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Lohmar

Lohmar liegt im südlichen Rheinland, dort, wo das Bergische Land mit sanften Hügeln, Bachläufen und weiten Wäldern beginnt. Die Stadt mit ihren vielen kleinen Ortschaften und Höfen ist…

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Hintergrund zur Region

Lohmar liegt im südlichen Rheinland, dort, wo das Bergische Land mit sanften Hügeln, Bachläufen und weiten Wäldern beginnt. Die Stadt mit ihren vielen kleinen Ortschaften und Höfen ist für Hundehaltende ein echter Geheimtipp: Keine Großstadthektik, dafür ausgedehnte Feldwege, naturnahe Flussauen und ruhige Forstwege, auf denen du mit deinem Hund Schritt für Schritt zur Ruhe kommst. Wer in der nahen Umgebung von Köln oder Bonn wohnt, braucht oft nur dreißig Minuten Fahrt, um hier in eine ganz andere Welt einzutauchen.

Der Duft von feuchtem Laub, das leise Rauschen der Agger und das Zwitschern der Vögel im Lohmarer Wald — hier merkt auch der nervöseste Hund schnell, dass er entspannen darf. Die Gemeinde besteht aus zahlreichen Dörfern und Weilern, die durch Wirtschaftswege und Wanderpfade miteinander verbunden sind. Das macht Lohmar zu einem idealen Ausflugsziel für lange Spaziergänge, bei denen Mensch und Hund gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.

Ob du hier wohnst und täglich in die Natur willst, oder ob du einen Tagesausflug aus dem Kölner Umland planst — Lohmar bietet dir beides: ländliche Weite und dennoch eine gute Anbindung an die Infrastruktur. Auf dieser Seite findest du alles, was du für einen entspannten Aufenthalt mit Hund in Lohmar wissen musst: von den schönsten Routen über die geltenden Regeln bis hin zu praktischen Adressen vor Ort.

Tagesausflüge mit Hund in Lohmar

Kaum bist du auf einem der Lohmar Feldwege, fühlt sich die Welt anders an — weicher, grüner, tiefer. Das Bergische Land beginnt hier mit einer Sanftheit, die Hunde und ihre Menschen gleichermaßen aufatmen lässt. Zwischen Agger-Auen, Staatsforst und alten Höhlenpfaden gibt es für jeden Ausflugstag ein neues Ziel.

Entlang der Agger: Flussspaziergang mit Wasseranschluss

Die Agger zieht sich als einer der prägendsten Flüsse durch das Lohmarer Stadtgebiet und bietet traumhafte Bedingungen für Hunde, die das Wasser lieben. Entlang der Ufer verlaufen naturbelassene Trampelpfade und ausgeschilderte Wanderwege, die du je nach Kondition kürzer oder länger gestalten kannst. Besonders der Bereich zwischen Lohmar-Aggertal und den angrenzenden Wiesen lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein, bei denen dein Hund die Nase tief in das Grün stecken kann. Achte dabei auf Absperrungen und Hinweisschilder entlang des Ufers — manche Abschnitte werden zum Schutz von Brut- und Weidetieren saisonal gesperrt.

Das Wasser der Agger ist in vielen Abschnitten flach genug, damit Hunde hineingehen und sich abkühlen können — doch prüfe die aktuelle Wasserqualität und etwaige Betretungsverbote vor Ort. An heißen Sommertagen ist der Flussspaziergang entlang der Agger besonders beliebt, weshalb du früh morgens oder am späten Nachmittag ruhigere Verhältnisse findest. Parkmöglichkeiten gibt es an verschiedenen kleinen Haltepunkten entlang der Aggertalstraße; die genaue Planung deiner Route lohnt sich vorab auf der offiziellen Website der Stadt Lohmar.

Lohmarer Wald: Weitläufiges Forstgebiet für lange Runden

Der Lohmarer Wald ist das grüne Herzstück der Gemeinde und eines der schönsten Naherholungsgebiete im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis. Auf seinen Forstwegen und Pfaden kannst du mit deinem Hund stundenlang laufen, ohne denselben Weg zweimal zu gehen — das Wegenetz ist dicht und abwechslungsreich. Schattige Laubwälder wechseln sich mit lichten Nadelforsten ab, der Boden federt angenehm unter den Pfoten, und das Waldklima bleibt selbst im Hochsommer angenehm kühl. Für Hunde, die gerne stöbern und schnüffeln, ist dieser Wald ein einziges großes Abenteuer.

Einige Bereiche des Lohmarer Waldes liegen in Naturschutzzonen oder grenzen an landwirtschaftliche Flächen — dort gelten besondere Rücksichtnahme-Regeln und teils Leinenpflicht, die durch Schilder ausgewiesen ist. Halte deinen Hund in solchen Abschnitten sicherheitshalber an der Leine und verlasse die markierten Wege nicht. Die Wegbeschreibungen und Kartenmaterial für den Lohmarer Wald findest du beim Rheinisch-Bergischen Kreis, der auch Wanderempfehlungen für die Region bereitstellt. Gutes Schuhwerk und Wasservorräte für deinen Hund sollten bei längeren Touren selbstverständlich dabei sein.

Rund um Wahlscheid und die Breibacher Mühle: Dörfliche Stille und Wiesenrunden

Der Lohmarer Ortsteil Wahlscheid ist ein charmantes Beispiel für die kleinen Dörfer, die das Stadtgebiet prägen — und er eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Hunderunden durch die umliegenden Wiesen und Täler. Von hier aus führen Wirtschaftswege durch offenes Gelände, vorbei an alten Hofstellen und kleinen Bachläufen, die deinem Hund frische Spuren und neue Gerüche bieten. Die Breibacher Mühle im Tal ist ein historisches Bauwerk, das die Runde mit einem kulturellen Akzent bereichert — Hunde natürlich willkommen auf den öffentlichen Wegen drumherum.

Die Kombination aus offenem Wiesengelände und geschützten Tälern macht diese Route besonders vielseitig: Hunde mit viel Energie können auf breiten Wirtschaftswegen richtig ausgelaufen werden, während ruhigere Vierbeiner die langsamen Bachpfade genießen. Achte auf Weidezäune und freilaufendes Weidevieh — in dieser Region ist die Landwirtschaft noch aktiv, und dein Hund sollte zuverlässig abrufbar sein oder an der Leine geführt werden. Anwohnerparkplätze in Wahlscheid sind begrenzt; informiere dich vorab über geeignete Abstellmöglichkeiten.

Naturpark Bergisches Land: Grenzüberschreitende Ausflüge ins Umland

Lohmar liegt mitten im Naturpark Bergisches Land, einem der größten Naturparks in Nordrhein-Westfalen. Das bedeutet für dich und deinen Hund: Das Ausflugspotenzial geht weit über die Stadtgrenzen hinaus, und du kannst nahtlos in benachbarte Gemeinden wie Overath, Much oder Ruppichteroth weiterwan­dern. Das Wegenetz des Naturparks ist gut ausgeschildert und bietet thematische Wanderrouten, von kurzen Familienwegen bis zu mehrstündigen Streckenwanderungen. Hunde sind auf diesen öffentlichen Wegen in der Regel willkommen — prüfe jedoch einzelne Routen auf mögliche Einschränkungen in Schutzgebieten.

Besonders schön ist die Verbindung zwischen Lohmar und den höher gelegenen Bergischen Ortschaften: Die Aussichten über das Hügelland, der wechselnde Bewuchs und die fast immer vorhandene frische Brise machen solche Touren unvergesslich. Offizielle Routenempfehlungen, Karten und aktuelle Hinweise zu gesperrten Bereichen findest du beim Naturpark Bergisches Land, der regelmäßig über Änderungen im Wegenetz informiert. Plane ausreichend Pausen ein und nimm genug Wasser mit — im Naturpark gibt es nicht an jeder Ecke eine Versorgungsmöglichkeit.

Hund und lokale Regeln in Lohmar

Bevor der erste Schritt auf den Lohmarer Waldweg fällt, lohnt sich ein kurzer Blick auf die geltenden Regeln — denn auch in dieser beschaulichen Gemeinde gibt es klare Vorgaben für Hundehaltende. Die Regeln schützen Wildtiere, andere Erholungssuchende und natürlich auch deinen Hund selbst. Was hier gilt, ist zum Teil auf kommunaler Ebene geregelt, zum Teil durch das Landesrecht Nordrhein-Westfalens vorgegeben.

Leinenpflicht: Wo gilt sie in Lohmar?

In Nordrhein-Westfalen ist die Leinenpflicht für Hunde nicht pauschal für das gesamte Land geregelt — sie ergibt sich aus einer Kombination von kommunalen Satzungen, dem Landeshundegesetz NRW und örtlichen Schilderausweisungen. In Lohmar gilt generell: In öffentlichen Grünanlagen, auf Spielplätzen, in Fußgängerzonen und auf stark frequentierten Wegen musst du deinen Hund an der Leine führen. In Schutzgebieten und Naturschutzflächen innerhalb des Stadtgebiets ist die Leinenpflicht ebenfalls zu beachten — entsprechende Hinweisschilder sind vor Ort aufgestellt.

Im freien Feld und auf Forstwegen ist das Bild differenzierter: Hier dürfen Hunde in bestimmten Bereichen frei laufen, sofern keine Schilder etwas anderes anzeigen und kein Wild oder Weidevieh gefährdet wird. Entscheidend ist jedoch, dass dein Hund jederzeit sicher abrufbar ist und du die Kontrolle behältst. Prüfe die aktuelle Regelung im Zweifel direkt bei der Stadt Lohmar oder informiere dich auf der Website des Ordnungsamtes. Das Landeshundegesetz NRW bildet den rechtlichen Rahmen — eine gute Übersicht dazu bietet das Landesverwaltungsamt NRW.

Hundesteuer und Anmeldepflicht in Lohmar

Wer in Lohmar einen Hund hält, ist verpflichtet, diesen bei der Stadt anzumelden und die örtliche Hundesteuer zu entrichten. Die Anmeldung erfolgt beim zuständigen Steueramt der Stadt Lohmar; du erhältst nach der Anmeldung eine Hundemarke, die dein Tier stets tragen muss. Die Höhe der Hundesteuer ist in der kommunalen Steuersatzung festgelegt — konkrete Beträge können sich ändern, weshalb du die aktuell gültige Satzung direkt bei der Stadt erfragen oder auf der städtischen Website nachlesen solltest.

Für als gefährlich eingestufte Hunde gelten erhöhte Steuersätze; zudem können zusätzliche Auflagen nach dem Landeshundegesetz NRW greifen. Wer seinen Hund nicht anmeldet oder die Steuer nicht entrichtet, riskiert ein Bußgeld — die Höhe richtet sich nach der jeweiligen Satzung. Alle notwendigen Formulare und Informationen zur Anmeldung findest du auf der offiziellen Website der Stadt Lohmar. Melde deinen Hund zeitnah nach dem Einzug oder der Anschaffung an — die Frist beträgt in der Regel wenige Tage.

Listenhunde und das Landeshundegesetz NRW

Nordrhein-Westfalen hat mit dem Landeshundegesetz NRW (LHundG NRW) eine der detailliertesten Regelungen für Hunde in Deutschland. Das Gesetz unterscheidet zwischen Hunden, bei denen eine gesteigerte Aggressivität vermutet wird (sogenannte „gefährliche Hunde" nach § 10 LHundG NRW), und solchen, für die erhöhte Anforderungen an Haltung und Führung gelten. Zu den betroffenen Rassen gehören unter anderem American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und weitere Rassen sowie deren Kreuzungen — prüfe unbedingt die aktuelle Fassung des Gesetzes, da sich Einstufungen ändern können.

Haltende dieser Hunde benötigen in NRW eine Haltererlaubnis, müssen ihre Tiere kennzeichnen, versichern und in bestimmten Situationen mit Leine und Maulkorb führen. Auch ein Wesenstest kann verpflichtend sein. Diese Anforderungen gelten auch auf Lohmarer Stadtgebiet vollumfänglich. Informiere dich über die geltenden Vorschriften direkt beim zuständigen Veterinäramt des Rheinisch-Bergischen Kreises oder auf der Website des Kreises — dort findest du auch Antragsformulare für die Haltererlaubnis. Ignoriere diese Regeln nicht: Die Behörden in NRW kontrollieren die Einhaltung aktiv.

Öffentlicher Nahverkehr, Gastronomie und Hinterlassenschaften

Im öffentlichen Nahverkehr rund um Lohmar — also in Bussen und S-Bahnen des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) — sind Hunde in der Regel gegen einen Aufpreis im Sinne des Kindertickets oder eines speziellen Hundtickets mitnehmbar. Die genauen Konditionen und Bedingungen (Maulkorb, Leine, Größe) können sich ändern; prüfe die aktuell gültigen Beförderungsbedingungen direkt beim VRS vor deiner Fahrt. Kleinere Hunde in einer geeigneten Transporttasche werden meist problemlos mitgenommen, größere Hunde benötigen häufig Leine und Maulkorb.

In der Gastronomie Lohmars und der umliegenden Dörfer entscheidet jeder Betrieb selbst, ob Hunde willkommen sind — eine gesetzliche Pflicht zur Hundemitnahme gibt es nicht. Viele Gasthäuser und Cafés in ländlicher Lage sind hundefreundlich, besonders wenn du nach draußen ausweichen kannst; frage aber immer vorab. Was hingegen überall gilt: Hinterlassenschaften deines Hundes musst du konsequent aufsammeln und entsorgen. Kotbeutel und öffentliche Mülleimer stehen in Lohmar an verschiedenen Stellen bereit — nutze sie, denn Verstöße können mit einem Bußgeld geahndet werden. Trage immer eigene Beutel bei dir, da die öffentlichen Spender nicht überall nachgefüllt sind.

Praktisches vor Ort in Lohmar

Lohmar liegt mitten im Bergischen Land, weitab von städtischem Trubel — doch wer mit Hund hier lebt oder zu Besuch kommt, braucht verlässliche Anlaufstellen. Von der Tierarztpraxis bis zur Hundeauslaufzone: Hier findest du die wichtigsten praktischen Informationen für den Alltag mit deinem Vierbeiner.

Tierärzte und tierärztlicher Notfall

Im Stadtgebiet Lohmar und den umliegenden Ortsteilen gibt es mehrere niedergelassene Tierarztpraxen, die Hunde in der Regelversorgung behandeln. Da sich das Angebot regelmäßig ändert, lohnt sich eine aktuelle Suche über die Tierarztsuche der Bundestierärztekammer. Für Notfälle außerhalb der regulären Sprechzeiten — also nachts, am Wochenende oder an Feiertagen — ist die nächste Anlaufstelle häufig eine Notfallklinik im Großraum Köln oder Bonn. Ruf im Zweifelsfall zuerst deine Haustierpraxis an: Auf dem Anrufbeantworter ist meistens ein Notfalldienst hinterlegt.

  • Halte die Telefonnummer deiner Tierarztpraxis griffbereit, bevor der Notfall eintritt.
  • Die Tierklinik Köln und ähnliche 24-Stunden-Einrichtungen im Kölner Raum sind bei schweren Verletzungen die zuverlässigste Option.
  • Der tierärztliche Bereitschaftsdienst im Rhein-Sieg-Kreis wird über die jeweiligen Praxen kommuniziert — informiere dich vor Ort über die aktuelle Regelung.

Wenn du mit deinem Hund in Lohmar Urlaub machst, notiere dir Adresse und Öffnungszeiten einer nahegelegenen Praxis schon vor der Anreise. Das spart im Ernstfall kostbare Minuten.

Hundeschulen und Training im Bergischen Land

Rund um Lohmar gibt es verschiedene Anbieter für Hundetraining und Welpengruppen — sowohl in Lohmar selbst als auch in den angrenzenden Gemeinden wie Much, Ruppichteroth und Overath. Das Bergische Land mit seinen Wäldern und Feldwegen eignet sich hervorragend für Geländearbeit und Nasenarbeit abseits des klassischen Übungsplatzes. Viele Hundeschulen in der Region bieten inzwischen tierschutzorientierte Methoden auf Basis positiver Verstärkung an — frag beim Erstgespräch konkret nach dem pädagogischen Ansatz. Achte darauf, dass Trainer und Trainerinnen anerkannte Qualifikationen nachweisen können, beispielsweise eine Zertifizierung durch den Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) oder vergleichbare Institutionen.

Für Hunde, die an städtische Reize gewöhnt werden sollen — Straßenlärm, Fahrradfahrer, Märkte — bieten sich gelegentliche Ausflüge ins nahegelegene Siegburg oder nach Troisdorf an, um das Training zu ergänzen. Prüfe aktuelle Angebote direkt bei lokalen Anbietern, da sich das Kursangebot saisonal verändert.

Hundeauslaufzonen und Freilaufmöglichkeiten

Lohmar bietet als ausgedehnte Flächengemeinde im Bergischen Land viel natürlichen Freiraum — Waldwege, Feldpfade und Bachläufe, auf denen Hunde abseits von Schutzzonen oft frei laufen können. Dennoch gibt es keine Garantie für unbegrenzte Leinenpflichtfreiheit: Prüfe an jedem Ort die aktuelle Beschilderung, denn Schutzgebiete, Setzzeiten und kommunale Verordnungen schränken den Freilauf ein. In einigen Ortsteilen Lohmars existieren ausgewiesene oder informell genutzte Hundewiesen, auf denen Hunde eingezäunt spielen können — die aktuelle Verfügbarkeit und Lage erfährst du am besten bei der Stadt Lohmar oder direkt vor Ort beim Ordnungsamt.

  • Wald- und Feldwege rund um Wahlscheid, Honrath und Heide gelten als besonders hundefreundlich und weitläufig.
  • Am Stausee Wahnbachtalsperre (Zufahrt über Neunkirchen-Seelscheid) gibt es gestufte Uferbereiche — ob und wo Hunde erlaubt sind, prüfst du vor Ort an den Hinweistafeln.
  • Eingezäunte Auslaufzonen nach städtischem Standard sind in Lohmar weniger verbreitet als in Großstädten — die Weitläufigkeit der Landschaft ist das eigentliche Kapital.

Für Hunde, die zuverlässig auf Rückruf reagieren, ist Lohmar ein echter Gewinn: Wege, auf denen du stundenlang gehst, ohne einer Ampel zu begegnen, sind hier keine Seltenheit, sondern Alltag.

Hundepensionen, Tagesbetreuung und Hundesitter

Wer seinen Hund in Lohmar oder der näheren Umgebung in gute Hände geben möchte, findet verschiedene Möglichkeiten: Hundepensionen auf dem Land sind im Bergischen Land traditionell gut aufgestellt, weil viel Platz vorhanden ist. Einige Betriebe kombinieren Pension mit eigenem Gelände und Freilauffläche — ideal für Hunde, die viel Bewegung brauchen. Daneben gibt es private Hundesitter, die Hunde tageweise oder wochenweise bei sich aufnehmen; Vermittlungsplattformen helfen bei der Suche, aber auch das Ordnungsamt oder die lokale Tierarztpraxis können Empfehlungen geben.

Wenn du eine Pension buchst, besuche sie vorab und achte auf:

  • Trennung aggressiver und verträglicher Hunde auf dem Gelände
  • Ausreichend Auslauf und Beschäftigung, nicht nur Box-Haltung
  • Klare Kommunikation bei Krankheit oder Notfall deines Hundes
  • Aktuelle Impfnachweise und Parasitenfreiheit als Aufnahmebedingung — das schützt alle

Da auf rundum.dog für Lohmar noch keine Unterkünfte oder Betreuungsangebote eingetragen sind, lohnt sich eine direkte Recherche vor Ort oder über regionale Netzwerke. Das ändert sich — trag dein Lieblingsangebot gerne auf der Plattform ein.

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Saisonal in Lohmar

Das Bergische Land hat seinen eigenen Rhythmus: Im Frühjahr leuchtet das Laub hellgrün, im Sommer dampfen die Wälder nach Regen, im Herbst liegen Kastanien auf den Feldwegen, und im Winter liegt manchmal wochenlang Schnee in den Höhenlagen rund um Lohmar. Für Hundehaltende bedeutet das: Mit jeder Jahreszeit verändern sich Pflichten, Gefahren und Chancen.

Frühling: Brut- und Setzzeit im Wald

Kaum schmilzt der Schnee in den Wäldern rund um Lohmar, beginnt die sensible Phase für Wildtiere. Brut- und Setzzeit dauert in der Regel von März bis Juni — in dieser Zeit bringen Rehe ihre Kitze zur Welt, brüten Bodenbrüter wie Feldlerche und Kiebitz, und der Wald reagiert empfindlich auf freilaufende Hunde. Das Bundesnaturschutzgesetz verpflichtet Hundehalter in dieser Zeit zur besonderen Rücksicht; viele Waldgebiete im Rhein-Sieg-Kreis sind mit entsprechenden Hinweisschildern ausgestattet.

  • Halte deinen Hund auf markierten Wegen und leine ihn in unübersichtlichem Gelände an.
  • Ein Kitz auf dem Boden ist kein verlassenes Tier — lass deinen Hund nicht annähern und geh zügig weiter.
  • Informiere dich beim Rhein-Sieg-Kreis über aktuelle Schutzgebiete und saisonale Betretungsverbote: rhein-sieg-kreis.de

Der Frühling ist trotzdem eine der schönsten Jahreszeiten für Spaziergänge: Die Wege sind noch nicht überfüllt, das Laub zieht auf, und die Luft riecht nach feuchter Erde. Bleib auf den Wegen — dann profitieren du, dein Hund und die Wildtiere gleichermaßen.

Sommer: Hitze, Wasser und Zecken

Lohmar liegt auf durchschnittlich 100 bis 250 Metern Höhe — das sorgt im Sommer für etwas mehr Luftbewegung als im Kölner Becken, schützt aber nicht vor Hitzewellen. An Tagen über 28 Grad Celsius wird der Asphalt in den Ortsdurchfahrten gefährlich heiß für Pfoten — der 7-Sekunden-Test (Handfläche auf den Boden: wenn es wehtut, ist es zu heiß) gilt auch in Lohmar. Verlegere intensive Spaziergänge in den frühen Morgen oder den Abend.

Wasser ist im Sommer Gold wert — für dich und deinen Hund. Die Bäche und Siefentäler rund um Lohmar (etwa im Aggertal oder entlang kleinerer Zuläufe) bieten natürliche Abkühlmöglichkeiten. Prüfe vor dem Einstieg, ob das Gewässer ausgeschilderte Badeverbote oder Warnungen trägt — Blaualgen können sich auch in Fließgewässern bilden und sind für Hunde hochgiftig. Im Sommer ist außerdem Zeckensaison: Das Bergische Land gilt als Endemiegebiet für FSME und ist ein Risikogebiet für Borreliose. Lass deinen Hund regelmäßig auf Zecken absuchen und sprich mit deiner Tierarztpraxis über geeigneten Zeckenschutz.

  • Frühmorgens auf Tour: kühler, weniger Begegnung mit anderen Hunden auf engen Wegen
  • Frisches Wasser immer dabei — auch kurze Wege können im Hochsommer anstrengen
  • Nach jedem Waldspaziergang: Vollständige Zeckenkontrolle, auch zwischen Zehen und an Ohren

Herbst: Jagdsaison und Nebel im Wald

Der Herbst in Lohmar ist atmosphärisch: Nebel liegt in den Siefentälern, Kastanien fallen auf die Feldwege, und das Laub der Buchenwälder leuchtet orange und rot. Gleichzeitig beginnt die Jagdsaison — in Deutschland dauert sie je nach Wild von September bis Februar. Im Rhein-Sieg-Kreis wird aktiv gejagt; an Jagdtagen erkennst du das oft an gesperrten Waldparkplätzen, rot-weißem Absperrband oder Hinweistafeln am Waldeingang.

Für Hundehaltende bedeutet Jagdsaison erhöhte Vorsicht:

  • Halte deinen Hund in der Nähe, besonders bei schlechter Sicht durch Nebel.
  • Leuchtendes Zubehör — LED-Halsband oder Signalweste — macht deinen Hund auch für Jäger sichtbar.
  • Respektiere Absperrungen und Jagdverbotsschilder: Sie schützen deinen Hund und das Wild.
  • Informiere dich im Zweifel bei der Unteren Jagdbehörde des Rhein-Sieg-Kreises über aktuelle Jagdzeiten.

Kastanien und Eicheln klingen harmlos, können aber bei übermäßigem Fressen zu Magenproblemen führen. Achte darauf, dass dein Hund sie nicht massenhaft aufnimmt — gerade Hunde mit Futterneid-Tendenz tun das gerne unbemerkt.

Winter: Kälte, Streusalz und Dunkelheit

In den Höhenlagen rund um Lohmar — Wahlscheid, Honrath, Heide — liegt im Winter manchmal wochenlang Schnee, während es im Rheintal längst wieder mild ist. Das macht Spaziergänge für viele Hunde zum Vergnügen: Schnee ist aufregend, regt die Nase an und kühlt überhitzte Pfoten. Doch Streusalz auf den Ortsdurchfahrten und Parkplätzen ist ein echtes Problem — es reizt die Pfotenballen, kann zu Entzündungen führen und ist beim Lecken giftig. Wasche die Pfoten deines Hundes nach jedem Winterspaziergang in salzhaltigen Bereichen gründlich mit lauwarmem Wasser.

Dunkelheit ist im Winter die zweite Herausforderung: Wer in Lohmar morgens oder abends unterwegs ist, bewegt sich oft auf Wegen ohne Straßenbeleuchtung. Das ist ländliche Realität — und lösbar:

  • Reflektoren und LED-Leuchten an Halsband und Leine machen deinen Hund sichtbar.
  • Eine Stirnlampe oder Taschenlampe für dich selbst erhöht die Sicherheit auf unebenen Waldwegen.
  • Bei gefrorenem Boden: Hunde mit kurzen Beinen oder gelenkempfindlichen Rassen kürzer und langsamer gehen lassen.
  • Kurzhaarige Hunde — Pointer, Whippet, Boxer — brauchen bei anhaltenden Minustemperaturen einen Hundemantel, besonders wenn sie wenig Unterwolle haben.

Der Winter hat in Lohmar auch seinen Reiz: verschneite Feldwege in Richtung Breidt oder Halft, kaum andere Spaziergänger, klare Luft. Wer gut ausgerüstet ist, erlebt mit dem Hund eine Stille, die das Bergische Land in dieser Jahreszeit ganz allein für sich beansprucht.

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