht in den See. Die Kanadagänse werden sonst aggressiv und greifen kleine Hunde an – ein unterschätztes Risiko.

Gibt es Alternativen, wenn mein Hund nicht an der Leine läuft?

Der eingezäunte Hundeauslauf in Frauenfeld liegt 15 Autominuten entfernt und hat einen kleinen Teich zum Planschen. Für längere Wanderungen ohne Leine eignet sich der Waldlehrpfad bei Mammern – dort sind Hunde ausserhalb der Brutzeit (August bis Februar) freilauf-berechtigt.

Im Winter, wenn der Nussbaumersee teilweise zufriert, bietet der nahe Rheinuferweg bei Stein am Rhein eine gute Alternative. Die Wege sind breiter, Wildtierbegegnungen seltener, und er ist ganzjährig zugänglich.

Kann ich am Nussbaumersee angeln, wenn mein Hund dabei ist?

Ja, mit gültigem Thurgauer Angelschein. Angeln mit Hund ist an drei ausgewiesenen Stellen erlaubt, aber dein Vierbeiner muss angeleint bleiben und darf die Angler nicht stören.

Wie erreiche ich den See mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Bus 833 ab Frauenfeld Bahnhof bis „Seebachtal“ (35 Minuten). Hunde fahren zum halben Preis mit, müssen aber angeleint und bei Andrang mit Maulkorb gesichert sein.

Gibt es Tierärzte in der Nähe für Notfälle?

Die nächste Tierarztpraxis ist die Kleintierpraxis Hüttwilen, 5 Autominuten vom See entfernt. Notdienst am Wochenende über die Tierklinik Frauenfeld (Tel. 052 721 17 17).

Welche Jahreszeit eignet sich am besten für einen Besuch mit Hund?

September bis November ist optimal: weniger Besucher, das Badeverbot für Hunde ist aufgehoben (ab Oktober auch ausserhalb der markierten Bereiche), und die Herbstfarben leuchten. Im Hochsommer wird es zu voll, und die Leinenpflicht ist für bewegungsfreudige Hunde anstrengend.

Was kostet ein Besuch am Nussbaumersee mit Hund?

Parken ist kostenlos, einen Eintritt gibt es nicht. Wer mit dem Hund ausserhalb der erlaubten Bereiche badet oder die Leinenpflicht ignoriert, zahlt 200 Franken Busse – die Ranger sind konsequent.

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