Zecken: Gefahr und Schutz vor den Blutsaugern
Zecken sind blutsaugende Parasiten aus der Klasse der Spinnentiere, die gefährliche Krankheiten wie Borreliose, FSME und Babesiose auf Hunde übertragen können.
Inhalt
- Welche Zeckenarten bedrohen deinen Hund?
- Wie erkennst du einen Zeckenbefall bei deinem Hund?
- Wie entfernst du Zecken richtig beim Hund?
- Welche Krankheiten übertragen Zecken auf Hunde?
- Wie schützt du deinen Hund vor Zecken?
- Wann musst du mit deinem Hund zum Tierarzt?
- Können Hunde Zeckenkrankheiten auf Menschen übertragen?
Welche Zeckenarten bedrohen deinen Hund?
Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) stellt die größte Gefahr dar. Diese Zeckenart überträgt Borreliose und FSME auf Hunde und kommt in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) befällt bevorzugt Hunde und kann Babesiose übertragen – eine für Hunde oft tödliche Krankheit.
Wie erkennst du einen Zeckenbefall bei deinem Hund?
Zecken setzen sich bevorzugt an dünnen Hautstellen fest: Ohren, Achselhöhlen, Leistengegend und zwischen den Zehen. Sie sehen aus wie kleine, graue bis braune Knötchen auf der Haut. Vollgesaugte Zecken können die Größe einer Erbse erreichen.
Taste deinen Hund nach jedem Spaziergang systematisch ab. Die meisten Hundehalter übersehen Zecken, weil sie noch nicht festgebissen haben oder sehr klein sind.
Wie entfernst du Zecken richtig beim Hund?
Fasse die Zecke mit einer Zeckenzange oder feinen Pinzette direkt an der Haut. Ziehe sie gerade heraus – ohne Drehbewegung. Der Mythos vom „Herausdrehen“ hält sich hartnäckig, ist aber falsch.
Desinfiziere die Stelle nach der Entfernung. Kontrolliere die Bissstelle in den nächsten Tagen auf Rötung oder Schwellung.
Welche Krankheiten übertragen Zecken auf Hunde?
Borreliose zeigt sich bei Hunden oft erst Wochen nach dem Stich durch Lahmheit, Fieber oder Appetitlosigkeit. FSME verläuft bei Hunden meist milder als bei Menschen, kann aber neurologische Schäden verursachen. Babesiose zerstört die roten Blutkörperchen und führt unbehandelt zum Tod.
Die Ehrlichiose kommt in Deutschland seltener vor, breitet sich aber durch den Klimawandel aus. Sie schwächt das Immunsystem massiv.
Wie schützt du deinen Hund vor Zecken?
Zeckenschutzmittel für Hunde wirken 4-12 Wochen: Spot-on-Präparate, Halsbänder oder Kautabletten. Lass dich vom Tierarzt beraten, welcher Wirkstoff für deinen Hund geeignet ist.
Vermeide hohes Gras und Unterholz während der Hauptsaison von März bis Oktober. Das ist aber nicht immer praktikabel – dann sind Schutzmaßnahmen umso wichtiger.
Wann musst du mit deinem Hund zum Tierarzt?
Sofort zum Tierarzt, wenn dein Hund nach einem Zeckenstich Fieber, Appetitlosigkeit oder Lahmheit zeigt. Diese Symptome können auf eine Borreliose oder andere Zeckenkrankheit hindeuten.
Auch wenn sich die Bissstelle rötet oder anschwillt, solltest du nicht abwarten. Früh erkannt lassen sich die meisten Zeckenkrankheiten gut behandeln.
Können Hunde Zeckenkrankheiten auf Menschen übertragen?
Hunde übertragen Zeckenkrankheiten nicht direkt auf Menschen. Aber sie bringen Zecken ins Haus, die dann Menschen befallen können. Eine Zecke, die vom Hund abfällt, sucht sich einen neuen Wirt.
Kontrolliere deshalb auch dich selbst nach Spaziergängen in zeckenreichen Gebieten.
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