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Paderborn

Paderborn liegt im Herzen Ostwestfalens, wo die Pader — Deutschlands kürzester Fluss — aus Hunderten von Quellen sprudelt und sofort zur Lippe wird. Für Hundehaltende ist diese Stadt…

Blick auf Paderborn
Bild: Wikimedia Commons – Hermann Knackfuß - Exiled emirs before Charlemagne in Paderborn, 777.jpg von Hermann Knackfuß · Public Domain

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Worauf du in Paderborn je nach Jahreszeit gerade mit deinem Hund achten solltest.

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Hintergrund zur Region

Paderborn liegt im Herzen Ostwestfalens, wo die Pader — Deutschlands kürzester Fluss — aus Hunderten von Quellen sprudelt und sofort zur Lippe wird. Für Hundehaltende ist diese Stadt ein überraschend grünes Pflaster: Weite Wälder im Süden, sanfte Hügel der Paderborner Hochfläche und ein lebendiges Stadtzentrum mit Dom und Kaiserpfalz geben jedem Spaziergang eine eigene Note. Ob du hier wohnst oder nur für einen Tag mit deinem Hund vorbeischaust — Paderborn hat mehr zu bieten, als die meisten erwarten.

Morgens, wenn der Nebel noch über den Quellteichen im Paderquellgebiet liegt und die ersten Amseln rufen, gehört der Weg den Frühaufstehern mit Hund. Das leise Plätschern der Paderquellen, das Kopfsteinpflaster rund um den Dom, der Geruch von feuchtem Gras auf dem Liboriberg — diese Stadt hat sinnliche Ecken, die man nur zu Fuß mit einem Hund an der Seite wirklich findet. Gleichzeitig ist Paderborn eine wachsende Universitätsstadt mit rund 150 000 Einwohnern, in der Hundehalter auf funktionierende Infrastruktur und klare Regeln treffen.

Diese Seite zeigt dir, welche Ausflugsziele sich mit Hund besonders eignen, was die Stadt und das Land Nordrhein-Westfalen von dir verlangen und wo du im Alltag praktische Unterstützung findest. Alle Regelangaben sind Orientierungswerte — prüfe aktuelle Vorgaben immer direkt bei der zuständigen Behörde, denn Verordnungen können sich ändern.

Tagesausflüge mit Hund in Paderborn

Rund um Paderborn öffnet sich eine Landschaft, die zwischen sanften Hochflächen, alten Buchenwäldern und versteckten Quellbächen wechselt. Du musst nicht weit fahren, um deinem Hund echten Auslauf zu geben — viele der schönsten Ziele liegen direkt vor der Haustür oder sind in wenigen Minuten erreichbar.

Paderquellgebiet und Padersee

Das Paderquellgebiet im Herzen der Stadt ist der erste Anlaufpunkt für jeden hundebegeisterten Besucher. Mehr als 200 Quellen drängen hier aus dem Boden, bilden kleine Becken und fließen zur Pader zusammen — ein natürliches Wassergeräusch als Dauerkulisse. Die gepflasterten und geschotterten Wege zwischen Dom, Kaiserpfalz und Abdinghofkirche sind gut begehbar und auch für große Hunde bequem zu navigieren. Beachte, dass es sich um ein stadtnahes Kulturdenkmal handelt: Prüfe vor Ort die aktuell ausgeschilderten Regeln zu Leine und Betreten der Grünanlagen, da der Bereich teils als Parkanlage eingestuft ist.

Wenige Minuten zu Fuß entfernt liegt der Padersee, ein beliebtes Naherholungsgewässer südlich der Innenstadt. Rund um den See führt ein befestigter Rundweg, der sich gut für ausgedehnte Morgenspaziergänge eignet. Im Sommer ist der Bereich rund um den Badestrand erfahrungsgemäß für Hunde eingeschränkt — informiere dich beim Stadtportal Paderborn über die jeweils gültigen Badebereichsregelungen, bevor du mit deinem Hund ans Ufer gehst. Außerhalb der Badebereiche und der Hauptsaison ist der See deutlich entspannter zu besuchen.

Stadtwald Paderborn und Sennewälder

Südlich der Stadt beginnt einer der größten zusammenhängenden Waldgebiete Ostwestfalens: der Paderborner Stadtwald, der nahtlos in die ausgedehnten Sennewälder übergeht. Breite Forstwege, ruhige Waldpfade und kaum Verkehr machen diesen Bereich zum Paradies für Hunde, die echten Auslauf brauchen. Der Boden ist meist sandig oder lehmig, was auch nach Regen gut begehbar bleibt. Achte darauf, dass Teile der Senne als Truppenübungsplatz der Bundeswehr ausgewiesen und deshalb für die Öffentlichkeit gesperrt sind — halte dich strikt an die markierten Wege und beachte die Sperrhinweise.

Besonders schön ist der Einstieg über den Ortsteil Schloß Neuhaus, von wo aus du in wenigen Minuten tief in den Wald eintreten kannst. Die Alme und mehrere kleine Waldbäche queren die Wege — viele Hunde nutzen diese Stellen begeistert zum Waten. Wer mehr Struktur sucht, folgt den ausgeschilderten Rundwanderwegen, die das Tourismusbüro der Region bereitstellt. Informationen zu aktuellen Wegesperrungen findest du bei Teutoburger Wald Tourismus.

Schloß Neuhaus und der Almesee

Schloß Neuhaus, ein Stadtteil nördlich des Zentrums, verbindet barocke Schlossarchitektur mit großzügigen Grünanlagen. Der Schlosspark lädt zu entspannten Runden ein, wobei du hier — wie in vielen gestalteten Parkanlagen — unbedingt die ausgehängten Parkordnungen lesen solltest, da Leinenpflicht und Betretungsregeln gelten können. Unmittelbar angrenzend fließt die Alme durch eine weitläufige Auenlandschaft, die deutlich weniger Einschränkungen kennt und Hunden gute Möglichkeiten zum Schnüffeln und Erkunden bietet.

Der nahegelegene Almesee bei Salzkotten — in kurzer Autofahrt erreichbar — ergänzt das Angebot perfekt. Die Uferwege rund um den See sind gut ausgebaut, das Gelände ist flach und für Hunde aller Altersgruppen geeignet. Im Sommer gilt auch hier: Badebereiche sind häufig hundefrei, also vorher informieren. Für Übernachtungen in der Almetal-Region gibt es zunehmend hundefreundliche Optionen — Plattformen wie rundum.dog listen lokale Einträge, sobald Partner vor Ort aufgenommen sind.

Externsteine und Teutoburger Wald

Rund 35 Kilometer westlich von Paderborn ragen die Externsteine aus dem Teutoburger Wald — bizarre Sandsteinfelsen, die zu den bekanntesten Naturdenkmälern Deutschlands zählen. Der Weg dorthin und die Wanderwege rund um den Hermannsweg sind mit Hund gut machbar: breite, gut beschilderte Pfade, abwechslungsreiches Gelände, viel Wald. Der unmittelbare Bereich um die Felsen ist zeitweise sehr belebt, weshalb eine kurze Leine in der Hauptsaison sinnvoll ist.

Wichtig: Die Externsteine liegen im Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge, in dem teils besondere Schutzvorschriften gelten. Abseits der markierten Wege solltest du mit deinem Hund nicht gehen, besonders während der Brut- und Setzzeit im Frühjahr. Aktuelle Hinweise zu Wegesperrungen und Schutzgebieten gibt das Naturparkzentrum Teutoburger Wald heraus. Der Ausflug lohnt sich zu jeder Jahreszeit — im Herbst besonders, wenn der Buchenwald leuchtet.

Hund und lokale Regeln in Paderborn

Hundehaltung ist in Deutschland stark reguliert, und Nordrhein-Westfalen hat eigene Landesgesetze, die durch städtische Satzungen ergänzt werden. Was auf dem Papier komplex klingt, ist im Alltag meist überschaubar — wenn man weiß, wo man nachschauen muss.

Leinenpflicht in Paderborn

In Paderborn gilt — wie in den meisten deutschen Städten — eine allgemeine Leinenpflicht in belebten Bereichen: Innenstadt, Fußgängerzone, Parks, Spielplätze und öffentliche Gebäudeumfelder. Die genauen Regeln sind in der Ordnungsbehördlichen Verordnung der Stadt Paderborn festgelegt, die du beim Stadtordnungsamt oder über das Stadtportal einsehen kannst. Achte besonders auf ausgewiesene Schutzzonen rund um Spielplätze: Hier ist Hunden der Zutritt in der Regel ganz untersagt.

In Waldgebieten und auf Feldwegen außerhalb der Ortschaften gelten zwar weniger strenge Vorschriften — du trägst aber immer die Verantwortung dafür, dass dein Hund unter Kontrolle ist und Wildtiere, Landwirtschaft und andere Erholungssuchende nicht gefährdet. Das Landesnaturschutzgesetz NRW schreibt vor, dass Hunde in der freien Natur so zu halten sind, dass sie keine Wildtiere aufscheuchen oder verfolgen. Informiere dich über die jeweils gültige Regelung direkt beim Ordnungsamt der Stadt Paderborn.

Ein praktischer Grundsatz: Nimm immer eine Leine mit, auch wenn du denkst, du brauchst sie nicht. Situationen können sich schnell ändern — ein Reh am Waldrand, ein Kind auf dem Rad oder ein anderer Hund mit Angst reichen aus, um eine entspannte Runde in Stress zu verwandeln.

Anmeldung und Hundesteuer in Paderborn

Wer in Paderborn mit Hauptwohnsitz gemeldet ist und einen Hund hält, muss diesen innerhalb von zwei Wochen nach der Anschaffung oder dem Zuzug beim Steueramt der Stadt anmelden. Als Nachweis erhältst du eine Hundesteuermarke, die dein Hund im öffentlichen Raum sichtbar tragen muss. Diese Marke erleichtert auch die Rückführung bei Verlust erheblich.

Die Höhe der Hundesteuer legt die Stadt Paderborn durch ihre Hundesteuersatzung fest — konkrete Beträge können sich ändern, deshalb nenne ich hier keine Zahlen. Die aktuell gültige Satzung findest du auf dem Stadtportal Paderborn oder direkt beim Steuer- und Stadtkassenamt. Für als gefährlich eingestufte Hunderassen (sogenannte Listenhunde) gelten in NRW erhöhte Steuersätze sowie zusätzliche Auflagen — dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Tagesbesucher mit Hund, die keinen Wohnsitz in Paderborn haben, müssen keine Hundesteuer entrichten. Für sie gelten jedoch dieselben Verhaltensregeln im öffentlichen Raum wie für alle anderen Hundehalter.

Listenhunde und das Landeshundegesetz NRW

Nordrhein-Westfalen regelt den Umgang mit bestimmten Hunderassen im Landeshundegesetz NRW (LHundG NRW). Dieses Gesetz unterscheidet zwischen Hunden, bei denen eine Gefährlichkeit vermutet wird (z.B. American Pit Bull Terrier, Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier und deren Kreuzungen), und Hunden, die durch ihr individuelles Verhalten als gefährlich eingestuft wurden.

Für Hunde der ersten Gruppe gelten unter anderem: Leinenpflicht und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum, eine Erlaubnispflicht durch das zuständige Veterinäramt sowie ein Sachkundenachweis des Halters. Ob dein Hund unter diese Regelungen fällt und welche konkreten Auflagen für dich gelten, kläre verbindlich beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Paderborn. Eine Übersicht des aktuellen Gesetzestextes bietet das Recht NRW Portal. Verlass dich nicht auf mündliche Aussagen oder veraltete Listen — das Gesetz wurde in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst.

Öffentlicher Verkehr, Gastronomie und Kotentsorgung

In den Stadtbussen des Padersprinter (dem Nahverkehrsverbund der Stadt Paderborn) sind Hunde grundsätzlich mitnahmefahrfähig, sofern sie keine anderen Fahrgäste gefährden oder belästigen. Kleine Hunde, die in einer geschlossenen Transportbox reisen, gelten meist als Gepäck. Größere Hunde benötigen in der Regel einen eigenen Fahrschein und müssen angeleint mitfahren — prüfe die aktuellen Beförderungsbedingungen direkt beim Padersprinter oder beim zugehörigen Verkehrsverbund OWL, da die Konditionen variieren können.

Die Paderborner Gastronomieszene ist in Bezug auf Hunde durchaus offen, aber nicht einheitlich. Viele Cafés und Restaurants in der Innenstadt erlauben Hunde auf der Terrasse — im Innenraum ist es eher die Ausnahme. Ruf im Zweifelsfall kurz an, bevor du mit deinem Hund losziehst: Das spart Frust auf beiden Seiten. Besonders hundefreundlich sind erfahrungsgemäß Lokale entlang der Pader und in den Stadtteilen Schloß Neuhaus und Elsen.

Zur Kotentsorgung: Paderborn stellt im Stadtgebiet Kotbeutelspender auf — nutze sie konsequent, auch auf Grünstreifen und Feldwegen. Das Liegenlassen von Hundekot ist ordnungswidrig und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Die Höhe des Bußgelds richtet sich nach der aktuellen Bußgeldkatalogverordnung des Landes NRW und der städtischen Praxis — verbindliche Beträge nennt dir das Ordnungsamt auf Anfrage. Nimm im Zweifel immer eigene Beutel mit, denn die öffentlichen Stationen sind nicht überall und nicht immer gefüllt.

Praktisches vor Ort in Paderborn

Paderborn ist eine Stadt, in der du als Hundehaltender gut aufgestellt bist — wenn du die richtigen Anlaufstellen kennst. Von der tierärztlichen Notfallversorgung über Hundeschulen bis hin zu Betreuungsangeboten findest du hier einen soliden Überblick, damit dein Alltag mit Hund reibungslos läuft.

Tierärzte und Notfallversorgung in Paderborn

Im Stadtgebiet Paderborn gibt es mehrere tierärztliche Praxen, die Hunde ambulant versorgen. Für den tierärztlichen Notfall außerhalb der Sprechzeiten gilt in Nordrhein-Westfalen ein organisierter Notdienst — die aktuell diensthabende Praxis erfährst du über den Tierärztlichen Notfalldienst NRW oder direkt über die Tierärztekammer Westfalen-Lippe. Halte die Nummer deiner Hauspraxis sowie die regionale Notfallnummer griffbereit, bevor du sie brauchst. Die nächste Tierklinik mit Nacht- und Wochenendkapazitäten erreichst du über die Vermittlung des Notdienstes — prüfe vorher den aktuellen Stand, da sich Dienstpläne ändern.

  • Lies die Notfallinformationen auf der Website der Tierärztekammer Westfalen-Lippe.
  • Speichere die Nummer deiner Stammpraxis sowie eine Notfallklinik im Umkreis.
  • Im Zweifel gilt: Bei akuten Vergiftungen oder schweren Verletzungen sofort fahren, nicht erst anrufen.

Für Hunde, die regelmäßig im Paderborner Wald oder an der Pader unterwegs sind, lohnt sich ein aktueller Impfschutz gegen Leptospirose — der Kontakt mit Gewässern und Wildtieren ist hier alltäglich. Sprich deine Hauspraxis auf regionale Infektionsrisiken an.

Hundeschulen und Training in Paderborn

Paderborn und das direkte Umland bieten mehrere Hundeschulen und Trainingsangebote für unterschiedliche Bedürfnisse — vom Welpenkurs bis zum Gehorsamkeitstraining für erwachsene Hunde. Ob du einen Neuankömmling sozialisieren oder Problemverhalten angehen willst, das Angebot ist vielfältig. Achte bei der Wahl einer Hundeschule auf nachgewiesene Qualifikationen des Trainers, zum Beispiel die Sachkundeprüfung nach § 11 Tierschutzgesetz oder anerkannte Verbandszertifizierungen. Eine Liste geprüfter Anbieter findest du über den Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Paderborn.

Manche Schulen in der Region nutzen die Grünflächen rund um den Paderborner Stadtwald oder den Auenbereich der Pader für praxisnahe Einheiten im Freien. Das ist ein echter Vorteil gegenüber reinen Hallenkursen — dein Hund lernt unter realen Ablenkungsbedingungen. Frag gezielt nach Einzelstunden für spezifische Problemstellungen, wenn ein Gruppenformat nicht passt. Vergleiche mindestens zwei Anbieter, bevor du buchst.

Hundeauslaufzonen und Freilaufflächen in Paderborn

In Paderborn gibt es ausgewiesene Hundeauslaufzonen, in denen Hunde ohne Leine rennen dürfen — die genauen Standorte und Regelungen veröffentlicht die Stadt auf ihrer offiziellen Website. Schau dort vor deinem Besuch nach, denn Flächen können sich ändern oder vorübergehend gesperrt sein. Außerhalb dieser Zonen gilt im öffentlichen Raum in der Regel Leinenpflicht — besonders auf Spielplätzen, in der Fußgängerzone und in der Nähe von Schulen.

Eine beliebte Anlaufstelle für Hundefamilien ist der Bereich entlang der Pader, wo die Wege breit genug sind, um andere Passanten nicht zu stören. Der Paderborner Stadtwald bietet ebenfalls weitläufige Bewegungsmöglichkeiten — auch dort gelten in Teilen saisonale Einschränkungen, zum Beispiel während der Brut- und Setzzeit. Die Stadt Paderborn informiert auf paderborn.de über aktuelle Regelungen zu Grünanlagen und Hundefreilauf.

  • Prüfe ausgewiesene Auslaufzonen vorab auf der Stadtwebsite.
  • Außerhalb der Zonen: Leine anlegen, besonders in der Innenstadt.
  • Im Stadtwald saisonale Einschränkungen beachten — Schilder vor Ort lesen.
  • Mitnahme von Kotbeuteln ist Pflicht; Spender stehen an mehreren Stellen im Stadtgebiet.

Hundepensionen und Tagesbetreuung rund um Paderborn

Wenn du deinen Hund für einen Urlaub oder längere Abwesenheit unterbringen willst, findest du im Raum Paderborn mehrere Hundepensionen und Tagesbetreuungen. Einige liegen direkt im Stadtgebiet, andere am Rand des Teutoburger Waldes — mit großzügigeren Freibereichen und naturnaher Umgebung. Bei der Auswahl solltest du auf aktuelle behördliche Genehmigungen achten: Wer gewerblich mehr als drei fremde Hunde betreut, braucht eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz.

Lass dir beim Besichtigungstermin die Schlaf- und Auslaufbereiche zeigen und frag nach dem Betreuungsschlüssel — also wie viele Hunde eine Betreuungsperson gleichzeitig beaufsichtigt. Für Hunde mit besonderen Bedürfnissen oder sozialen Schwierigkeiten eignen sich kleinere Familienpensionen oft besser als große Gruppen. Auch Hundesitter und Gassigeher, die deinen Hund zu Hause oder bei sich betreuen, sind in Paderborn über lokale Vermittlungsplattformen zu finden — prüfe dort Bewertungen und frage nach Referenzen.

Plane die Buchung besonders für Ferienzeiten frühzeitig ein: Kapazitäten in der Region sind in den NRW-Schulferien erfahrungsgemäß schnell ausgelastet. Ein erstes Probeübernachten hilft deinem Hund, die neue Umgebung stressfrei kennenzulernen.


Saisonal in Paderborn

Paderborn liegt im Übergangsbereich zwischen dem flachen Münsterland und den ersten Ausläufern des Teutoburger Waldes — das macht die Stadt zu einer Gegend mit echten Jahreszeiten. Jede Saison stellt dich und deinen Hund vor andere Herausforderungen und schenkt euch gleichzeitig besondere Momente im Freien.

Frühling: Brut- und Setzzeit im Paderborner Raum

Wenn im März und April der Paderborner Stadtwald grün wird und die Pader mehr Wasser führt, zieht es Hunde und Halter mit Macht nach draußen. Genau jetzt beginnt aber auch die Brut- und Setzzeit — Vögel nisten am Boden, Rehe setzen ihre Kitze im hohen Gras. Ein frei laufender Hund kann in dieser Zeit erheblichen Schaden anrichten, ohne dass du es bemerkst. In Nordrhein-Westfalen gilt nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW in Wäldern und naturnahen Flächen oft eine verschärfte Anleinpflicht von Anfang März bis Mitte Juli — die genauen Regelungen findest du beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV).

Halte dich an markierte Wege und halte deinen Hund auch dann an der Leine, wenn er eigentlich gut abrufbar ist — das Risiko für Wildtiere ist schlicht zu hoch. Gerade im Bereich des Sintfelder Waldes und der Felder östlich der Stadt gibt es junge Wildtiere, die bei einem Hundebesuch in Stress geraten. Nutze den Frühling stattdessen für Trainingseinheiten mit Leine auf den Paderpfaden — die Sinnesreize sind ohnehin so vielfältig, dass auch angeleine Hunde voll auf ihre Kosten kommen.

  • Leine von März bis Mitte Juli in Wald- und Feldgebieten — auch abseits von Schildern.
  • Kitze liegen reglos im hohen Gras — schick deinen Hund nie ins Unterholz.
  • Zeckenschalten nach dem Frühjahrsausflug — der Teutoburger-Wald-Rand ist ein aktives Zeckengebiet.

Sommer: Hitze, Wasser und Sonnenschutz in Paderborn

Paderborner Sommer können heiß werden — besonders im Juli und August klettern die Temperaturen regelmäßig über 30 Grad. Die Pader mit ihren kühlen Quellen ist dann ein echter Segen: Das Wasser ist ganzjährig kühl und lädt zum Planschen ein — prüfe aber vor Ort, ob Hunde an der jeweiligen Stelle zugelassen sind. Nicht alle Uferstreifen erlauben Hunde, und Badeseen im Kreis Paderborn haben teils eigene Regeln für Vierbeiner.

Vermeide Spaziergänge zwischen 11 und 16 Uhr an heißen Tagen. Der Asphalt in der Innenstadt und auf der Westernstraße heizt sich stark auf — teste mit dem Handrücken, ob der Boden für Pfoten noch erträglich ist. Hunde mit kurzem Fell, heller Nase oder kurzer Schnauze (Bulldoggen, Möpse) sind besonders hitzegefährdet. Frisches Wasser, Schatten und kurze Strecken sind im Hochsommer die wichtigsten Parameter. Der frühe Morgen im Stadtwald oder entlang der Alme ist im Sommer die beste Ausgangszeit.

  • Wasserflaschen immer mitführen — auch auf kurzen Wegen.
  • Pfoten nach Stadttouren auf Hitze und Verletzungen prüfen.
  • Hund nie im geparkten Auto lassen — auch nicht kurz.
  • Blaualgen an stehenden Gewässern sind giftig; informiere dich über aktuelle Warnmeldungen der Stadt.

Herbst: Wald, Pilzzeit und nasskalte Wege um Paderborn

Der Herbst ist für viele Hundehalter die schönste Jahreszeit rund um Paderborn. Der Paderborner Stadtwald und die Wälder Richtung Teutoburger Wald leuchten in Rot und Gold, die Luft ist frisch, und die Wege sind noch trocken genug für lange Touren. Ideal für ausgedehnte Runden auf den Paderpfaden oder einem Abstecher zur Burgruine Lippspringe im Nachbarort.

Gleichzeitig beginnt im Herbst die Jagdsaison — in den Wäldern und Feldern rund um Paderborn wird aktiv gejagt. Halte deinen Hund besonders in der Dämmerung und an Waldrändern an der Leine. Erkennbare Warnhinweise am Waldeingang zeigen aktive Jagdbezirke an — respektiere sie unbedingt. Außerdem: Pilze, die dein Hund aufnimmt, können gefährlich sein; der Herbstwald lädt Hunde zum Schnüffeln ein, aber einige einheimische Pilzarten sind für sie toxisch. Gewöhne deinen Hund an das „Lass es"-Kommando, bevor ihr in den Herbstwald geht.

Nasse Laubwege auf den Hügeln östlich der Stadt können rutschig werden — das gilt besonders für ältere Hunde mit Gelenkproblemen. Pfoten nach Waldtouren auf eingeschlossene Kletten und Grannen prüfen; die Herbstvegetation rund um Paderborn trägt einiges davon.

Winter: Kälte, Streusalz und kurze Tage in Paderborn

Paderborner Winter sind selten extrem, aber Frost, Glätte und gelegentlicher Schnee gehören dazu. Das größte Problem für Hunde ist dabei weniger die Kälte selbst als das Streusalz und Tausalzgemische auf Gehwegen und Straßen. Salz brennt in den Pfoten, besonders wenn kleine Risse oder Schnittflächen vorhanden sind. Wische die Pfoten deines Hundes nach jedem Stadtspaziergang gründlich ab und erwäge Pfotenpflege mit Balsam oder gegebenenfalls Pfotenschuhe für empfindliche Hunde.

Im Stadtwald liegt im Winter oft weniger Salz als auf befestigten Straßen — ein guter Grund, auch im Januar dorthin auszuweichen. Achte auf zugefrorene Gewässer: Die Pader friert selten vollständig zu, aber kleinere Teiche und Pfützen können trügerisch wirken. Lass deinen Hund niemals auf dünnes Eis laufen. Kurzhaarhunde frieren schneller als du denkst — ein Hundemantel ist bei Temperaturen unter Null für schlanke oder kurzhaarige Rassen sinnvoll, nicht nur dekorativer Quatsch.

Die kurzen Tage bedeuten, dass viele Gassigehzeiten in die Dunkelheit fallen. Trage reflektierende Kleidung und hänge deinem Hund ein Blinklicht oder eine reflektierende Leine um — besonders an den Radwegen entlang der Pader und auf der Riemeke-Route ist bei Dunkelheit Radverkehr unterwegs. Winterzeit ist auch eine gute Gelegenheit für Indoor-Training: Viele Hundeschulen in Paderborn bieten in der kalten Jahreszeit verstärkt Halleneinheiten an.

  • Pfoten nach Stadtspaziergängen abwaschen und auf Risse prüfen.
  • Kein Eis betreten — auch wenn der Hund es schon getan hat.
  • Reflektoren für Mensch und Hund bei Dämmerungsspaziergängen.
  • Regelmäßige Fellpflege im Winter, damit Salz und Schmutz nicht in der Haut bleiben.

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