Vaginal
Vaginal beschreibt alles, was die Vagina der Hündin betrifft – den Kanal zwischen Gebärmutter und äußeren Geschlechtsteilen.
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Vaginal beschreibt alles, was die Vagina der Hündin betrifft – den Kanal zwischen Gebärmutter und äußeren Geschlechtsteilen. Für dich als Hundehalter wird das Thema relevant, wenn deine Hündin Ausfluss zeigt, sich vermehrt leckt oder Probleme beim Urinieren hat.
Wann ist Ausfluss bei der Hündin normal?
Ein klarer, geruchloser Ausfluss ist während der Läufigkeit völlig normal. Die Vagina produziert dann mehr Sekret, um den Deckakt vorzubereiten. Du erkennst das an einem durchsichtigen bis leicht milchigen Ausfluss ohne starken Geruch.
Bedenklich wird es bei:
- Gelblichem, grünem oder blutigem Ausfluss außerhalb der Läufigkeit
- Übelriechendem Sekret
- Begleitenden Symptomen wie Fieber oder Appetitlosigkeit
Welche vaginalen Probleme kommen bei Hündinnen vor?
Die häufigste Störung ist eine Vaginitis – eine Entzündung der Vaginalschleimhaut. Junge Hündinnen vor der ersten Läufigkeit sind besonders betroffen, weil ihr Hormonhaushalt noch instabil ist.
Du erkennst eine Vaginitis an diesen Zeichen:
- Vermehrtes Lecken der Genitalien
- Gelblicher Ausfluss
- Geschwollene, gerötete Vulva
- Häufigeres Urinieren in kleinen Mengen
Ein Vaginalprolaps zeigt sich als rosafarbenes Gewebe, das aus der Vulva herausragt. Das passiert meist während der Läufigkeit, wenn die Hormone das Gewebe weicher machen. Kleine Prolapsen verschwinden oft von selbst, größere brauchen eine Operation.
Wann muss ich mit der Hündin zum Tierarzt?
Sofort zum Tierarzt bei übelriechendem Ausfluss, besonders wenn deine Hündin dazu viel trinkt und häufig uriniert. Das deutet auf eine Gebärmutterentzündung hin – einen lebensbedrohlichen Notfall.
Auch diese Symptome gehören in tierärztliche Behandlung:
- Blutiger Ausfluss außerhalb der Läufigkeit
- Sichtbare Gewebeteile, die aus der Vulva ragen
- Schmerzäußerungen beim Berühren des Bauchbereichs
- Apathie und Futterverweigerung
Wie kann ich vaginalen Problemen vorbeugen?
Die wirksamste Vorbeugung ist die Kastration vor der ersten Läufigkeit. Sie eliminiert das Risiko für hormonbedingte Erkrankungen wie Gebärmutterentzündungen fast vollständig.
Bei nicht kastrierten Hündinnen achte besonders nach der Läufigkeit auf Veränderungen. Die ersten sechs Wochen danach sind die riskanteste Phase für eine Gebärmutterentzündung.
Gute Hygiene hilft bei jungen Hündinnen mit wiederkehrender Vaginitis: Reinige den Genitalbereich täglich mit lauwarmem Wasser und trockne ihn sorgfältig ab.
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