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Soest liegt mitten in der westfälischen Börde, umgeben von weiten Feldern, sanften Hügeln und einer Altstadt, die ihr mittelalterliches Gesicht bis heute behalten hat. Für Hundehaltende ist diese…

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Hintergrund zur Region

Soest liegt mitten in der westfälischen Börde, umgeben von weiten Feldern, sanften Hügeln und einer Altstadt, die ihr mittelalterliches Gesicht bis heute behalten hat. Für Hundehaltende ist diese Stadt ein stilles Versprechen: grüne Wallanlage, offene Landschaft und ein ruhiges Stadttempo, das Mensch und Hund gleichzeitig guttut. Wer hier lebt oder zu Besuch kommt, merkt schnell, dass Soest keine Hektik kennt — dafür aber Raum, Luft und den leichten Geruch von feuchter Erde nach dem Regen.

Die Stadt zählt rund 48 000 Einwohner und ist gleichzeitig Tor zur Soester Börde, einer der fruchtbarsten Agrarregionen Deutschlands. Feldwege, Bachläufe und kleine Waldstücke wechseln sich in alle Himmelsrichtungen ab. Dein Hund kann hier morgens auf dem Stadtwall schnüffeln und mittags schon auf einem Feldweg weit hinter dem letzten Haus traben — das ist der Alltag, den viele Hundehalter in Soest schätzen.

Gleichzeitig ist Soest eine historische Hansestadt mit gepflastertem Stadtkern, romanischen Kirchen aus grünem Anröchter Dolomit und einer lebendigen Gastronomie. Nicht jede Ecke der Innenstadt ist für Hunde gleich entspannt zugänglich, aber mit etwas Planung findest du Routen und Plätze, die für euch beide passen. Diese Seite gibt dir den Überblick — von Ausflugstipps bis zu den wichtigsten Regeln vor Ort.

Tagesausflüge mit Hund in Soest

Soest riecht nach altem Sandstein und frischem Gras — kaum eine andere Stadt in Westfalen bietet diesen Kontrast aus dichter Geschichte und sofort erreichbarer Natur. Für Tagesausflüge mit Hund hast du die Wahl: Stadtnahe Grünzüge, offene Bördenlandschaft, Teiche und Bachkorridore warten in kurzer Distanz. Hier sind die vier Orte und Wege, die du kennen solltest.

Stadtwall und Wallanlagen: Grüner Ring um die Altstadt

Der historische Stadtwall zieht sich als grüner Gürtel fast vollständig um die Soester Altstadt. Auf dem Wallkamm und an seinen Hängen wachsen alte Bäume, darunter ist Gras, und dazwischen gibt es schmale Pfade, die ideal zum Morgenspaziergang taugen. Die Runde um den Wall ist knapp zwei Kilometer lang — für einen kurzen Gassigänger genauso geeignet wie als Aufwärmrunde vor einem längeren Ausflug. Prüfe vor Ort die aktuellen Hinweisschilder, da einzelne Abschnitte saisonal oder nach Pflegemaßnahmen gesperrt sein können.

Der Wall ist kein wilder Park, sondern ein gepflegtes Stadtgrün mitten im Wohngebiet. Das bedeutet: andere Spaziergänger, Jogger, Radfahrer und gelegentlich Schulklassen begegnen euch hier. Ein guterzogener Hund, der auf Zuruf reagiert, ist an diesem Ort klar im Vorteil. In den Morgenstunden ist der Wall am ruhigsten — dann gehört er euch fast allein, und der Blick über die Dächer der Altstadt ist besonders schön.

Kollenbach und Römerbach: Bachkorridore westlich der Stadt

Westlich und südwestlich von Soest schlängeln sich der Kollenbach und der Römerbach durch Wiesen und Feldgehölze. An diesen Bachläufen entstehen natürliche Spazierrouten, die kaum erschlossen sind und deshalb viel Ruhe bieten. Dein Hund kann das Wasser beschnuppern, an den Ufern wühlen und das Gelände in einem Tempo erkunden, das in der Stadt nicht möglich wäre. Die Wege sind meist unbefestigt und nach Regen entsprechend matschig — festes Schuhwerk für dich ist kein Luxus.

Die Bachkorridore verbinden sich mit Feldwegen, die tief in die Börde führen. Du kannst von der Stadtgrenze aus losgehen und nach einer Stunde weit draußen sein, ohne ein Auto zu brauchen. Achte in der Brut- und Setzzeit (März bis Juli) auf Hinweise an den Wegrändern — in feuchten Wiesen brüten Bodenbrüter, und das Verlassen der Wege kann dann problematisch sein. Offizielle Hinweisschilder oder Sperrmarkierungen der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Soest geben Auskunft: kreis-soest.de/umwelt-natur/naturschutz.

Möhnesee: Ausflugsziel mit Hund, rund 20 Kilometer entfernt

Der Möhnesee im Sauerland ist das bekannteste Ausflugsziel der Region und lässt sich von Soest aus in etwa 25 Minuten mit dem Auto erreichen. Das Stauseegelände bietet einen langen Rundweg von rund 40 Kilometern, der durch Wälder, an Ufern entlang und über Dämme führt. Für Hunde ist der See ein Erlebnis: Wassergeruch, Vögel, andere Hunde und wechselndes Terrain machen den Ausflug zu einem echten Erkundungstag. Informiere dich vorab über die Regeln am Möhnesee — bestimmte Uferbereiche, insbesondere Badestellen und Naturschutzzonen, unterliegen Einschränkungen für Hunde.

Der Weg rund um den See ist gut ausgeschildert und in Abschnitte unterteilt, sodass du auch kürzere Teilstrecken gehen kannst. Gassi-Stationen mit Kotbeutelspender sind an manchen Abschnitten vorhanden, aber nicht durchgängig — nimm eigene Tüten mit. Aktuelle Regelungen und Hinweise zu Naturschutzzonen findest du beim Ruhrverband unter ruhrverband.de.

Soester Börde: Feldwege und Agrolandschaft für lange Touren

Die Soester Börde ist flach, weit und von einem dichten Netz aus Feldwegen durchzogen — ein Paradies für Hunde, die Raum brauchen, und für Halter, die gerne lange Strecken gehen. Du kannst direkt aus dem Stadtgebiet heraus auf unbefestigte Wirtschaftswege wechseln und stundenlang laufen, ohne geteerten Straßen zu begegnen. Die Luft ist rein, das Tempo niedrig, und der Horizont ist weit — das allein entspannt schon.

Beliebte Ausgangspunkte für Börde-Touren sind die Stadtteile Meiningsen, Ostönnen und Hattrop, von denen aus Feldwege in alle Richtungen führen. Im Frühling und Frühherbst ist die Börde am schönsten — das Licht liegt flach, die Felder duften, und der Boden ist tragfähig. Im Sommer kann die offene Fläche heiß werden: schattige Abschnitte sind rar, also plane Wasservorräte für deinen Hund ein und starte früh. Das Stadtmarketing Soest bietet Wanderkarten und Routenvorschläge an, schau dazu auf der offiziellen Stadtseite: soest.de/tourismus.

Hund und lokale Regeln in Soest

Wer mit Hund in Soest lebt oder die Stadt besucht, merkt schnell: die Regeln sind überschaubar, aber sie gelten — und wer sie kennt, vermeidet unangenehme Überraschungen. Vom Anmeldeprozess bis zur Leinenpflicht im Park gibt es einige Punkte, die du kennen solltest. Beachte dabei: Regelungen können sich ändern, prüfe deshalb stets die aktuellen Vorgaben direkt bei der Stadt oder dem zuständigen Amt.

Leinenpflicht in Soest: Wo gilt sie, wo nicht?

In Soest gilt — wie in den meisten nordrhein-westfälischen Städten — eine allgemeine Anleinpflicht in öffentlichen Anlagen, Parks und belebten Bereichen. Das bedeutet konkret: auf dem Stadtwall, in Grünanlagen und in der Fußgängerzone muss dein Hund an der Leine geführt werden. Auf offenen Feldwegen außerhalb der Ortschaft ist die Situation weniger streng geregelt, aber auch dort kann der Hund angeleinnt werden müssen, etwa wenn Wegeschilder oder Hinweistafeln es verlangen.

Die rechtliche Grundlage bildet die Hundehalterverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (LHundG NRW) in Verbindung mit den örtlichen Satzungen der Stadt Soest. Beide Ebenen können unterschiedliche Anforderungen stellen — prüfe deshalb beide Quellen. Das Landesgesetz findest du auf der Seite des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz NRW: umwelt.nrw.de/tiere-und-pflanzen/tierhaltung/hunde. Für die lokalen Regelungen wende dich direkt an das Ordnungsamt der Stadt Soest.

Offizielle Hinweisschilder an Parkeingängen und Grünanlagen geben dir vor Ort Auskunft. Verlasse dich nicht auf mündliche Empfehlungen anderer Halter — was gestern galt, kann heute schon geändert sein. Ein freundlicher Blick auf das nächste Schild kostet nichts und schützt vor einem Bußgeld.

Anmeldung und Hundesteuer: Was du als Halter in Soest beachten musst

Wer in Soest einen Hund hält, ist zur Anmeldung beim Steueramt der Stadt verpflichtet. Diese Pflicht gilt ab dem Tag, an dem du den Hund in den Haushalt aufnimmst oder in die Stadt ziehst. Die Anmeldung erfolgt beim Bürgerservice oder Steueramt der Stadt Soest — informiere dich dort über aktuelle Fristen und benötigte Unterlagen. Nach erfolgreicher Anmeldung erhältst du eine Steuermarke, die dein Hund beim Ausführen tragen muss.

Die Höhe der Hundesteuer ist in der Steuersatzung der Stadt Soest geregelt. Konkrete Beträge nennen wir hier bewusst nicht, da Satzungen regelmäßig angepasst werden — frage direkt beim Steueramt oder informiere dich auf der offiziellen Stadtwebsite: soest.de/verwaltung. Für als gefährlich eingestufte Hunde können erhöhte Steuersätze gelten — auch das regelt die örtliche Satzung.

Die Abmeldung eines Hundes — etwa bei Tod oder Wegzug — muss ebenfalls aktiv beim Steueramt erfolgen. Eine unterlassene Anmeldung kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Zögere die Anmeldung nicht hinaus: Sie ist schnell erledigt und schützt dich vor unnötigem Ärger.

Listenhunde und besondere Auflagen in NRW

Das Landeshundegesetz NRW (LHundG NRW) unterscheidet zwischen Hunden mit erhöhter Grundgefährlichkeit und Hunden, bei denen die Gefährlichkeit im Einzelfall festgestellt wurde. Bestimmte Rassen — darunter American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier — gelten in NRW als gefährlich kraft Gesetzes. Für sie gelten verschärfte Anforderungen: Leinenpflicht und Maulkorbpflicht in der Öffentlichkeit, Erlaubnispflicht der Haltung sowie ein Sachkundenachweis des Halters.

Diese Regelungen gelten landesweit — also auch in Soest und dem Kreis Soest. Wer einen Hund einer betroffenen Rasse oder eines betroffenen Kreuzungstyps hält, muss vor der Haltung eine Erlaubnis beim zuständigen Ordnungsamt beantragen. Hol dir alle Informationen direkt beim Ordnungsamt Soest oder beim Veterinäramt des Kreises Soest ein, bevor du einen solchen Hund aufnimmst. Die aktuellen gesetzlichen Grundlagen findest du auf der NRW-Umweltseite: umwelt.nrw.de/tiere-und-pflanzen/tierhaltung/hunde.

Auch Hunde, die unabhängig von der Rasse als gefährlich eingestuft wurden — etwa nach einem Beißvorfall — unterliegen besonderen Auflagen. Diese Einstufung kann jederzeit erfolgen und wird von der Ordnungsbehörde festgehalten. Melde Vorfälle offen und informiere dich proaktiv über deine Pflichten.

Öffentlicher Nahverkehr, Gastronomie und Kotentsorgung

Im öffentlichen Nahverkehr des Westfalentarif-Verbundes, zu dem Soest gehört, dürfen Hunde in der Regel mitgenommen werden — meist gegen einen reduzierten Fahrpreis und unter der Bedingung, dass kleine Hunde im Behältnis transportiert werden und größere Hunde einen Maulkorb tragen. Die genauen Bedingungen variieren je nach Verkehrsunternehmen und Linie, prüfe sie deshalb vor Fahrtantritt direkt beim jeweiligen Anbieter oder auf der Seite des Westfalentarif: westfalentarif.de. Stoßzeiten sind für Hunde im ÖPNV erfahrungsgemäß weniger entspannt — frühe Morgen- oder späte Nachmittagsfahrten sind ruhiger.

In der Soester Gastronomie herrscht kein einheitliches Bild: Manche Cafés und Restaurants erlauben Hunde im Außenbereich, einige auch drinnen, andere lehnen Hunde grundsätzlich ab. Frage immer vor dem Betreten, auch wenn du denkst, dass ein Außensitzplatz selbstverständlich hundefreundlich sei — das ist er nicht überall. Besonders in belebten Innenstadtlagen, etwa rund um den Marktplatz oder die Thomästraße, gibt es Gastronomiebetriebe mit unterschiedlichen Regelungen. Ein kurzer Anruf im Voraus oder ein freundliches Nachfragen am Eingang klärt die Lage in Sekunden.

Für die Kotentsorgung gibt es im Stadtgebiet Soest Hundetoiletten und Spender für Kotbeutel, deren Standorte und Auffüllung von der Stadtreinigung verwaltet werden. Verlasse dich aber nicht darauf, dass immer Beutel vor Ort sind — trag eigene mit. Das Liegenlassen von Hundekot im öffentlichen Raum ist ordnungswidrig und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Mitnehmen, entsorgen, fertig — das gilt auch auf Feldwegen und in der Börde, wo das Risiko einer Kontrolle geringer erscheint, der Respekt gegenüber Landwirten und anderen Nutzern aber genauso gilt.

Praktisches vor Ort in Soest

Soest hat seine mittelalterliche Ruhe, aber wenn dein Hund nachts Fieber bekommt oder du eine gute Hundeschule suchst, zählt jede Minute. Hier findest du die wichtigsten Anlaufstellen für den Alltag mit Hund in der Stadt und im Umland.

Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst in Soest

In Soest und der näheren Umgebung gibt es mehrere Tierarztpraxen für Kleintiere, die reguläre Sprechstunden anbieten. Für akute Notfälle außerhalb der Praxiszeiten gilt in Deutschland der tierärztliche Notdienst, der über den diensthabenden Tierarzt der Region organisiert wird. Die zuständige Tierärztekammer Westfalen-Lippe führt eine aktuelle Notfalldienstliste — prüfe dort vor einem Notfall, welche Praxis in deiner Nacht erreichbar ist. Spezialkliniken für aufwendigere Eingriffe oder Bildgebung findest du in Paderborn oder Dortmund, jeweils in etwa 40 bis 50 Minuten Fahrzeit erreichbar.

  • Habe die Nummer des nächsten Notdienstes stets im Handy gespeichert.
  • Frage deine Haussierarztpraxis nach dem Notfallpartner für Wochenenden.
  • Die Tierärztekammer Westfalen-Lippe veröffentlicht Notdienstinformationen online.

Wenn du neu in Soest bist, lohnt sich ein Erstbesuch in einer Praxis noch vor dem Ernstfall. So kennt der Arzt deinen Hund, und du kennst den Weg. Viele Praxen bieten online Terminbuchung an — nutze das für die jährliche Impfauffrischung oder die Zeckenkontrolle nach einem langen Herbsttag im Hellweg-Wald.

Hundeschulen und Trainingsangebote in Soest

Im Raum Soest gibt es Hundeschulen und Hundesportvereine, die von der Welpenstunde bis zum fortgeschrittenen Gehorsamkeitstraining reichen. Einige Anbieter arbeiten mit modernen, belohnungsbasierten Methoden und bieten Einzel- wie Gruppentraining an — besonders nützlich, wenn dein Hund bei anderen Hunden oder Fahrrädern noch unsicher reagiert. Schau dir das Konzept und die Qualifikation der Trainer genau an, bevor du buchst; der Deutsche Verband der Tierpsychologen (DVT) oder der VDH-Verband bieten Orientierung bei der Trainerauswahl.

Für Hundesport-Begeisterte: In der Region Soest sind Agility-Gruppen und Turnierhundesportvereine aktiv, oft angegliedert an lokale Hundesportvereine mit eigenem Vereinsgelände. Das Sozialtraining auf solchen Geländen ist ein hervorragender Weg, den Alltag deines Hundes zu bereichern, ohne weit fahren zu müssen. Aktuelle Kurszeiten und freie Plätze erfährst du am besten direkt beim jeweiligen Verein — die Angebote wechseln saisonal.

Hundeauslaufzonen und eingezäunte Flächen

Die Stadt Soest stellt ausgewiesene Hundeauslaufzonen zur Verfügung, auf denen Hunde ohne Leine laufen dürfen — die genauen Standorte und etwaige Nutzungsregeln veröffentlicht die Stadt Soest auf ihrer offiziellen Website. Prüfe dort die aktuelle Liste der Flächen, da sich Standorte und Bedingungen ändern können. Außerhalb dieser ausgewiesenen Zonen gilt die allgemeine Anleinpflicht; informiere dich über die örtliche Hundehaltungsverordnung, bevor du deinen Hund in Parks oder auf Grünflächen frei laufen lässt.

Rund um die Soester Börde — die weite Ackerlandschaft, die die Stadt umgibt — gibt es auf Feldwegen viel Platz für lange Läufe. Beachte dabei: Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, in der Brut- und Setzzeit und in Naturschutzgebieten gelten besondere Regeln, auf die wir im saisonalen Abschnitt noch eingehen. Eine eingezäunte Freifläche zum kontrollierten Freilauf — wie sie in manchen Regionen als „Hundewiese zur Miete" angeboten wird — ist im Raum Soest noch ein vergleichsweise neues Konzept; aktuelle Angebote findest du über lokale Hundeschulen oder Kleinanzeigen-Portale.

  • Prüfe die Schilder an jedem Eingang einer Grünfläche — sie geben die geltenden Regeln vor.
  • Bring immer Kotbeutel mit; Spender sind nicht überall vorhanden.
  • Auf eingezäunten privaten Flächen gelten die Regeln des Betreibers.

Hundebetreuung, Tierpensionen und Dogwalker in Soest

Wenn Urlaub, Krankenhaus oder ein langer Arbeitstag ansteht, brauchst du eine zuverlässige Betreuungslösung für deinen Hund. Im Raum Soest gibt es private Tierbetreuungsangebote, Pflegefamilien und einzelne Tierpensionen — die Kapazitäten sind jedoch überschaubar, weshalb eine frühzeitige Buchung, besonders in den Sommerferien NRW, ratsam ist. Frage bei lokalen Tierärzten oder Hundeschulen nach Empfehlungen; persönliche Weiterempfehlung ist in einem überschaubaren Stadtgefüge wie Soest oft verlässlicher als ein Online-Profil.

Wer regelmäßig auf Dogwalker angewiesen ist, findet über bundesweite Vermittlungsplattformen auch Anbieter im Soester Stadtgebiet. Achte auf eine seriöse Versicherung des Betreuers und auf Referenzen — besonders dann, wenn dein Hund in einer Gruppe mit anderen Hunden läuft. Ein Probelauf vor dem ersten langen Einsatz gibt dir und deinem Hund Sicherheit. Für Hunde mit besonderen Anforderungen — medizinischem Bedarf, Angstproblemen oder starker Bindung an die Bezugsperson — ist eine individuelle Pflegefamilie oft die bessere Wahl als eine große Pension.


Saisonal in Soest

Die Soester Börde wechselt ihr Gesicht mit jeder Jahreszeit — von frühlingshaftem Grün auf den weiten Feldern bis zu nebligen Herbstwegen zwischen Wallhecken. Was für das Auge schön ist, bringt für Hundehalter je nach Jahreszeit andere Aufgaben mit sich.

Frühling: Brut- und Setzzeit in der Hellweg-Region

Ab März erwacht die Kulturlandschaft rund um Soest — und mit ihr beginnt die Brut- und Setzzeit für Feldvögel, Hasen und Rehe. Die weiten Äcker der Börde sind Lebensraum für Feldlerche, Rebhuhn und Kiebitz, die alle am Boden brüten. Hunde, die unkontrolliert durch Felder streifen, können Gelege zerstören oder Jungtiere aufscheuchen, ohne dass du es überhaupt bemerkst. Halte deinen Hund auf befestigten Wegen an der Leine, besonders von März bis Juli, und meide das Betreten von Feldern und Wiesen abseits der Wege.

Das Landesforstgesetz NRW und das Bundesnaturschutzgesetz regeln das Verhalten in Wäldern und Naturschutzgebieten — informiere dich über die geltenden Anleinpflichten in Schutzgebieten beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV). In ausgewiesenen Naturschutzgebieten gilt oft eine ganzjährige Leinenpflicht. Schilder am Wegesrand geben dir konkrete Hinweise — nimm sie ernst. Der Frühling ist außerdem die Hochzeit der Zeckensaison: Kontrolliere deinen Hund nach jedem Ausflug ins Grüne und sprich mit deinem Tierarzt über geeignete Prophylaxe.

  • Frühling = Zeckenzeit: Parasitenschutz rechtzeitig besprechen.
  • Wegesrand respektieren — kein Querfeldein in der Brut- und Setzzeit.
  • Jungtiere, die allein sitzen, sind meist nicht verlassen — Hund weghalten und weitergehen.

Sommer: Hitze in der offenen Börde

Die Soester Börde ist flach und weit — im Hochsommer bedeutet das volle Sonne ohne Schatten auf vielen Feldwegen. Hitze ist für Hunde gefährlicher als für Menschen: Hunde regulieren ihre Körpertemperatur fast ausschließlich über das Hecheln, und Asphalt oder dunkler Ackerboden kann sich auf über 50 Grad aufheizen. Plane Spaziergänge konsequent in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden — zwischen 11 und 17 Uhr ist die Belastung für die meisten Hunde zu hoch.

Wasser ist im Sommer das Wichtigste: Nimm immer eine eigene Trinkflasche mit Klappnapf mit, denn Brunnen oder natürliche Wasserquellen sind auf den offenen Wegen der Börde nicht garantiert. Bachläufe wie der Haarstrang-Rand bieten gelegentlich Abkühlungsmöglichkeiten, aber prüfe die Wasserqualität — stehendes oder trübes Wasser kann Blaualgen enthalten, die für Hunde lebensgefährlich sind. Im Stadtgebiet selbst gibt es im Sommer mitunter Trinkwasserspender oder Brunnen; auch hier gilt: Wasserqualität im Auge behalten.

Niemals einen Hund im Auto lassen — auch nicht kurz und auch nicht im Schatten. Die Temperatur in einem geparkten Fahrzeug steigt in Minuten auf lebensbedrohliche Werte. Wenn du in Soest zum Einkaufen in die Altstadt gehst, plane eine Begleitperson ein oder nutze hunderefreundliche Lokale, in denen du den Hund nicht binden musst.

  • Pfoten auf dem Asphalt testen: Handrücken 5 Sekunden — ist es zu heiß für dich, ist es zu heiß für deinen Hund.
  • Kurzschnäuzige Rassen (Mops, Bulldogge) sind besonders hitzeempfindlich — lieber kürzer spazieren.
  • Symptome eines Hitzschlags: starkes Hecheln, taumeln, rote Schleimhäute — sofort in den Schatten, kühlen, Tierarzt anrufen.

Herbst: Nebel, Jagdsaison und nasse Wege

Der Herbst in der Soester Börde ist wunderschön und etwas melancholisch zugleich — Morgennebel über den Feldern, Kastanien auf dem Pflaster der Altstadt, die Luft riecht nach feuchter Erde. Für Hundehalter bringt der Herbst zwei wichtige Themen: die Jagdsaison und die Ausbreitung giftiger Pflanzen und Pilze. Die Jagd auf Niederwild beginnt in NRW je nach Wildart unterschiedlich — in bejagten Revieren rund um Soest solltest du deinen Hund konsequent an der Leine führen und auf Warnschilder achten.

Im Wald und auf Wiesen wachsen im Herbst giftige Pilze, die für Hunde gefährlich werden können, wenn sie daran schnuppern oder sie fressen. Behalte deinen Hund im Blick und trainiere ein zuverlässiges „Lass es"-Kommando — das ist im Herbstwald bares Gold wert. Ebenfalls Vorsicht: Kastanien und Eicheln können bei Hunden Magen-Darm-Probleme verursachen; viele Hunde fressen sie aus Neugier. Die feuchten Wege nach Regen machen außerdem Hundepfoten anfällig für Reizungen durch aufgeweichten Boden — trockne die Pfoten nach dem Spaziergang ab und schau nach Rötungen oder kleinen Wunden.

Der Herbst ist auch die Zeit, Zeckenprophylaxe nicht zu vernachlässigen: Zecken sind in NRW bis in den November hinein aktiv, solange die Temperaturen über 7 Grad bleiben. Kontrolliere deinen Hund weiterhin nach jedem Ausflug.

Winter: Streusalz, Kälte und kurze Tage

Soest liegt auf dem Hellweg, einem der ältesten Fernwege Westfalens — im Winter bedeutet das oft feuchte Kälte, Bodenfrost und gelegentlichen Schnee. Die kompakte Altstadt wird im Winter gestreut, und Streusalz ist eine echte Belastung für Hundepfoten: Es reizt die Haut zwischen den Ballen, kann zu Entzündungen führen und ist giftig, wenn der Hund die Pfoten beleckt. Spüle die Pfoten nach jedem Stadtspaziergang mit lauwarmem Wasser ab — das dauert eine Minute und spart dem Hund Schmerzen.

Pfotenschutzwachs, aufgetragen vor dem Spaziergang, bildet eine Schutzschicht gegen Salz und Kälte. Für Hunde mit kurzem Fell oder wenig Körperfett — vor allem kleine Rassen oder sehr alte oder sehr junge Hunde — kann im Winter ein gut sitzender Hundemantel sinnvoll sein. Das ist keine Mode, sondern Fürsorge. Achte auf Anzeichen von Unterkühlung: Zittern, Zögern beim Gehen, Hochheben der Pfoten.

Die kurzen Tage bedeuten auch: Viele Spaziergänge finden im Dunkeln statt. Mach dich und deinen Hund sichtbar — ein Leuchtband am Halsband, eine Stirnlampe für dich und reflektierende Elemente an der Leine erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr erheblich. Auf den Feldwegen rund um Soest begegnen dir im Winter oft Trecker und landwirtschaftliche Fahrzeuge — Sichtbarkeit ist auch dort wichtig. Nutze den Winter für ruhigere, kürzere Runden in der Altstadt oder am Stadtwall, wenn die langen Börde-Wege durch Schlamm und Frost ungemütlich werden.

  • Pfoten nach Stadtspaziergang immer abwaschen — Streusalz sofort entfernen.
  • Reflektoren und Licht: Pflicht für sichere Winterabendrunden.
  • Kurze Minustemperaturen: Wassernapf draußen regelmäßig auf Eisbildung prüfen.
  • Ältere oder kranke Hunde brauchen im Winter kürzere, häufigere Runden statt langer Touren.

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