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Dilute Gen beim Hund: Gesundheitsrisiko für exotische Fellfarben

2 Min Lesezeit
Dilute Gen beim Hund: Gesundheitsrisiko für exotische Fellfarben
Inhalt
  1. Das Dilute-Gen bei Hunden: Eine Definition
  2. Farb-Gen mit einer Reihe eigenständiger Krankheiten
  3. Dilute-Gen-Kreuzung in Hundezucht teilweise verboten

Hunde mit bläulicher oder silberner Fellfärbung sind durch gezielte Zucht entstanden. Ursache ist das Dilute-Gen, eine Mutation mit dokumentierten Gesundheitsrisiken. Dieser Beitrag erklärt, was das Dilute-Gen ist und welche Krankheiten damit verbunden sein können.

Das Dilute-Gen bei Hunden: Eine Definition

Das Wort „dilute“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „verdünnen“. Es handelt sich um eine Mutation, bei der die natürlichen Farbpigmente des Fells durch gezielte Züchtung verdünnt werden. Dadurch entstehen insgesamt hellere Färbungen mit Ausprägungen hin zu Silber und Blau.

Farb-Gen mit einer Reihe eigenständiger Krankheiten

Kurz nach Einführung des Dilute-Gens in der Hundezucht traten die ersten Krankheitsbilder auf und erhielten später eigene Namen. Allem voran gibt es die Color Dilution Alopecia. Danach folgen rassenspezifische Krankheiten wie das Blue Dobermann Syndrom. Gemeinsam ist diesen Krankheiten, dass die besondere Fellfärbung Auslöser für teils schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen ist.

Color Dilution Alopecia

Diese Krankheit, hervorgerufen durch das Dilute-Gen bei Hunden, bezeichnet man in der deutschen Sprache auch als Farbmutantenalopezie. Zu den Symptomen gehören:

  • chronischer Juckreiz
  • Haarausfall (Fellverlust) und entsprechend kahle Stellen
  • Bildung von Hautekzemen
  • allgemein schlechtere Wundheilung
  • Verhaltensstörungen durch chronischen Juckreiz (z.B. Unruhe, Hyperaktivität, Aggressivität)

Blue Dobermann Syndrom

Diese Krankheit tritt bei Dobermännern mit dem Dilute-Gen auf. Diese Hunde haben entgegen ihrer natürlichen Farbe einen deutlichen „Blaustich“. Zu den Symptomen gehören:

  • chronisch trockene Haut und Schuppenbildung
  • Haarausfall (Fellverlust), kahle Stellen
  • sog. Hunde-Akne
  • sekundäre Hautinfektionen
  • Verhaltensstörungen durch vorgenannte Symptome

Dilute-Gen-Kreuzung in Hundezucht teilweise verboten

Nicht jeder Hund mit dem Dilute-Gen entwickelt zwangsläufig eine zugehörige Krankheit. Das ist vermutlich der Grund, aus dem in der Hundezucht das gezielte Implantieren des Dilute-Gens noch genutzt wird.

Die Zucht vom Dobermann in der Farbe Blau fällt allerdings offiziell unter das Qualzucht-Verbot innerhalb des Tierschutzgesetzes. Auch die FCI (Fédération Cynologique Internationale) erkennt Hunderassen mit widernatürlicher Fellfärbung nicht an.

Darüber hinaus existieren Hunderassen mit einem natürlichen Dilute-Gen. Bei diesen hat das Gen keinerlei negative Auswirkungen. Die Kreuzung mit einer anderen Rasse innerhalb der Zucht kann jedoch wiederum fatale Folgen auf die Gesundheit der Welpen haben.

Seriöse Züchter meiden das Dilute-Gen

Hundezüchter, die auf das tierische Wohl bedacht sind, führen gewissenhafte DNA-Tests durch, ehe sie Kreuzungen in Erwägung ziehen.

Für verantwortungsbewusste Hundehalter gilt bei der Anschaffung eines Hundes: Die Tiergesundheit sollte Vorrang vor dem äusseren Erscheinungsbild haben. Im Falle des Dilute-Gens bei Hunden kann die Gesundheit direkt von der Fellfarbe abhängen.