Hintergrund zur Region
Lausanne liegt auf mehreren Hügeln direkt am Genfersee — und wer mit Hund hier lebt oder zu Besuch kommt, spürt das bei jedem Spaziergang. Die Stadt wechselt zwischen alten Kopfsteinpflastergassen der Altstadt, baumgesäumten Boulevards und offenen Uferwegen, die sich in Richtung Ouchy am Wasser entlangziehen. Höhenunterschiede von über 200 Metern zwischen dem Seeufer und den nördlichen Quartieren sorgen dafür, dass du und dein Hund täglich echte Bewegung bekommt — ob ihr wollt oder nicht.
Die Stadt zählt zu den grössten der Westschweiz und ist gleichzeitig Universitätsstadt, Olympia-Hauptstadt und Kulturzentrum. Das Nebeneinander von belebten Plätzen, ruhigen Wohnquartieren und dem nahen Weinbaugebiet der Lavaux-Terrassen macht Lausanne für Hundehaltende ausgesprochen abwechslungsreich. Auf rundum.dog findest du aktuell über zehn Ausflugsziele in und um Lausanne, die von der Community gelistet und bewertet wurden — ein guter Startpunkt für deine Erkundung.
Lausanne ist keine klassische Hundeidylle mit riesigen Freilaufflächen mitten im Zentrum, aber die Stadt bietet erstaunlich viel, wenn du weisst, wo du suchst. Weinberge, Seeufer, Stadtparks und nahe Wälder liegen teils in Gehweite, teils wenige Busminuten entfernt. Wer die Regeln kennt und die Jahreszeiten respektiert, erlebt Lausanne als eine der hundfreundlichsten Städte der Romandie.
Tagesausflüge mit Hund in Lausanne
Der Genfersee glitzert unten, die Weinberge steigen hinter dir auf — Lausanne ist umgeben von Landschaften, die jede Runde zu einem kleinen Erlebnis machen. Die folgenden Orte und Wege lohnen sich besonders, wenn du mit deinem Hund die Region erkunden möchtest.
Uferpromenade Ouchy und das Seeufer
Das Quartier Ouchy ist Lausannes Tor zum Genfersee. Die breite Uferpromenade führt zwischen altem Baumbestand, Parkanlagen und dem Wasser entlang — und zieht täglich Spaziergänger, Jogger und Hundehalter gleichermassen an. Von Ouchy aus erreichst du Richtung Westen die Promenade de Bellerive mit ihren Grünflächen, die mehr Platz zum Ausweichen bieten als das zentrale Ufer. Das Seeufer gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen der ganzen Region, deshalb ist es an schönen Wochenenden entsprechend belebt — plane ruhigere Zeiten ein, wenn dein Hund Trubel nicht liebt. Prüfe Leinenpflicht und Zugangsregeln direkt vor Ort oder auf der Website der Stadt, da diese je nach Bereich und Saison variieren können.
Entlang des Seeufers finden sich mehrere kleine Parks und Spielwiesen, auf denen Hunde je nach Beschilderung erlaubt sind oder nicht. Besonders schön ist die Strecke Richtung Pully, der direkt angrenzenden Nachbargemeinde — der Weg folgt dem Seeufer und lässt sich gut zu einem längeren Spaziergang kombinieren. Im Sommer solltest du darauf achten, dass dein Hund keinen direkten Zugang zu offiziellen Badestränden hat, da dort in der Regel ein Hundeverbot gilt. Mehr Informationen zu den aktuellen Regelungen findest du auf lausanne.ch.
Das UNESCO-Welterbe Lavaux — Weintetrassen über dem See
Kaum zwanzig Autominuten östlich von Lausanne beginnt das Lavaux, ein UNESCO-Welterbe aus mittelalterlichen Weinterrassen direkt über dem Genfersee. Die Wanderwege zwischen den Rebstöcken sind gut ausgeschildert, bieten atemberaubende Ausblicke und führen durch Dörfer wie Lutry, Rivaz und Grandvaux. Für Hunde ist das offene Gelände verlockend, aber Vorsicht: In den Rebbergen gilt Leinenpflicht, und während der Vegetationsperiode solltest du deinen Hund eng bei dir führen, um die Weinreben nicht zu beschädigen. Die Wege können im Sommer sehr heiss werden, da die Steinmauern die Wärme speichern — bringe ausreichend Wasser mit.
Das Lavaux eignet sich hervorragend für Halbtages- oder Ganztagestouren. Der klassische Weg von Lutry nach St-Saphorin ist gut machbar und bietet mehrere Rastmöglichkeiten in Weinbauernrestaurants — ob Hunde auf den Terrassen willkommen sind, erfährst du am besten direkt beim jeweiligen Betrieb. Die Weinstrassen verlaufen meist auf guten Wegen und sind auch für kleine oder ältere Hunde geeignet, wenn du die Länge anpasst. Aktuelle Informationen zur Region findest du bei Lavaux Patrimoine mondial oder beim kantonalen Tourismusbüro lake-geneva-region.ch.
Forêt de Sauvabelin — der Stadtwald über Lausanne
Wer das Stadtzentrum hinter sich lassen will, ohne weit zu fahren, fährt oder wandert hinauf zum Forêt de Sauvabelin. Dieser Stadtwald liegt nördlich der Kathedrale auf einer Anhöhe und bietet ein weitverzweigtes Netz aus Waldwegen, die auch bei nassem Wetter gut begehbar sind. Im Herz des Waldes liegt der Lac de Sauvabelin, ein kleiner natürlicher See mit Enten und Fischen — halte deinen Hund am Wasser im Blick und respektiere allfällige Absperrungen rund um das Ufer. Der Wald ist ein beliebter Erholungsraum für die Lausanner Bevölkerung, also durchaus belebt, aber gross genug, um ruhige Ecken zu finden.
Die Wege im Sauvabelin sind grösstenteils unbefestigt und bieten guten Schnüffelboden für neugierige Hunde. Von verschiedenen Punkten im Wald hast du einen weiten Blick über die Stadt und den Genfersee — ein willkommener Ausblick nach einem kurzen Aufstieg. Der Wald ist zu Fuss aus dem Stadtzentrum erreichbar, was ihn für Einwohner besonders attraktiv macht. Prüfe vor dem Besuch, ob in einzelnen Waldbereichen saisonale Einschränkungen gelten, etwa während der Brut- und Setzzeit im Frühjahr.
Parc de Mon-Repos und weitere Stadtparks
Lausanne verfügt über mehrere gepflegte Stadtparks, die Hunden einen grünen Treffpunkt mitten in der Stadt bieten. Der Parc de Mon-Repos nahe der Avenue du Tribunal-Fédéral gehört zu den schönsten — er ist weitläufig, baumreich und bietet geschwungene Wege unter altem Baumbestand. Ähnliches gilt für den Parc de l'Hermitage im Quartier Sallaz sowie den Parc de Valency im Norden der Stadt, der grösser ist und mehr Bewegungsfreiheit lässt. In allen Parks gelten lokal unterschiedliche Regeln für Hunde — halte dich an die Beschilderung vor Ort und führe deinen Hund in Zweifelsfällen an der Leine.
Die Parks sind nicht nur Grünfläche, sondern oft auch kulturelle Orte: Mon-Repos beherbergt historische Bauten, der Hermitage ein Kunstmuseum. Hunde sind in der Regel auf den Aussenwegen der Parks geduldet, aber nicht in allen Bereichen gleich willkommen. Gerade an Wochenenden und bei gutem Wetter sind viele Parks mit Familien und Kindern gut besucht — ein entspannter, gut sozialisierter Hund ist hier klar im Vorteil. Lass deinen Hund nie unbeaufsichtigt und räume Hinterlassenschaften stets weg.
Hund und lokale Regeln in Lausanne
Lausanne ist eine Grossstadt mit klaren Regeln — und als Hundehaltender bist du gut beraten, diese zu kennen, bevor du einen Buss riskierst. Von der Leinenpflicht über die Hundesteuer bis zum Verhalten im öffentlichen Verkehr: Hier findest du einen Überblick, immer mit dem Hinweis, die aktuell gültigen Verordnungen direkt bei der Stadt oder dem Kanton zu prüfen.
Leinenpflicht in Lausanne
In Lausanne gilt in weiten Teilen des öffentlichen Raums eine Leinenpflicht für Hunde. Das betrifft insbesondere Strassen, Plätze, Parks und das Seeufer. Die genaue Regelung — also wo die Leinenpflicht uneingeschränkt gilt und wo es allenfalls Ausnahmen gibt — ist in der städtischen und kantonalen Verordnung festgehalten. Verlasse dich nicht auf mündliche Berichte oder veraltete Informationen, sondern prüfe die aktuell gültige Regelung direkt auf der Website der Stadt Lausanne oder bei der zuständigen Stelle des Kantons Waadt.
Grundsätzlich gilt: Im Zweifel Hund an die Leine. Das schützt nicht nur dich vor Bussen, sondern auch andere Passanten, Kinder und andere Tiere, die deinem Hund begegnen. Einige städtische Grünflächen haben eigens ausgewiesene Hundeauslaufzonen, wo Hunde ohne Leine rennen dürfen — mehr dazu im Abschnitt «Praktisches vor Ort». In Naturschutzgebieten und sensiblen Uferbereichen gilt die Leinenpflicht in der Regel besonders streng, unabhängig von lokalen Ausnahmen. Informiere dich beim kantonalen Veterinärdienst oder auf vd.ch über kantonale Vorschriften.
Anmeldung und Hundeabgabe im Kanton Waadt
Wer im Kanton Waadt einen Hund hält, ist verpflichtet, diesen offiziell zu registrieren. Die Registrierung erfolgt über die kantonale Datenbank, und der Hund muss mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein — das ist in der ganzen Schweiz Pflicht. Zusätzlich erhebt die Gemeinde Lausanne eine Hundeabgabe (taxe canine); die genaue Höhe richtet sich nach der gültigen Gemeindeordnung und kann sich ändern. Informiere dich direkt beim Service de la population der Stadt oder auf lausanne.ch über die aktuell gültigen Beträge und Fristen.
Die Anmeldung muss in der Regel innert einer bestimmten Frist nach Zuzug oder Anschaffung des Hundes erfolgen. Wer die Anmeldung versäumt, riskiert eine Busse. Neu zugezogene Hundehalter sollten diesen Schritt deshalb frühzeitig erledigen. Auch beim Umzug innerhalb des Kantons oder beim Kauf eines neuen Hundes ist eine Ummeldung notwendig. Verlasse dich dabei nie auf Dritte, sondern kläre die Formalitäten direkt mit der zuständigen Stelle.
Hunde im öffentlichen Verkehr und in der Gastronomie
In Lausanne ist das öffentliche Verkehrsnetz dicht — Metro, Bus und die Standseilbahn Funi erschliessen auch steile Quartiere. Kleine Hunde, die in einer geeigneten Tragetasche transportiert werden, sind im städtischen ÖV in der Regel kostenlos zugelassen. Grössere Hunde werden zu bestimmten Konditionen mitgenommen — oft gegen einen reduzierten Fahrpreis und mit Leinenpflicht. Die genauen Regelungen findest du direkt beim Transports publics de la région lausannoise (tl) auf deren Website, da diese sich ändern können und nicht verallgemeinert werden sollten.
In der Gastronomie ist Lausanne erfreulich offen gegenüber Hunden, aber eine Garantie gibt es nie. Viele Cafés und Restaurants erlauben Hunde auf der Terrasse, besonders in den Quartieren Ouchy, Flon und der Altstadt. Im Innenbereich ist es Ermessenssache des Betriebs — frag immer vor dem Eintreten nach. Einige Betriebe stellen sogar Wassernapf und Leckerli bereit. Plane auf längeren Ausflügen ein, wo du mit Hund einkehren kannst, und überprüfe im Zweifel beim Restaurant direkt telefonisch oder online.
Listenhunde, Hundekot und weitere Pflichten
Im Kanton Waadt gilt für bestimmte Hunderassen oder -typen eine besondere Gesetzgebung. Das kantonale Recht schreibt für sogenannte potenziell gefährliche Hunde — darunter können Rassen wie American Pit Bull Terrier, Rottweiler oder ähnliche fallen — spezifische Auflagen vor. Diese umfassen in der Regel Leinenpflicht, Maulkorbpflicht und einen Sachkundenachweis des Halters. Ob deine Rasse unter diese Regelung fällt, prüfst du verbindlich beim kantonalen Veterinärdienst; die entsprechenden Informationen sind auf vd.ch/themes/vie-privee-et-sociale/animaux zugänglich.
Das Entsorgen von Hundekot ist in Lausanne Pflicht — und das nicht nur auf Anweisung. Im gesamten Stadtgebiet stehen Kotbeutelspender und Entsorgungsbehälter zur Verfügung. Wer seinen Hund auf öffentlichem Grund sein Geschäft verrichten lässt und es liegen lässt, riskiert eine empfindliche Busse. Trage immer eigene Beutel bei dir, besonders auf Wanderwegen ausserhalb der Stadt, wo keine Spender stehen. Ein einfaches Prinzip, das das Zusammenleben in der Stadt für alle angenehmer macht — und deinen Hund als willkommenen Begleiter im Stadtbild erhält.
Praktisches vor Ort in Lausanne
Lausanne ist eine Stadt der steilen Gassen, der Metro und des Genfersees — wer hier mit Hund lebt, braucht verlässliche Adressen für den Alltag und für den Notfall. Die folgenden Informationen helfen dir, dich schnell zurechtzufinden, ob du neu zugezogen bist oder nur für ein paar Tage zu Gast.
Tierärzte und Notfallversorgung in Lausanne
Lausanne verfügt über eine gute Dichte an Tierarztpraxen, verteilt über die verschiedenen Stadtquartiere — von Pully bis Renens, von Chailly bis Malley. Für Notfälle ausserhalb der regulären Öffnungszeiten ist die Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern die übergeordnete Referenz, doch im Raum Lausanne gibt es spezialisierte Kliniken mit Notfalldienst. Erkundige dich bei deiner Hauspraxis nach dem regionalen Pikettdienst — dieser wechselt unter den lokalen Praxen und ist nicht immer öffentlich ausgeschrieben. Halte die Nummer deines Tierarztes und die nächste Notfallklinik griffbereit, bevor du sie brauchst.
Eine zentrale Anlaufstelle für schwere Fälle ist die Clinique vétérinaire de la Côte in der Region sowie spezialisierte Kliniken wie diejenige in Epalinges, die zur Universität Lausanne gehört. Überprüfe die aktuellen Öffnungszeiten und Notfalldienste direkt auf den Websites der Kliniken — Zeiten und Zuständigkeiten können sich ändern. Für Informationen zum kantonalen Veterinärdienst besuche die offizielle Seite des Service vétérinaire cantonal Vaud. Dort findest du auch Hinweise zu Meldepflichten und zugelassenen Tierärzten im Kanton Waadt.
Hundeschulen und Erziehung in Lausanne
Im Grossraum Lausanne gibt es mehrere Hundeschulen und Trainingsangebote, die von Welpenkursen bis zu Begleithundeprüfungen reichen. Viele davon arbeiten auf privatem Gelände ausserhalb des Stadtzentrums, etwa in Richtung Jorat oder entlang der Seeufer. Die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) führt eine Übersicht anerkannter Vereine — ein guter Ausgangspunkt, wenn du einen seriösen Kurs suchst. Achte darauf, dass der Kursleiter über eine anerkannte Ausbildung verfügt; im Kanton Waadt gibt es dazu klare Empfehlungen.
Neben klassischen Gehorsamkeitskursen bieten manche Schulen in der Region Nosework, Agility oder Mantrailing an — ideal für mental anspruchsvolle Rassen, die im städtischen Alltag oft zu wenig Kopfarbeit bekommen. Frag in lokalen Tierarztpraxen oder beim städtischen Tieramt nach Empfehlungen — Mundpropaganda ist hier besonders verlässlich. Einige Anbieter führen ihre Kurse zweisprachig auf Französisch und Deutsch, was in Lausanne keine Seltenheit ist. Informiere dich frühzeitig über Wartelisten, denn gute Kurse sind oft Monate im Voraus ausgebucht.
Hundeauslaufzonen und öffentliche Grünflächen
Lausanne hat einige ausgewiesene Auslaufzonen ohne Leinenpflicht, deren Standorte und Regeln die Stadt regelmässig aktualisiert. Bekannte Flächen befinden sich unter anderem im Parc de Valency und im Bereich des Bois de Sauvabelin — doch prüfe die aktuell gültigen Schilder vor Ort, da sich Regeln und Zonen ändern können. Ausserhalb der ausgewiesenen Zonen gilt in der Regel Leinenpflicht in Parks und öffentlichen Anlagen. Die Stadt Lausanne informiert auf ihrer Website über aktuelle Regelungen: lausanne.ch — Chiens.
Der Bois de Sauvabelin im Norden der Stadt ist für viele Lausanner Hundehalter der tägliche Treffpunkt schlechthin — weitläufige Waldwege, ein kleiner See und vergleichsweise wenig Verkehrslärm machen ihn besonders attraktiv. Auch der Parc de Mon-Repos und der Parc de l'Hermitage bieten Grünflächen, auf denen Hunde an der Leine willkommen sind, sofern sie keine Sondersignalisierung ausweisen. Gerade in der dichten Innenstadt rund um den Flon und die Altstadt ist der Platz für Hunde begrenzt — plane deine Spaziergänge bewusst in die ruhigeren Quartiere. Ein frühmorgenlicher Spaziergang vor dem Arbeitsverkehr ist in Lausanne oft die entspannteste Lösung.
Hundebetreuung, Pensionen und Gassiservice in Lausanne
Wer berufstätig ist oder verreist, braucht verlässliche Betreuungsangebote für den Hund. In Lausanne und der direkten Umgebung gibt es professionelle Hundetagesstätten, Pensionen auf Bauernhöfen im Waadtländer Hinterland sowie lizenzierte Gassiservices. Qualität und Betreuungsschlüssel variieren stark — besuche die Einrichtung persönlich, bevor du deinen Hund dort lässt. Frage nach der Gruppengrösse, den Auslaufflächen und dem Notfallkonzept.
Für längere Abwesenheiten bietet das Waadtländer Umland ruhigere Pensionen mit Aussengelände — eine bessere Option als stadtnahe Unterbringung ohne Grünfläche. Einige Anbieter kombinieren Pension mit Training, was gerade für junge Hunde sinnvoll sein kann. Prüfe, ob der Anbieter dem kantonalen Veterinäramt bekannt und registriert ist — das ist in der Schweiz Pflicht für gewerbliche Tierhaltung. Empfehlungen findest du auch über die Plattform rundum.dog, die zunehmend lokale Einträge aus der Waadtländer Region listet.
Saisonal in Lausanne
Der Genfersee spiegelt jede Jahreszeit auf seine eigene Art — und für Hunde in Lausanne bedeutet das je nach Monat sehr unterschiedliche Bedingungen draussen. Wer die Saisons kennt, plant besser und schützt seinen Hund vor unnötigen Risiken.
Frühling: Brut- und Setzzeit in Wald und Seeufer
Wenn die Temperaturen steigen und die Vegetation am Genfersee wieder grün wird, beginnt im Waadtländer Hinterland und entlang der Uferstreifen die Brut- und Setzzeit. Vögel nisten in der Bodenvegetation, Rehe setzen ihre Kitze in hohem Gras — ein freilaufender Hund kann diese Tiere aufscheuchen oder in ernste Gefahr bringen. Im Jorat-Wald und in den Rebbergen rund um Lausanne gelten in dieser Zeit oft verschärfte Empfehlungen zur Leinenpflicht; prüfe die aktuellen Aushänge und Hinweisschilder vor Ort.
Besonders kritisch sind die Monate April bis Juni, wenn Jungtiere noch nicht fluchttauglich sind. Halte deinen Hund in Waldrändern und Wiesen konsequent an der Leine, auch wenn kein offizielles Schild steht — die Empfehlung der Wildhüter im Kanton Waadt ist klar. Am Seeufer brüten Wasservögel in den Schilfflächen rund um Vidy und Ouchy; lass deinen Hund dort nicht ins Schilf. Frühling ist trotzdem eine der schönsten Jahreszeiten für lange Spaziergänge — die Temperaturen sind angenehm und die Wege noch nicht überlaufen.
Denk im Frühling auch an Zecken: Der Raum Lausanne und das Waadtländer Mittelland gelten als Endemiegebiet für die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) bei Menschen, und Zecken übertragen auch auf Hunde Krankheiten wie Babesiose. Besprich mit deinem Tierarzt rechtzeitig ein passendes Zeckenschutzmittel — warte nicht bis zum ersten Stich.
Sommer: Hitze, Seezugang und überfüllte Wege
Lausannes Sommer kann heiss und schwül sein — der Genfersee speichert die Wärme und gibt sie nachts langsam ab, was die Temperaturen in der Stadt auf hohem Niveau hält. Hunde überhitzen schnell, besonders auf Asphalt, der sich in der prallen Sonne auf über 50 Grad aufheizen kann. Plane intensive Spaziergänge auf früh morgens oder abends nach 19 Uhr — tagsüber reicht ein kurzer Schatten-Spaziergang.
Der Zugang zum See ist für Hunde nicht überall und nicht zu jeder Zeit gestattet. An offiziellen Badestränden wie Vidy oder Ouchy gelten in der Hochsaison oft Einschränkungen — prüfe die aktuelle Signalisation vor Ort. Einige Uferabschnitte ausserhalb der Badestrände sind zugänglicher, etwa rund um den Port de Pully oder in ruhigeren Uferabschnitten östlich der Stadt. Informationen zu Seezugang und Badestellen findest du auf lausanne-tourisme.ch.
Denk im Sommer an ausreichend Frischwasser für deinen Hund — eine faltbare Trinkkuppel im Rucksack ist Pflicht. Vermeide den Lac de Sauvabelin als Trinkquelle für deinen Hund; stehendes Gewässer kann im Sommer Blaualgen enthalten, die für Hunde lebensgefährlich sind. Zeigt dein Hund nach einem Seebad Symptome wie Erbrechen, Zittern oder Bewusstlosigkeit, sofort zum Tierarzt.
Herbst: Pilze, Jagd und goldene Waldwege
Der Herbst ist in Lausanne und im Jorat-Wald atemberaubend schön — das Laub färbt sich, die Wege sind noch gut begehbar, und die grosse Sommerhitze ist vorbei. Gleichzeitig beginnt die Jagdsaison im Kanton Waadt, die je nach Zone unterschiedlich geregelt ist. Informiere dich über die aktuellen Jagdzeiten auf der Seite des kantonalen Amts für Jagd und Fischerei — und halte deinen Hund in Jagdgebieten konsequent an der Leine.
Im Wald locken Pilze — und das ist ein unterschätztes Risiko. Im Raum Lausanne und im Jorat wachsen sowohl essbare als auch hochgiftige Pilze wie der Knollenblätterpilz, der für Hunde tödlich sein kann. Hunde fressen Pilze oft unbemerkt während des Schnüffelns. Trainiere das Kommando «Lass es» aktiv, und beobachte deinen Hund nach Waldgängen auf Symptome wie Speichelfluss, Erbrechen oder Lethargie. Im Zweifel sofort zum Tierarzt — bei Pilzvergiftungen zählt jede Stunde.
Herbst ist auch die Zeit der Kastanien und Eicheln: Eicheln können bei Hunden Magenprobleme auslösen. Am Ufer des Genfersees und in den Parks um Lausanne liegen sie oft in grossen Mengen — behalte deinen Hund im Blick.
Winter: Nässe, Salz und kurze Tage am See
Lausannes Winter ist selten eisig, aber oft grau, feucht und neblig — der Genfersee produziert eine charakteristische Feuchte, die sich in den Knochhen bemerkbar macht. Schnee ist in der Innenstadt selten, im Jorat-Wald dagegen möglich. Für Hunde bedeutet das: rutschige Wege, nasse Pfoten und kürzere Tage für Spaziergänge im Hellen.
Auf Lausannes Strassen und Trottoirs wird im Winter Streusalz eingesetzt — besonders in den steilen Quartieren der Altstadt und entlang der Hauptachsen. Salz greift die Pfoten an, reizt die Haut zwischen den Zehen und kann bei Aufnahme zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Wasche die Pfoten deines Hundes nach jedem Stadtspaziergang gründlich mit lauwarmem Wasser ab. Pfotenpflege-Balsam hilft präventiv — trag ihn vor dem Ausgang auf.
Die Dunkelheit im Winter bedeutet auch: Sichtbarkeit ist Sicherheit. Rüste deinen Hund mit einem reflektierenden Halsband oder einer Leuchtleine aus — gerade in den frühen Morgenstunden und am Abend, wenn der Verkehr in Lausanne dicht ist. Ein LED-Anhänger am Halsband kostet wenig und kann viel bewirken. Nutze die kurzen hellen Stunden für ausgedehnte Spaziergänge im Jorat oder am Seeufer — dein Hund braucht auch im Winter genug Bewegung und frische Luft.
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