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Dortmund riecht nach frisch gemähtem Rasen im Westfalenpark, nach Kaffee vor den Brauereikneipen an der Borsigstraße und nach nassem Herbstlaub in den Emscherwiesen. Die Stadt im östlichen Ruhrgebiet…

Blick auf Dortmund
Bild: Wikimedia Commons – Dortmund Panorama.jpg von Lucas Kaufmann/Dortmund · CC BY-SA 3.0

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Hintergrund zur Region

Dortmund riecht nach frisch gemähtem Rasen im Westfalenpark, nach Kaffee vor den Brauereikneipen an der Borsigstraße und nach nassem Herbstlaub in den Emscherwiesen. Die Stadt im östlichen Ruhrgebiet ist größer, grüner und hundefreundlicher, als viele von außen erwarten. Wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch kommt, findet ein dichtes Netz aus Parks, Waldgebieten, Flussauen und Szenevierteln — alles erreichbar per Leine und U-Bahn.

Mit rund 600.000 Einwohnern ist Dortmund eine der bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands, doch die Grünflächen sind beeindruckend großzügig. Der Stadtwald, die Hörde Bachstraße, der Phoenixsee und der Naturpark Hohe Mark am Stadtrand bieten echten Freiraum — keine Alibi-Grünstreifen, sondern ausgewachsene Ausflugsziele. Gerade an Regentagen, wenn der Schiefer der alten Zechenmauern glänzt, hat diese Ruhrgebietsstadt eine ganz eigene Wucht.

Diese Seite sammelt alles, was du als Hundehaltender in Dortmund wissen solltest: die schönsten Ausflugsziele, die geltenden Regeln, praktische Adressen und saisonale Hinweise. Alle Angaben zu Regelungen sind auf dem Stand der Recherche — prüfe aktuelle Änderungen immer direkt bei der Stadt oder dem zuständigen Amt.

Tagesausflüge mit Hund in Dortmund

Dortmund hat mehr Wald und Wasser, als seine Industriegeschichte vermuten lässt. Hier folgen die vier Orte, die sich für einen Ausflug mit Hund besonders lohnen — vom stadtnahen Seeufer bis zum großen Naturschutzgebiet.

Westfalenpark und Rombergpark: Grüne Lunge mit Regeln

Der Westfalenpark gehört zu den bekanntesten Stadtparks des Ruhrgebiets. Auf rund 70 Hektar wechseln Rosengarten, Teichanlagen und weitläufige Wiesenflächen einander ab. Der Fernsehturm Florian ragt markant über die Baumkronen, und an ruhigen Wochentagen kann man hier fast vergessen, mitten in einer Großstadt zu sein. Für Hunde gilt im Westfalenpark eine ganzjährige Leinenpflicht — außerdem ist der Zutritt mit Hund in bestimmte Bereiche eingeschränkt oder kostenpflichtig; prüfe die aktuellen Einlassbedingungen auf der Website der Stadt Dortmund oder direkt am Eingang.

Direkt benachbart liegt der Rombergpark mit seinem botanischen Garten. Der alte Baumbestand aus Buchen, Eichen und exotischen Gehölzen macht jeden Spaziergang zum kleinen Botanikausflug. Auch hier gelten Leinenpflicht und Verhaltensregeln, die du vor dem Besuch prüfen solltest. Der Park ist über mehrere Eingänge erreichbar und gut mit Bus und Bahn angebunden.

Phoenixsee: Stadtspaziergang am Wasser

Auf dem Gelände des ehemaligen Stahlwerks Phoenix Ost entstand ein künstlicher See, der heute eines der beliebtesten Naherholungsgebiete Dortmunds ist. Die Uferpromenade am Phoenixsee ist etwa 4,5 Kilometer lang und lässt sich entspannt zu Fuß umrunden. Cafés, Restaurants und Bootsverleihe prägen das Ufer — und an Wochenenden ist viel Betrieb, was Hunde mit guter Sozialisierung eher stärkt als überfordert. Leinenpflicht gilt entlang der Promenade; außerhalb der befestigten Wege gibt es am Südufer etwas mehr Spielraum, aber auch dort liegt die Verantwortung bei dir.

Das Viertel Hörde rund um den See hat Charakter: alte Ziegelhäuser, Straßencafés, ein lebhafter Wochenmarkt. Wer seinen Hund gut an Stadtreize gewöhnt hat, kann hier einen ganzen Vormittag verbringen. Parken ist in der Nähe möglich, die U-Bahn-Linie U47 bringt dich direkt ans Seeufer.

Stadtwald Dortmund: Waldlauf und Schnüffelpfade

Der Dortmunder Stadtwald erstreckt sich im Süden der Stadt und zählt zu den größten zusammenhängenden Stadtwaldflächen in NRW. Breite Forstwege wechseln sich mit schmalen Trampelpfaden ab; Bäche durchziehen das Gelände, und im Frühling blühen Buschwindröschen so weit das Auge reicht. Für Hunde mit Freude an Bewegung ist der Stadtwald der beste Alltagsausflug, den Dortmund bietet — Raum zum Laufen, Schnüffeln und Abschalten vom Stadtlärm.

Beachte, dass auch im Stadtwald in bestimmten Bereichen Leinenpflicht gilt — besonders in der Brut- und Setzzeit zwischen März und Juli. Informiere dich über aktuelle Schutzgebietsgrenzen beim Umweltamt Dortmund. Der Wald ist von mehreren Stadtteilen aus zu Fuß oder per Rad erreichbar und hat kaum ausgeschilderte Einschränkungen für Hunde außerhalb der Schutzzeiten.

Emscher und Emschertal: Industrienatur auf Entdeckungstour

Die Emscher durchquert das nördliche Dortmund und war Jahrzehnte lang ein offener Abwasserkanal. Seit dem großen Umbau durch die Emschergenossenschaft ist der Fluss renaturiert — Uferpfade, Wiesenflächen und neue Auenwälder sind entstanden. Der Emscherweg als Fernwanderweg führt durch diese Landschaft und lässt sich abschnittsweise auch für kürzere Spaziergänge nutzen. Der Mix aus alten Industriedenkmälern, jungem Auengrün und weitem Himmel ist typisch Ruhrgebiet und fotografisch dankbar.

Im Bereich Dortmund-Mengede und -Deusen gibt es breitere Uferabschnitte, an denen Hunde — je nach Uferbeschaffenheit — ins Wasser können. Prüfe, ob an deiner Zielstelle Badeverbot für Hunde ausgeschildert ist; die Gewässerqualität variiert. Für Streckenplanungen und aktuelle Wegeinfos bietet die Metropole Ruhr einen digitalen Routenplaner mit Filtermöglichkeiten.

Hund und lokale Regeln in Dortmund

Regeln klingen trocken — doch wer sie kennt, spart Ärger, Bußgeld und schlechte Laune. In Dortmund gilt eine Kombination aus städtischen Satzungen, NRW-Landesrecht und einzelnen Schutzgebietsverordnungen. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick.

Leinenpflicht: Wo und wann du anleinen musst

In Dortmund gilt in belebten Innenstadtbereichen, auf Kinderspielplätzen, in öffentlichen Parks und auf Friedhöfen grundsätzlich Leinenpflicht. Die genaue Abgrenzung ist in der städtischen Gefahrenabwehrverordnung geregelt — diese kann geändert werden, also prüfe immer die aktuell gültige Fassung. In Naturschutzgebieten und bestimmten Waldabschnitten gilt die Leinenpflicht ganzjährig oder zumindest saisonal, unabhängig von der Stadtsatzung.

Grundsätzlich gilt in Nordrhein-Westfalen nach dem Landeshundegesetz (LHG NRW), dass Hunde in der Öffentlichkeit so zu halten sind, dass niemand gefährdet oder belästigt wird. Das bedeutet: Selbst dort, wo keine explizite Leinenpflicht ausgeschildert ist, trägst du die Verantwortung für das Verhalten deines Hundes. Im Zweifel anleinen — das gilt als Grundregel. Aktuelle Informationen findest du auf der Website der Stadt Dortmund unter dem Bereich Ordnung und Sicherheit.

Anmeldung und Hundesteuer in Dortmund

In Dortmund besteht Anmeldepflicht für jeden Hund — du musst deinen Hund innerhalb weniger Tage nach Anschaffung oder Zuzug beim Steueramt der Stadt anmelden. Im Gegenzug erhältst du eine Steuermarke, die dein Hund sichtbar am Halsband tragen muss. Die Hundesteuer ist eine kommunale Abgabe; die genaue Höhe regelt die Hundesteuersatzung der Stadt Dortmund — prüfe die aktuellen Beträge direkt beim städtischen Steueramt oder auf der Stadtwebsite, da die Sätze regelmäßig angepasst werden können.

Für sogenannte gefährliche Hunde — darunter fallen nach LHG NRW bestimmte Rassen und Hunde mit behördlich festgestellter Gefährlichkeit — gelten gesonderte Steuer- und Haltungsauflagen. Wer mit einem Listenhund nach Dortmund zieht, sollte sich vor dem Umzug beim zuständigen Ordnungsamt informieren. Das Versäumen der Anmeldung kann ein Bußgeld nach sich ziehen.

Listenhunde und das Landeshundegesetz NRW

Nordrhein-Westfalen regelt die Haltung bestimmter Hunderassen im Landeshundegesetz NRW (LHG NRW). Dieses Gesetz unterscheidet zwischen Hunden, bei denen eine Gefährlichkeit vermutet wird, und solchen, bei denen sie individuell festgestellt wurde. Zu den Rassen, für die in NRW besondere Voraussetzungen gelten können, zählen unter anderem American Pit Bull Terrier, Staffordshire Bullterrier und andere — die vollständige Liste und die aktuellen Anforderungen findest du beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) sowie direkt beim Ordnungsamt Dortmund.

Halter von Listenhunden benötigen in NRW in der Regel einen Sachkundenachweis, eine Haftpflichtversicherung und einen Wesenstest — außerdem gilt in der Öffentlichkeit Leinen- und Maulkorbpflicht für diese Hunde. Da sich gesetzliche Grundlagen ändern können, ist eine direkte Rückfrage beim Ordnungsamt vor der Anschaffung oder dem Zuzug dringend empfehlenswert. Unwissenheit schützt nicht vor Konsequenzen.

Hunde im Nahverkehr, auf Märkten und in der Gastronomie

Im Dortmunder Stadtbahn- und Busnetz (DSW21) sind Hunde grundsätzlich mitnehmbar — in der Regel kostet ein Hund ein Kinderticket oder ist mit einem gültigen Fahrschein abgedeckt. Hunde müssen angeleint sein und dürfen bei hohem Fahrgastaufkommen nicht mitgenommen werden, wenn sie andere Fahrgäste behindern. Kleine Hunde in geschlossener Tragetasche fahren meist kostenlos mit. Prüfe die aktuellen Beförderungsbedingungen direkt beim DSW21, da sich Details ändern können.

Auf Wochenmärkten — etwa dem großen Markt in der Innenstadt oder dem Markt in Hörde — sind Hunde in vielen Fällen geduldet, aber kein Recht; Marktordnungen können Hunde ausschließen. Gastronomie ist in Dortmund zunehmend hundefreundlich, besonders in Biergärten und an Außenterrassen. Frag beim Eintreten kurz nach — das klärt Erwartungen auf beiden Seiten und vermeidet Konflikte. Eine rechtliche Pflicht zur Duldung besteht nicht; Gastronomen entscheiden selbst.

  • Kot beseitigen: In Dortmund besteht Pflicht zur sofortigen Beseitigung von Hundekot im öffentlichen Raum. Beutel nicht in Papierkörbe werfen, sondern in dafür vorgesehene Hundekotbehälter — diese sind in Parks und an Hauptwegen aufgestellt.
  • Hundetoiletten: Die Stadt betreibt mehrere ausgewiesene Hundebereiche und -toiletten; deren Standorte erfährst du über das Stadtportal oder vor Ort an Hinweisschildern.
  • Bußgelder: Verstöße gegen Leinenpflicht und Kotbeseitigungspflicht können mit Bußgeldern geahndet werden — die genauen Beträge regelt das Ordnungswidrigkeitenrecht in Verbindung mit der städtischen Satzung.

Praktisches vor Ort in Dortmund

Dortmund ist eine Großstadt mit allem, was du für ein hundefreundliches Leben brauchst — wenn du weißt, wo du suchen musst. Tierärzte, Hundeschulen und Betreuungsangebote verteilen sich über die gesamte Stadt, von der Innenstadt bis in die Außenbezirke wie Aplerbeck oder Lütgendortmund. Ein kurzer Vorabcheck spart dir im Ernstfall wertvolle Zeit.

Tierärzte und Notfallversorgung in Dortmund

Im tiermedizinischen Alltag hast du in Dortmund eine breite Auswahl: Allgemeinpraxen gibt es in nahezu jedem Stadtbezirk, von Hörde über die Nordstadt bis nach Brackel. Für Notfälle außerhalb der regulären Sprechzeiten solltest du dir vorab eine tierärztliche Notfallpraxis heraussuchen — in einer Stadt dieser Größe gibt es mehrere Anlaufstellen, die nachts und am Wochenende geöffnet sind. Ruf im Zweifel beim regulären Tierarzt an: Die Ansage nennt dir oft die zuständige Notfallvertretung. Empfehlenswert ist außerdem, die Nummer einer nahegelegenen Tierklinik im Handy gespeichert zu haben, die auch komplexere Eingriffe durchführen kann.

Die Tierärztekammer Westfalen-Lippe führt ein aktuelles Verzeichnis zugelassener Praxen und hilft dir, einen Notfalldienst in deiner Nähe zu finden. Einen guten Ausgangspunkt bietet die offizielle Suche unter tkaewl.de. Halte außerdem die Telefonnummer deines Tierarztes und die nächste Notfallklinik griffbereit — besonders wenn du mit einem Hund mit Vorerkrankungen unterwegs bist.

Hundeschulen und Training in Dortmund

Das Angebot an Hundeschulen und Hundetrainern in Dortmund ist vielfältig. Ob Welpenkurs, Begleithundeprüfung oder verhaltenstherapeutische Beratung — du findest Anbieter in fast allen Stadtteilen. Achte bei der Wahl auf qualifizierte Trainer: In Deutschland ist die Berufsbezeichnung „Hundetrainer" nicht geschützt, deshalb lohnt ein Blick auf Zertifikate, Mitgliedschaften in Berufsverbänden oder empfohlene Ausbildungsgänge.

Viele Schulen bieten neben klassischen Gehorsamkeitskursen auch Sportkurse wie Agility, Mantrailing oder Trickdogging an — eine gute Möglichkeit, den Hund auch in der Großstadt mental auszulasten. Einige Anbieter führen Kurse im Freien durch, etwa in Parks oder auf eigenen Trainingsgeländen. Frag gezielt nach dem Trainingskonzept und der Methodik: Seriöse Trainer arbeiten ohne Zwang und erklären dir transparent, was sie warum tun. Das Stadtgebiet Dortmund bietet genug Fläche, dass auch spezialisierte Schulen für bestimmte Rassen oder Trainingsziele erreichbar sind.

Hundeauslaufzonen und eingezäunte Flächen

In Dortmund gibt es ausgewiesene Hundeauslaufzonen, an denen dein Hund ohne Leine toben darf — sofern du die dort geltenden Regeln beachtest. Diese Flächen befinden sich unter anderem in verschiedenen Stadtparks und Grünzügen. Wo genau Auslaufzonen ausgewiesen sind und welche Regeln dort konkret gelten, erfährst du beim Stadtplanungsamt oder Ordnungsamt Dortmund — prüfe die aktuelle Lage immer vor Ort oder auf der offiziellen Stadtwebsite unter dortmund.de.

Eingezäunte Hundewiesen, auf denen Hunde sicher ohne Leine laufen können, sind in deutschen Großstädten noch nicht überall Standard. Manche werden von Vereinen oder privaten Initiativen betrieben und verlangen eine Mitgliedschaft oder einen Tagesbeitrag. Wer einen sozialen Hund mit viel Bewegungsbedarf hat, profitiert besonders von diesen Angeboten — der Hund kann sich austoben, du kannst dich mit anderen Hundehaltern austauschen. Informiere dich über Plattformen lokaler Hundehalter-Gruppen, um aktuelle Empfehlungen zu bekommen, denn Betrieb und Verfügbarkeit solcher Flächen können sich ändern.

Hundebetreuung, Pensionen und mobile Dienste

Für Urlaub, Dienstreisen oder lange Arbeitstage gibt es in Dortmund ein wachsendes Angebot an Hundebetreuung. Hundepensionen im Stadtgebiet und im direkten Umland nehmen Hunde tage- oder wochenweise auf. Qualität und Betreuungsschlüssel variieren stark — besuche die Einrichtung vorab, sprich mit den Betreuern und achte darauf, dass dein Hund die Möglichkeit hat, sich zurückzuziehen und ausreichend Auslauf bekommt.

Alternativ bieten Hundesitter und Dogwalker ihre Dienste direkt in deinem Zuhause oder als Gassiservice an. Plattformen vermitteln solche Kontakte, aber auch lokale Empfehlungen aus der Nachbarschaft sind verlässlich. Für Hunde, die Trennungsangst haben oder schlecht in Pensionen zurechtkommen, ist ein Betreuungsplatz in einem Privathaushalt oft die stressärmere Lösung. Kläre im Vorfeld Versicherungsfragen und stelle sicher, dass die Betreuungsperson die Eigenheiten und gesundheitlichen Besonderheiten deines Hundes kennt.

Wer längerfristig plant, kann auch prüfen, ob ein betrieblicher Betreuungsplatz infrage kommt — einige Dortmunder Arbeitgeber erlauben Hunde im Büro oder kooperieren mit lokalen Betreuungsangeboten. Das ist zwar noch nicht flächendeckend verbreitet, aber im Ruhrgebiet wächst die Akzeptanz spürbar.


Saisonal in Dortmund

Das Ruhrgebiet hat sein eigenes Klima: stadtbedingte Wärmeinseln im Sommer, milde aber feuchte Winter, ein Frühling, der oft zögert. Dortmund liegt im Übergangsbereich zwischen atlantisch-feuchtem Westen und kontinentalem Osten — das bedeutet: Wetter, das du nicht immer voraussagen kannst. Für Hundehalter lohnt es sich, die Jahreszeiten bewusst einzuplanen.

Frühling: Brut- und Setzzeit in und um Dortmund

Ab März erwacht der Rombergpark genauso wie die Felder rund um Dortmund-Syburg und die Hänge des Ardeygebirges. Genau dann beginnt auch die Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere. Bodenbrütende Vögel wie Kiebitze oder Lerchen legen ihre Eier direkt auf Äckern und Wiesen — ein frei laufender Hund kann Gelege und Jungtiere gefährden, ohne dass du es merkst.

In Naturschutzgebieten wie dem NSG Bolmke oder Teilen des Dortmunder Hellwegs gelten während der Brutsaison besondere Betretungs- und Leinenpflichtregelungen. Prüfe die aktuellen Vorschriften beim zuständigen Amt für Umwelt, Naturschutz und Grünflächen der Stadt Dortmund — die Regelungen können sich von Jahr zu Jahr leicht verschieben. Ein Hund, der in dieser Zeit konsequent an der Leine bleibt, schützt nicht nur Wildtiere, sondern erspart dir auch ein mögliches Bußgeld.

Gleichzeitig ist der Frühling ideal für längere Spaziergänge durch den Westfalenpark, bevor die Sommerferien und der Hochbetrieb beginnen. Früh morgens ist es noch ruhig, die Luft ist frisch, und dein Hund kann das erwachende Grün in Ruhe erkunden. Achte darauf, dass viele Bereiche des Westfalenparks Leinenpflicht haben — informiere dich vorab über die aktuell geltenden Zonierungen.

Sommer: Hitze, Wasser und sichere Pfoten

Dortmund kann im Sommer richtig heiß werden. Versiegelte Flächen — Asphalt, Pflastersteine, Beton — heizen sich stark auf und können die Pfotenballen deines Hundes verbrennen. Der einfache Test: Hältst du den Handrücken sieben Sekunden auf den Boden, und es brennt, ist er zu heiß für deinen Hund. Verlege Spaziergänge an heißen Tagen in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden, wenn Asphalt und Luft abgekühlt sind.

Wasser ist im Sommer das wichtigste Thema. Nimm immer eine faltbare Trinkschale und ausreichend Wasser mit. Natürliche Gewässer wie der Phoenix See oder die Seen im Rahmer Wald laden zum Abkühlen ein — prüfe aber vorab, ob Hunde dort ins Wasser dürfen und ob aktuelle Badeverbote oder Blaualgen-Warnungen vorliegen. Blaualgen können für Hunde lebensbedrohlich giftig sein; trübes, grünlich schimmerndes Wasser solltest du meiden. Aktuelle Warnmeldungen veröffentlicht das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW unter lanuv.nrw.de.

Denke auch an Zeckenschutz: In den Grünanlagen und Wäldern rund um Dortmund sind Zecken von Frühjahr bis in den Herbst aktiv. Sprich mit deinem Tierarzt über geeignete Prophylaxe und untersuche deinen Hund nach jedem Ausflug ins Grüne sorgfältig.

Herbst: Ernte, Dunkel und Pilzgefahr

Der Herbst im Ruhrgebiet ist oft wunderbar: goldene Laubwälder im Ardeygebirge, ruhigere Wege im Rombergpark, kühlere Temperaturen, die langen Spaziergängen wieder angenehm machen. Gleichzeitig bringt die Jahreszeit Risiken mit sich, die viele unterschätzen.

Wildpilze wachsen in Dortmunds Wäldern und Parks in großer Zahl — viele davon sind für Hunde giftig. Besonders der Knollenblätterpilz ist hochgefährlich und tödlich. Achte darauf, dass dein Hund keine Pilze frisst, und trainiere das Kommando „Lass es" gezielt vor der Pilzsaison. Reagiert dein Hund nach einem Waldgang mit Erbrechen, Zittern oder Lethargie, such sofort einen Tierarzt auf — Pilzvergiftungen entwickeln sich schnell.

Im Oktober und November wird es früh dunkel. Für Abendspaziergänge in der Stadt empfiehlt sich ein Leuchthalsband oder eine Warnweste für den Hund — und für dich selbst helle Kleidung. An viel befahrenen Straßen gilt das umso mehr. Herbstliches Laub kann auf Wegen rutschig und nass sein; ältere Hunde oder Hunde mit Gelenkproblemen sollten auf glatte Abschnitte besonders vorsichtig geführt werden. Die Wege entlang der Emscher oder durch den Fredenbaumpark können bei Dauerregen zeitweise überschwemmt oder matschig sein — prüfe die Wegbeschaffenheit, bevor du losgehst.

Winter: Kälte, Streusalz und kurze Tage

Dortmunder Winter sind selten extrem, aber feucht und oft grau. Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt kombiniert mit Nässe sind für manche Hunde belastender als trockene Kälte. Kurzhaarige und kleinwüchsige Hunde können von einem Hundemantel profitieren — das ist keine Verweichlichung, sondern Fürsorge. Achte darauf, dass der Mantel richtig sitzt und die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt.

Das größte Winterrisiko für Pfoten ist Streusalz. Auf städtischen Gehwegen und Straßen wird es im Dortmunder Winter eingesetzt und kann die Ballen reizen, aufweichen oder sogar Wunden verursachen. Wasche die Pfoten deines Hundes nach jedem Winterspaziergang gründlich mit lauwarmem Wasser ab. Pflegecreme für Ballen — von deinem Tierarzt empfohlen — kann zusätzlich schützen. Alternativ helfen gut sitzende Hundeschuhe, wenn dein Hund sie akzeptiert.

Im Winter lohnt es sich, auf befestigte und beleuchtete Wege auszuweichen — etwa im Westfalenpark oder entlang des Phoenixsees. Vereiste Wege in weniger gepflegten Parkbereichen sind eine Sturz- und Verletzungsgefahr sowohl für dich als auch für deinen Hund. Verkürzter Auslauf an sehr kalten oder eisigen Tagen ist kein Problem, wenn du ihn durch mentale Beschäftigung zu Hause ausgleichst: Schnüffelmatten, Kongs oder Lernspiele halten den Kopf fit, wenn der Körper weniger gefordert wird.

Denke im Winter auch daran, dass Wildtiere in Kälteperioden besonders gestresst sind. Hunde, die in Wäldern und Feldern frei laufen, können Rehe und andere Wildtiere in einem Moment aufscheuchen, in dem jede Flucht Energie kostet, die die Tiere kaum entbehren können. Leinenpflicht in Waldgebieten gilt in NRW grundsätzlich — die genauen Regelungen erfährst du beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW unter umwelt.nrw.de.

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