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Kerpen

Kerpen liegt im Rhein-Erft-Kreis zwischen Köln und Aachen — eine Stadt, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, für Hundehaltende aber überraschend viel bereit hält. Weitläufige Felder, Waldstücke…

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Hintergrund zur Region

Kerpen liegt im Rhein-Erft-Kreis zwischen Köln und Aachen — eine Stadt, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, für Hundehaltende aber überraschend viel bereit hält. Weitläufige Felder, Waldstücke und der Nordkanal ziehen sich durch das Stadtgebiet und bieten dir und deinem Hund Raum zum Atmen, Schnüffeln und Rennen. Wer aus dem Großraum Köln einen unkomplizierten Tagesausflug plant, findet hier grüne Ruhepole ohne Großstadtlärm.

Kerpen besteht aus mehreren Stadtteilen — darunter Kerpen-Horrem, Sindorf, Brüggen und die Altstadt — und jeder hat seinen eigenen Charakter. Zwischen Gewerbegebieten und Neubausiedlungen öffnen sich immer wieder alte Alleen, Bachläufe und Agrarlandschaften, die zum Spazierengehen einladen. Der Braunkohle-Strukturwandel prägt die Region: Rekultivierte Flächen entstehen, neue Wege werden erschlossen — die Landschaft verändert sich gerade spürbar.

Für Hundehalter bedeutet das konkret: Du bewegst dich oft auf einem Mix aus asphaltierten Radwegen, unbefestigten Feldwegen und Parkflächen. Klare Leinenpflicht-Zonen und freie Auslaufflächen wechseln sich ab, und es lohnt sich, die aktuellen Regeln vor jedem Ausflug kurz zu prüfen. Diese Seite gibt dir einen soliden Überblick — von den schönsten Spazierwegen bis zu den wichtigsten Vorschriften.

Tagesausflüge mit Hund in Kerpen

Morgens, wenn der Boden noch feucht ist und die Felder dampfen, gehört das Kerpener Umland fast allein dir und deinem Hund. Die Region bietet keine spektakuläre Bergkulisse, dafür aber Weite, Ruhe und eine Vielzahl an Wegrouten, die sich problemlos zu Touren von einer bis vier Stunden kombinieren lassen. Wer offen durch die Landschaft geht, entdeckt rekultivierte Hügel, alte Wasserwege und ruhige Waldrücken.

Nordkanal: Grünes Band durch die Region

Der Nordkanal ist einer der schönsten Freizeitwege im Rhein-Erft-Kreis und verläuft als historischer Wasserweg direkt durch das Kerpener Stadtgebiet. Das einstige Kanalbett ist heute ein begrünter Fuß- und Radweg, gesäumt von altem Baumbestand und ruhigen Uferabschnitten. Dein Hund hat hier breite Grasflächen neben dem Weg — ideal zum Schnüffeln und Durchatmen nach einem langen Arbeitstag. Der Weg ist gut ausgeschildert und lässt sich in beide Richtungen leicht verlängern.

Besonders reizvoll ist der Abschnitt zwischen Kerpen-Horrem und dem Stadtrand Richtung Bergheim, wo kaum Verkehr stört und der Weg breit genug für Hund und Fahrrad nebeneinander ist. Achte darauf, dass einzelne Brückenabschnitte enger sein können — halte deinen Hund dort sicher an der Leine. Ob in bestimmten Abschnitten Leinenpflicht gilt, erfährst du beim Stadtportal Kerpen. Der Nordkanal-Radweg ist außerdem Teil eines überregionalen Netzes, das bis Neuss reicht — für mehrtägige Touren eine Option.

Bürgewäldchen und Stadtwald Kerpen

Direkt am Stadtrand von Kerpen erstrecken sich kleinere Waldgebiete, die bei Einheimischen als Naherholungsgebiet sehr beliebt sind. Das Bürgewäldchen bietet schattige Wege zwischen Laubbäumen, die vor allem im Sommer angenehme Kühle spenden. Wege hier sind teilweise unbefestigt und sandhaltig — gut für Hundepfoten, besonders nach trockenen Perioden. Lass deinen Hund die vielen Gerüche erkunden, aber behalte ihn im Blick: Rehe und Kaninchen sind häufig anzutreffen.

Im Frühjahr und Sommer kann in Waldgebieten eine Anleinpflicht zum Schutz von Bodenbrütern und Wildtieren bestehen — informiere dich vor deinem Besuch beim zuständigen Forstamt oder der Stadt. Gerade in der Brut- und Setzzeit (etwa März bis Juli) gelten in NRW vielerorts verschärfte Regeln. Die offiziellen Hinweisschilder am Waldeingang geben dir vor Ort Auskunft. Für einen entspannten Spaziergang ohne Hektik ist das Bürgewäldchen eine echte Empfehlung.

Rekultivierte Tagebauflächen: Neue Landschaft entdecken

Die rekultivierte Tagebaulandschaft rund um Kerpen ist ein Alleinstellungsmerkmal dieser Region, das viele unterschätzen. Wo jahrzehntelang Braunkohle abgebaut wurde, entstehen heute Felder, Hügel, Teiche und Wald — eine Landschaft im Werden, die weite Panoramen und ungewöhnliche Wegverläufe bietet. Hunde lieben die offenen Flächen, die Windböen und das intensive Geruchsangebot dieser jungen Natur. Mit einem Blick auf aktuelle Karten des Rhein-Erft-Tourismus findest du freigegebene Wanderwege in der Rekultivierung.

Wichtig: Nicht alle Flächen sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Sperrgebiete und aktive Betriebsflächen müssen unbedingt respektiert werden — auch wenn ein Weg verlockend aussieht. Halte deinen Hund in diesen Bereichen besonders sicher an der Leine und folge den Hinweisschildern. Mit der richtigen Vorbereitung aber sind die Rekultivierungswege echte Geheimtipps für ausgedehnte Hundeausflüge.

Altstadt Kerpen und historische Ortskerne

Kerpen hat eine über 1000-jährige Geschichte, und die Altstadt mit ihrer romanischen Stiftskirche St. Quirinus lädt auch mit Hund zum Spaziergang ein. Kopfsteinpflaster, enge Gassen und kleine Plätze vermitteln eine andere Qualität als die Feld- und Waldwege der Umgebung. Ein Bummel durch den Stadtkern eignet sich gut als Abschluss nach einem Morgenspaziergang am Nordkanal. Denk daran, dass dein Hund auf belebten Plätzen an der Leine bleiben sollte — das schützt Passanten und andere Tiere.

Auch die Ortsteile Sindorf, Blatzheim und Brüggen bieten ruhige Dorfstrukturen mit Feldweganbindung. Wer mit dem Auto anreist, findet an den Ortsrändern meist unkomplizierte Parkmöglichkeiten, von denen aus Spazierwege direkt in die Landschaft führen. Gastronomie mit Hundeplatz existiert vereinzelt — frag am besten vorab per Telefon nach, ob dein Hund willkommen ist. Ein entspanntes Mittagessen auf einer Terrasse ist in Kerpen durchaus möglich, wenn du dir die richtige Adresse aussuchst.

Hund und lokale Regeln in Kerpen

Bevor du mit deinem Hund durch Kerpen streifst, lohnt ein kurzer Blick auf die geltenden Regeln — sie können entscheiden, ob dein Ausflug entspannt oder stressig wird. Nordrhein-Westfalen hat ein eigenes Landeshundegesetz, das verbindliche Grundregeln setzt, die die Stadt Kerpen durch lokale Satzungen ergänzt. Wer die Vorschriften kennt, spart sich Ärger und schützt gleichzeitig andere Menschen und Tiere.

Leinenpflicht in Kerpen: Wo und wann gilt sie?

In Kerpen gilt — wie in den meisten nordrhein-westfälischen Städten — eine Leinenpflicht auf öffentlichen Straßen, Wegen, Plätzen und in Parkanlagen. Das bedeutet: Im öffentlichen Raum führst du deinen Hund grundsätzlich an der Leine, sofern keine ausgewiesene Freilauffläche vorhanden ist. Auf belebten Fußgängerbereichen und in der Altstadt ist das besonders wichtig. Die genauen Regelungen findest du in der Hundehaltungsverordnung der Stadt — prüfe diese auf dem offiziellen Stadtportal Kerpen.

In Waldgebieten und Naturschutzflächen kann zusätzlich eine ganzjährige oder saisonale Leinenpflicht bestehen, die über die städtische Regelung hinausgeht. Das Landesnaturschutzgesetz NRW sieht vor, dass Hunde in bestimmten Schutzgebieten grundsätzlich angeleint sein müssen. Halte dich an die Beschilderung vor Ort und im Zweifel an die strengere Regelung. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) gibt Auskunft über ausgewiesene Schutzgebiete in der Region.

Ausgewiesene Freilaufzonen sind in Kerpen vorhanden, aber in ihrer Lage und aktuellen Nutzbarkeit veränderlich. Informiere dich vor deinem Besuch aktuell, welche Flächen gerade geöffnet sind. Ein kurzer Anruf beim Ordnungsamt oder Stadtservice spart im Zweifelsfall eine Enttäuschung vor Ort.

Hundeanmeldung und Hundesteuer in Kerpen

In Kerpen besteht eine Meldepflicht für Hunde: Du musst deinen Hund innerhalb einer bestimmten Frist nach der Anschaffung bei der Stadt anmelden. Gleichzeitig erhebt die Stadt Kerpen eine Hundesteuer, deren Höhe sich nach der örtlichen Steuersatzung richtet — konkrete Beträge entnimmst du der aktuellen Satzung direkt beim Stadtportal, da sich Steuersätze ändern können. Die Steuerpflicht gilt unabhängig davon, ob du den Hund dauerhaft hältst oder er sich nur vorübergehend bei dir befindet.

Nach der Anmeldung erhältst du eine Hundemarke, die dein Hund am Halsband tragen muss. Sie dient als Nachweis, dass der Hund ordnungsgemäß gemeldet und versteuert ist. Vergiss nicht, die Marke bei Adressänderungen oder beim Tod des Hundes beim Finanzbereich der Stadt abzumelden. Das spart unnötige Nachforderungen und hält die Steuerlage sauber.

Listenhunde und das Landeshundegesetz NRW

Nordrhein-Westfalen regelt den Umgang mit bestimmten Hunderassen im Landeshundegesetz NRW (LHundG NRW). Dieses Gesetz unterscheidet zwischen Hunden mit einer vermuteten Gefährlichkeit — darunter bestimmte Rassen wie American Pit Bull Terrier, Staffordshire Bullterrier und weitere — und solchen, die nach einem Vorfall als gefährlich eingestuft werden. Welche Hunde konkret betroffen sind und welche Anforderungen (Leinenpflicht, Maulkorbpflicht, Sachkundenachweis) gelten, erfährst du direkt beim zuständigen Veterinäramt oder auf der Seite des Kreises.

Für Halter von Listenhunden oder potenziell gefährlichen Hunden gelten erhöhte Anforderungen: unter anderem ein Sachkundenachweis, eine besondere Haltungserlaubnis und in vielen Fällen Leine und Maulkorb im öffentlichen Raum. Diese Auflagen sind nicht verhandelbar und werden kontrolliert. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Erft-Kreises ist deine erste Anlaufstelle für alle Fragen rund um Listenhunde und Genehmigungen. Prüfe die aktuell gültige Fassung des LHundG NRW, da das Gesetz in der Vergangenheit angepasst wurde.

Hinterlassenschaften, ÖV und Hunde in der Gastronomie

Das Entfernen von Hundekot ist in Kerpen Pflicht — wer die Hinterlassenschaften seines Hundes liegen lässt, riskiert ein Bußgeld. Die Stadt stellt an einigen Standorten Kotbeutel-Spender und Mülleimer bereit, aber verlasse dich nicht darauf, immer einen in der Nähe zu finden. Nimm eigene Beutel mit und entsorge sie in einem regulären Abfallbehälter. Das gilt für alle öffentlichen Flächen, Parks und Wege.

Im öffentlichen Nahverkehr — Busse und Züge im VRS-Verbund — gilt: Kleine Hunde in einer geeigneten Transportbox oder Tasche reisen meist kostenfrei oder zum Kleinkinderticket mit. Größere Hunde benötigen in der Regel einen eigenen Fahrschein und müssen angeleint sein; in manchen Fahrzeugen ist zusätzlich ein Maulkorb vorgeschrieben. Die genauen Regeln findest du beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) — prüfe sie vor jeder Fahrt, da sie sich unterscheiden können. In der Gastronomie entscheidet der Betreiber selbst, ob Hunde willkommen sind — ruf im Zweifel kurz vorher an.

Praktisches vor Ort in Kerpen

Kerpen erstreckt sich über mehrere Stadtteile vom Stadtzentrum bis hinaus nach Horrem, Sindorf und Brüggen. Wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch ist, braucht verlässliche Anlaufstellen — vom Tierarzt bis zur Hundebetreuung. Das Wichtigste findest du im Folgenden kompakt zusammengefasst.

Tierärzte und Notfallversorgung in Kerpen

In Kerpen und den umliegenden Stadtteilen gibt es mehrere tierärztliche Praxen, die Hunde in der Regelversorgung behandeln. Für den Alltag lohnt es sich, frühzeitig eine Praxis in Wohnortnähe zu finden und dort einen festen Stammpatienten-Status aufzubauen. Viele Praxen im Rhein-Erft-Kreis bieten heute auch Online-Terminbuchung an — prüfe das direkt auf der jeweiligen Praxis-Website.

Außerhalb der regulären Öffnungszeiten ist der tierärztliche Notdienst die richtige Anlaufstelle. Im Rhein-Erft-Kreis organisieren die niedergelassenen Tierärzte einen rollierenden Notdienst. Die aktuelle Notdienstnummer findest du über die Tierärztekammer Nordrhein oder direkt beim Rhein-Erft-Kreis. Für lebensbedrohliche Notfälle sind spezialisierte Tierkliniken im Großraum Köln erreichbar — halte die Adresse einer Klinik mit 24-Stunden-Betrieb immer griffbereit.

Köln ist mit dem Auto in rund 20 bis 30 Minuten erreichbar und bietet dort mehrere Tierkliniken mit Nacht- und Wochenenddienst. Kläre bereits vor einem Notfall, welche Klinik für deinen Hund und deine Route am schnellsten erreichbar ist. Eine kurze Recherche jetzt spart im Ernstfall wertvolle Zeit.

Hundeschulen und Trainingsangebote in Kerpen

Im Stadtgebiet Kerpen und im direkten Umland des Rhein-Erft-Kreises gibt es Hundeschulen und Trainingsgruppen für verschiedene Bedürfnisse. Das Angebot reicht von klassischer Welpenspielgruppe und Grundgehorsamkeit bis hin zu Spezialkursen wie Mantrailing, Nasenarbeit oder Agility. Für Neuankömmlinge in Kerpen empfiehlt sich ein direkter Vergleich mehrerer Anbieter, bevor du dich festlegst.

Achte beim Wählen einer Hundeschule auf anerkannte Ausbildungen der Trainer — zum Beispiel eine Zertifizierung als geprüfter Hundetrainer oder eine Mitgliedschaft in Berufsverbänden. In Nordrhein-Westfalen gibt es keine einheitliche staatliche Zulassungspflicht für Hundetrainer, daher ist Eigenrecherche wichtig. Informationsseiten des Verbraucherzentrale NRW helfen dir, seriöse Anbieter von unseriösen zu unterscheiden.

Wer mit einem Listenhund oder einem auffälligen Hund lebt, sollte gezielt nach Trainern suchen, die Erfahrung mit diesen Hunden mitbringen. In NRW ist für bestimmte Hunderassen ein Wesenstest Pflicht — eine gute Hundeschule begleitet dich auch auf diesem bürokratischen Weg. Frage bei deiner Gemeinde nach, welche Anforderungen konkret für deinen Hund gelten.

Auslaufzonen und eingezäunte Hundewiesen in Kerpen

Kerpen verfügt über öffentliche Grünflächen und Parkanlagen, auf denen Hunde Auslauf bekommen können. Ob und wo eingezäunte Hundewiesen oder ausgewiesene Hundeauslaufflächen existieren, ändert sich gelegentlich durch kommunale Beschlüsse — prüfe den aktuellen Stand direkt bei der Stadt Kerpen. Auf nicht ausgewiesenen Grünflächen gilt in der Regel Leinenpflicht; verlasse dich nicht auf mündliche Überlieferungen von Nachbarn.

Besonders in den Stadtteilen Sindorf und Horrem gibt es weitläufige Feldwege und Grünstreifen am Stadtrand, die für Spaziergänge mit Hund gut geeignet sind. Der Übergang zu landwirtschaftlichen Flächen ist fließend — dort gilt das Gebot, Hunde nicht frei über Felder laufen zu lassen, besonders in der Wachstums- und Erntesaison. Halte deinen Hund in solchen Übergangsbereichen an der Leine.

Im weiteren Umfeld Kerpens bietet der Ville-Rücken mit seinen bewaldeten Höhen ausgedehnte Auslaufmöglichkeiten abseits von Straßen. Diese naturnahen Bereiche sind besonders für Hunde geeignet, die viel Bewegung und Schnüffelreize brauchen. Auch hier gilt: In Naturschutzgebieten und Waldgebieten mit Brut- und Setzzeiten sind Anleingebote oder Leinenpflichten möglich — informiere dich vor dem Ausflug.

Hundepensionen, Tagesbetreuung und Sitter in Kerpen

Wer beruflich unterwegs ist oder in den Urlaub fährt, braucht eine verlässliche Betreuungslösung für den Hund. Im Raum Kerpen und im Rhein-Erft-Kreis gibt es Hundepensionen, Tagesbetreuungsangebote und private Hundesitter. Die Qualität dieser Angebote ist sehr unterschiedlich — besuche eine Einrichtung oder einen Sitter immer persönlich, bevor du deinen Hund dort lässt.

Für Hundepensionen gilt in NRW, dass gewerbliche Anbieter eine behördliche Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz benötigen. Frage Anbieter aktiv nach dieser Erlaubnis — seriöse Betriebe legen sie ohne Zögern vor. Informationen zur behördlichen Zuständigkeit gibt das zuständige Veterinäramt beim Rhein-Erft-Kreis.

Private Hundesitter und Gassi-Dienste sind oft günstiger, aber weniger reguliert. Empfehlungen aus dem persönlichen Netzwerk oder aus lokalen Hundecommunities können hier hilfreich sein. Schließe immer eine klare schriftliche Absprache über Ablauf, Notfallkontakt und Haftung ab — auch bei scheinbar unkomplizierten Arrangements. Achte darauf, dass der Sitter im Notfall weiß, welcher Tierarzt zu kontaktieren ist.

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Saisonal in Kerpen

Das Klima im Rheinland ist gemäßigt, selten extrem — doch jede Jahreszeit bringt eigene Herausforderungen und Chancen für Hundehalter in Kerpen. Wer die saisonalen Besonderheiten kennt, kann seinen Hund besser schützen und die schönen Seiten des Jahres voll auskosten.

Frühling in Kerpen: Brut- und Setzzeit im Blick

Wenn im März und April die ersten warmen Tage locken, zieht es viele Hundehalter in die Natur rund um Kerpen. Genau jetzt beginnt aber auch die Brut- und Setzzeit für Wildtiere. Feldlerchen, Rebhühner und Hasen ziehen ihre Jungen in Wiesen und Feldern auf — Bereiche, die du mit deinem Hund möglichst meiden oder nur mit angeleinter Begleitung betreten solltest.

In Waldgebieten rund um den Ville-Rücken und in Feldfluren am Stadtrand Kerpens gilt: Hunde von Wildtierjungen fernhalten und Wege nicht verlassen. In NRW sind Hundehalter gesetzlich verpflichtet, ihre Tiere im Wald so zu führen, dass Wildtiere nicht aufgescheucht werden. Im Zweifel leine an — ein kurzer Freiheitsmoment ist keine Abwägung gegen ein verlassenes Nest wert.

Der Frühling bringt außerdem die Zeckensaison zurück. Im Raum Kerpen und im Rheinland sind Zecken von Februar bis November aktiv, bei milden Wintern auch ganzjährig. Sprich mit deinem Tierarzt über einen geeigneten Zeckenschutz und kontrolliere deinen Hund nach jedem Ausflug im Gebüsch oder Gras sorgfältig. Entferne Zecken schnell und korrekt.

Auch Frühblüher wie Schneeglöckchen, Tulpen und Maiglöckchen sind für Hunde giftig. Gerade in Parkanlagen und Gartenanlagen in Kerpen sind diese Pflanzen häufig zu finden. Behalte deinen Hund im Blick, wenn er schnüffelt oder knabbert — und reagiere bei Verdacht auf Vergiftung sofort mit einem Anruf beim Tierarzt.

Sommer in Kerpen: Hitze ernst nehmen

Kerpen liegt in der Kölner Bucht, einer der wärmsten Regionen Deutschlands. Sommertage mit über 30 Grad sind keine Seltenheit mehr, und Hitzewellen können sich über mehrere Wochen erstrecken. Für Hunde ist Hitze gefährlicher als für Menschen — der Hitzschlag kann sich innerhalb von Minuten entwickeln.

Verlege Spaziergänge in den frühen Morgen oder den späten Abend. Asphalt und Pflastersteine heizen sich tagsüber stark auf und können Pfoten verbrennen — teste die Oberfläche mit dem Handrücken: Wenn du mehr als fünf Sekunden nicht darauf halten kannst, ist es zu heiß für deinen Hund. Schattige Wege entlang der Erft oder durch den Wald sind in dieser Zeit deutlich angenehmer.

Frisches Wasser ist im Sommer das Wichtigste. Trage immer eine Trinkflasche mit Hundenapf mit dir, auch bei kurzen Spaziergängen. In Kerpen gibt es vereinzelt öffentliche Brunnen, aber verlasse dich nicht darauf — bring immer eigenes Wasser mit. Hunde, die im Freien pinkeln und wenig trinken, sind ein Warnsignal für Hitzestress.

Lasse deinen Hund niemals im geparkten Auto zurück, auch nicht bei bewölktem Himmel oder kurzem Halt. Schon bei 20 Grad Außentemperatur kann es im Fahrzeuginneren auf über 40 Grad ansteigen. In NRW kann das Einschlagen einer Scheibe zur Rettung eines Tieres unter Umständen gerechtfertigt sein — komme gar nicht erst in diese Situation.

Herbst in Kerpen: Erntezeit und Dunkelheit

Der Herbst im Rheinland zeigt sich oft mit langen, trockenen Phasen im September, bevor Regen und Nebel das Bild übernehmen. Für Hundehalter in Kerpen bedeutet das: Wildwechsel und Jagdsaison sind jetzt besonders relevant. Im Umland und in den Wäldern der Ville ist Jagd erlaubt — informiere dich über lokale Jagdzeiten und meide Waldgebiete an Jagdtagen.

Im Oktober und November wird es früh dunkel. Reflektoren und Leuchthalsbänder sind jetzt keine nette Ergänzung, sondern echte Sicherheitsausrüstung. Auf Feldwegen und an schlecht beleuchteten Strecken in Kerpen sind Hund und Halter für Autos kaum sichtbar — das lässt sich mit einfachen Mitteln ändern. Investiere in sichtbare Ausrüstung bevor du sie brauchst.

Herbstlaub und feuchte Böden können Kastanien, Bucheckern und Eicheln verstecken, die für Hunde giftig oder schwer verdaulich sind. Besonders im Bereich des Ville-Waldes und in Parks mit altem Baumbestand in Kerpen lohnt es sich, auf den Boden zu achten. Hunde, die viel schnüffeln und kauen, sind besonders gefährdet. Zeige deinem Hund früh, dass er nichts vom Boden aufnehmen soll.

Der Herbst bringt auch die Ernte auf landwirtschaftlichen Flächen. Maisstoppelfelder und frisch umgepflügter Boden rund um Kerpen sind keine Hunde-Auslaufzonen — sie gehören Landwirten und sind oft mit Maschinen frequentiert. Halte dich und deinen Hund auf ausgewiesenen Wegen und Feldwegen, um Konflikte zu vermeiden.

Winter in Kerpen: Streusalz und kurze Tage

Winter im Rheinland ist meist mild und nass, echte Kältephasen mit Schnee kommen vor, sind aber oft kurz. Für Hunde ist die häufigste Wintergefahr nicht die Kälte selbst, sondern das Streusalz und die Taumittel auf Straßen und Gehwegen in Kerpen. Salz reizt Pfoten, dringt in kleine Risse ein und wird beim Ablecken aufgenommen — das kann den Magen reizen.

Wasche die Pfoten deines Hundes nach jedem Winterspaziergang mit lauwarmem Wasser. Pfotenpflege mit Balsam oder das Tragen von Pfotenschuhen kann helfen, die Haut geschmeidig zu halten. Viele Hunde akzeptieren Schuhe erst nach einer Eingewöhnungsphase — beginne damit nicht an dem Tag, an dem der erste Schnee fällt.

Auch Frostschutzmittel, die aus Fahrzeugen auf Straßen tropfen, sind hochgiftig für Hunde. Glykolhaltige Mittel riechen süßlich und werden von Hunden gern geleckt — schon kleine Mengen können zu Nierenversagen führen. Halte deinen Hund von Pfützen auf Parkplätzen und Straßen fern, besonders nach Frostnächten.

Kurze Tage bedeuten, dass viele Spaziergänge im Dunkeln stattfinden. Kombiniere die Sichtbarkeitsausrüstung aus dem Herbst mit einer konsequenten Leinenführung in unübersichtlichen Situationen. Auf vereisten Wegen am Erftkanal oder in Parks kann es schnell rutschig werden — schütze sowohl dich als auch deinen Hund vor Stürzen. Wähle profilierte Schuhe und geh langsamer als gewohnt.

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