Vakuum-Wundtherapie
Vakuum-Wundtherapie ist ein Verfahren, bei dem durch kontrollierten Unterdruck die Wundheilung beschleunigt wird – eine Methode, die auch in der Tiermedizin bei Hunden erfolgreich angewendet wird.
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Vakuum-Wundtherapie ist ein Verfahren, bei dem durch kontrollierten Unterdruck die Wundheilung beschleunigt wird – eine Methode, die auch in der Tiermedizin bei Hunden erfolgreich angewendet wird.
Die Therapie wird vor allem bei grossflächigen oder schlecht heilenden Wunden eingesetzt, wenn klassische Verbände an ihre Grenzen stossen. Ein spezieller Schwamm wird über die Wunde gelegt und mit einer luftdichten Folie abgedeckt. Eine Vakuumpumpe erzeugt dann kontinuierlich einen negativen Druck, der Wundflüssigkeit absaugt und gleichzeitig die Durchblutung anregt.
Wann kommt Vakuum-Wundtherapie beim Hund zum Einsatz?
Typische Anwendungsgebiete sind grossflächige Hautdefekte nach Unfällen, etwa wenn ein Hund von einem Auto erfasst wurde und dabei grössere Hautareale verloren hat. Auch nach komplizierten Operationen, beispielsweise bei Tumoren oder nach Bissverletzungen anderer Hunde, kann das Verfahren die Heilung deutlich verbessern.
Chronische Wunden, die trotz wochenlanger Behandlung nicht heilen wollen, sprechen oft gut auf die Vakuumtherapie an. Dazu gehören Druckstellen bei übergewichtigen oder bettlägerigen Hunden sowie Wunden, die sich immer wieder infizieren.
Wie läuft die Behandlung ab?
Dein Hund erhält eine Vollnarkose oder Sedierung, da der Verbandswechsel schmerzhaft sein kann. Der Tierarzt reinigt die Wunde gründlich und legt den speziellen Vakuumverband an. Ein kleiner Schlauch führt zu einer tragbaren Pumpe, die dein Hund während der Behandlung bei sich trägt.
Der Verband bleibt meist drei bis fünf Tage liegen, bevor er gewechselt wird. Je nach Wundgrösse dauert die gesamte Therapie zwei bis vier Wochen. Während dieser Zeit muss dein Hund vor Nässe geschützt werden – Baden oder ausgiebige Spaziergänge bei Regen sind tabu.
Was kostet Vakuum-Wundtherapie beim Hund?
Die Behandlung ist deutlich teurer als konventionelle Wundversorgung. Rechne mit 150 bis 300 Euro pro Verbandswechsel, hinzu kommen die Kosten für das Gerät und die Verbrauchsmaterialien. Bei einer dreiwöchigen Behandlung entstehen schnell Gesamtkosten von 1.500 bis 3.000 Euro.
Nicht jede Tierklinik bietet das Verfahren an – meist ist es nur in grösseren Kliniken oder spezialisierten Praxen verfügbar. Eine Überweisung durch deinen Haustierarzt ist oft erforderlich.
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