Böllerverbot: Forderungen, Petitionen und der aktuelle Stand
Die Debatte um ein Verbot von privatem Feuerwerk hat in Deutschland und der Schweiz an Gewicht gewonnen. Verschiedene Organisationen und eine breite Öffentlichkeit setzen sich für ein solches Verbot ein, um Mensch, Tier und Umwelt zu schützen.
Aktuelle Entwicklungen in Deutschland
Petitionen und öffentliche Meinung
Anfang Januar 2025 überreichte ein Bündnis aus 35 Organisationen, darunter die Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP), die Deutsche Umwelthilfe und PETA Deutschland, rund zwei Millionen Unterschriften für ein Verbot von privatem Feuerwerk an das Bundesinnenministerium.
Eine von PETA Deutschland in Auftrag gegebene repräsentative INSA-Umfrage ergab, dass 58 Prozent der Deutschen ein generelles Verbot von privatem Feuerwerk an Silvester befürworten. Besonders Frauen (64 Prozent) und Anhänger der Grünen (74 Prozent) sprechen sich für ein Verbot aus.
Reaktionen der Politik
Trotz der breiten Unterstützung lehnt Bundesinnenministerin Nancy Faeser ein generelles Böllerverbot bislang ab. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz äusserte sich skeptisch. Der öffentliche Druck wächst dennoch, die Forderungen aus der Bevölkerung werden lauter.
Situation in der Schweiz
In der Schweiz wurde die Volksinitiative „Für eine Einschränkung von Feuerwerk“ am 3. November 2023 mit 137’193 gültigen Unterschriften eingereicht. Der Bundesrat empfahl am 24. Januar 2024 die Ablehnung der Initiative ohne Gegenvorschlag mit der Begründung, dass Kantone und Gemeinden bereits die notwendigen Rechtsgrundlagen hätten, um Feuerwerke einzuschränken. Aktuell befasst sich das eidgenössische Parlament mit der Initiative.
Einige Schweizer Gemeinden haben bereits eigenständig Massnahmen ergriffen. So hat beispielsweise die Gemeinde Laax das Abbrennen von Feuerwerk an Nationalfeiertagen und Silvester vollständig untersagt.
Appell an die Politik
Ein generelles Verbot von privatem Feuerwerk würde die Sicherheit erhöhen, die Umweltbelastung senken und Tieren unnötigen Stress ersparen. Die Bevölkerung hat das in Umfragen und Petitionen klar signalisiert.
Wir von rundum.dog unterstützen die Feuerwerksinitiative von Anfang an und fordern die Verantwortlichen auf, Tier- und Umweltschutz endlich Vorrang zu geben.