Pfotenkauen bei Hunden
Pfotenkauen beschreibt das intensive Lecken oder Nagen eines Hundes an seinen eigenen Pfoten, das über die normale Körperpflege hinausgeht.
Inhalt
Wie erkenne ich die Ursache von Pfotenkauen?
Allergisches Lecken zeigt sich durch rötliche Verfärbungen zwischen den Zehen, besonders nach dem Spaziergang. Die Pfoten riechen dann oft säuerlich-hefig. Stressbedingtes Kauen hingegen tritt meist abends auf, wenn der Hund zur Ruhe kommt.
Bei Verletzungen leckt dein Hund gezielt eine bestimmte Stelle. Parasiten erkennst du an kleinen dunklen Punkten oder an verstärktem Kratzen auch an anderen Körperstellen. Hautprobleme durch Streusalz zeigen sich im Winter zwischen den Ballen als rissige, weissliche Stellen.
Welche Sofortmassnahmen helfen bei akutem Pfotenkauen?
Spüle die Pfoten mit lauwarmem Wasser ab und trockne sie gründlich. Ein Lecktunnel verhindert weiteres Knabbern und gibt der Haut Zeit zur Heilung. Schnüffelspiele oder Kauartikel lenken ab und unterbrechen das Verhalten.
Ein gestresster Hund benötigt vor allem Struktur: feste Gassi-Zeiten und ruhige Beschäftigung am Abend. Bei allergischem Lecken hilft kurzfristig das Abwischen der Pfoten nach jedem Spaziergang.
Wann muss ich mit meinem Hund zum Tierarzt?
Ein Tierarztbesuch ist nötig, wenn die Haut zwischen den Zehen blutet, stark geschwollen ist oder eitrig riecht, oder wenn dein Hund humpelt oder beim Berühren der Pfoten schmerzhafte Laute von sich gibt.
Leckt dein Hund täglich länger als 10 Minuten an derselben Stelle, deutet das auf eine tiefere Ursache hin. Gelegentliches Putzen sieht anders aus als krankhaftes Verhalten.
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