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Langzeitstudie zeigt, dass Kinder mit Hunden sich mehr bewegen

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Langzeitstudie zeigt, dass Kinder mit Hunden sich mehr bewegen
Inhalt
  1. Studie über Bewegungsverhalten von Kindern mit Hunden
  2. Langzeitstudie liefert neue Einblicke

Kinder mit Hunden verbringen mehr Zeit in Bewegung. Eine neue Langzeitstudie aus Australien liefert erstmals verlässliche Daten über diese Zusammenhänge: Mädchen, die einen Hund bekommen, bewegen sich täglich bis zu 52 Minuten mehr.

Studie über Bewegungsverhalten von Kindern mit Hunden

Ein Team der University of Western Australia nutzte Daten aus der Kohortenstudie „Spielräume und Umgebungen für die körperliche Aktivität von Kindern“ (PLAYCE), um die langfristigen Auswirkungen des Hundebesitzes auf das Bewegungsverhalten von Kindern zu untersuchen.

Die Hundebesitzer wurden in vier Gruppen unterteilt: fortlaufende Nicht-Hundebesitzer, fortlaufende Hundebesitzer, Hundezugewinn und Hundeverlust.

Tägliche Bewegungsverhaltensweisen – körperliche Aktivität, sitzende Zeit, Schlaf und Bildschirmzeit – wurden mithilfe von Beschleunigungsmessern und Elternfragebögen gemessen. Unterschiede zwischen den Gruppen im Laufe der Zeit und nach Geschlecht wurden mithilfe von linearen gemischten Effekten-Regressionsmodellen getestet.

Kinder mit Hunden bewegen sich öfter, vor allem Mädchen

Die Studie zeigt konkrete Unterschiede im Bewegungsverhalten:

  • Mädchen, die einen Hund bekamen, erhöhten ihre Aktivitäten und Spiele mit geringer Intensität um 52,0 Minuten/Tag im Vergleich zu Nicht-Hundebesitzern.
  • Mädchen, die im Zeitraum der Studie einen Hund verloren, verringerten ihre Aktivitäten und Spiele um 62,1 Minuten/Tag.
  • Mädchen, die einen Hund verloren, verringerten ihre Gesamtkörperliche Aktivität um 46,3 Minuten/Tag im Vergleich zu Nicht-Hundebesitzern.
  • Mädchen und Jungen, die einen Hund bekamen, steigerten ihre unstrukturierte körperliche Aktivität (spontane Aktivitäten ohne organisierten Sport) um 6,8 bzw. 7,1 Gelegenheiten/Woche im Vergleich zu Nicht-Hundebesitzern.
  • Mädchen und Jungen, die einen Hund verloren, reduzierten diese körperliche Aktivität um 10,2 bzw. 7,7 Gelegenheiten/Woche.

Kaum Veränderungen im Schlafverhalten oder bei der Bildschirmzeit

Die Gruppe kontinuierlicher Hundehalter zeigte im Vergleich keine merklichen Veränderungen beim Schlaf, obwohl mehr Bewegung zu besserer Schlafqualität führen könnte.

Die Ergebnisse zur Bildschirmzeit sind ebenfalls nicht eindeutig. Kinder mit Hunden verbringen nicht messbar weniger Zeit vor dem Bildschirm als Kinder ohne Hunde.

Langzeitstudie liefert neue Einblicke

Die Studie belegt, dass Kinder mit Hunden aktiver sind und mehr Zeit in Bewegung verbringen. Besonders bei Mädchen zeigt sich ein deutlicher Effekt: Der Zugewinn oder Verlust eines Hundes verändert die tägliche Bewegungszeit um über 50 Minuten.

Die Daten liefern einen Beleg für die Rolle von Hunden in der kindlichen Entwicklung und zeigen messbare Effekte auf das Bewegungsverhalten.

Quellen und weitere Links zum Thema