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Wie senke ich bei Unwetter (z.B. Gewitter) die Angst meines Hundes?

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Wie senke ich bei Unwetter (z.B. Gewitter) die Angst meines Hundes?
Definition

Mit einer ruhigen Umgebung, gezieltem Training und der richtigen Unterstützung lässt sich für Hunde die Angst vor Gewittern deutlich erleichtern.

Inhalt
  1. Sichere Umgebung schaffen
  2. Beruhigungstechniken anwenden
  3. Ablenkung bieten
  4. Desensibilisierung und Training
  5. Alternative Methoden
  6. Vorbeugende Massnahmen
  7. Medizinische Unterstützung

Gewitter gehören zu den häufigsten Auslösern von Angst bei Hunden. Während manche Vierbeiner ein Unwetter kaum beachten, geraten andere bereits bei den ersten Donnerschlägen oder sogar schon bei Veränderungen des Luftdrucks in Stress. Sie zittern, hecheln, verstecken sich oder versuchen panisch zu fliehen. Diese Reaktionen sind keine Ungehorsamkeit, sondern Ausdruck echter Angst.

Als Hundehalter kannst du viel dazu beitragen, dass dein Hund ein Gewitter möglichst gelassen erlebt.

Sichere Umgebung schaffen

Rückzugsort: Biete deinem Hund einen sicheren, gemütlichen Platz, an dem er sich verkriechen kann. Das kann eine Hundebox sein oder ein ruhiger Raum mit seinen Lieblingsspielzeugen und Decken.

Geräuschkulisse: Leise Musik, ein Ventilator oder ein White-Noise-Gerät überlagern die Gewittergeräusche und schaffen eine ruhigere Atmosphäre.

Fenster und Vorhänge schliessen: So lassen sich Blitzlichter und laute Geräusche spürbar dämpfen.

Beruhigungstechniken anwenden

Ruhig bleiben: Bleib selbst entspannt, denn Hunde nehmen die emotionale Verfassung ihrer Menschen sehr genau wahr.

Berührungen und Massagen: Sanfte Massagen oder ruhige Berührungen wirken bei vielen Hunden beruhigend.

Thundershirt: Das eng anliegende Kleidungsstück übt gleichmässigen Druck aus und kann bei manchen Hunden die Anspannung senken.

Ablenkung bieten

Spielen: Leichte Spiele lenken die Aufmerksamkeit des Hundes vom Gewitter ab.

Training: Kurze Einheiten mit positiver Verstärkung beschäftigen den Hund geistig und helfen, die Angst zu reduzieren.

Desensibilisierung und Training

Gewittergeräusche: Spiel Aufnahmen von Gewittergeräuschen zunächst leise ab (aber immer nur in ruhigen Situationen/Umgebungen und für einen kurzen Zeitraum) und erhöhe die Lautstärke sowie jeweilige Dauer über Wochen und Monate allmählich. So gewöhnt sich dein Hund schrittweise daran.

Positive Assoziationen: Verknüpfe die Geräusche mit etwas Schönem, etwa Leckerlis oder Spielzeit.

Alternative Methoden

Pheromontherapie: Produkte, die beruhigende Pheromone für Hunde freisetzen, können die Angst lindern.

Naturheilmittel und Beruhigungsmittel: Frag deinen Tierarzt nach geeigneten Naturheilmitteln oder Beruhigungsmitteln (nur auf ärztliches Anraten und i.d.R. nur, wenn die Angst extrem ist).

Vorbeugende Massnahmen

Vorbereitung: Ist ein Gewitter angekündigt, geh rechtzeitig mit deinem Hund spazieren, so muss er während des Unwetters nicht nach draussen.

Medizinische Unterstützung

Tierärztliche Beratung: Zeigt dein Hund extreme Angst, sprich mit einem Tierarzt über mögliche Behandlungsoptionen.

Bestrafe deinen Hund nie für sein Angstverhalten, das verstärkt die Furcht nur. Mit Geduld und regelmässiger Anwendung der genannten Massnahmen lässt sich die Belastung für ihn deutlich senken.