Urinuntersuchungen
Eine Urinuntersuchung beim Hund analysiert Farbe, Geruch, pH-Wert und Inhaltsstoffe wie Eiweiß, Zucker oder Blut im Harn, um Erkrankungen der Nieren, Blase oder anderer Organe zu diagnostizieren.
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Eine Urinuntersuchung beim Hund analysiert Farbe, Geruch, pH-Wert und Inhaltsstoffe wie Eiweiss, Zucker oder Blut im Harn, um Erkrankungen der Nieren, Blase oder anderer Organe zu diagnostizieren.
Wann benötigt dein Hund eine Urinuntersuchung?
Dein Tierarzt ordnet eine Urinuntersuchung an, wenn dein Hund Symptome zeigt, die auf Probleme mit Nieren, Blase oder anderen Organen hinweisen. Typische Warnsignale sind häufiges Urinieren, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Blut im Urin.
Weitere Anlässe: Dein Hund trinkt übermässig viel, hat gelblich verfärbte Schleimhäute oder zeigt allgemeine Krankheitssymptome wie Appetitlosigkeit. Bei älteren Hunden gehört die Urinuntersuchung oft zur Routine-Vorsorge.
Die Untersuchung gibt Aufschluss über verschiedene Körperfunktionen: Nieren- und Leberfunktion, Blutzuckerstoffwechsel oder Entzündungen der Harnwege.
Wie wird der Urin beim Hund gewonnen?
Der Tierarzt wählt je nach Untersuchungszweck und Situation deines Hundes zwischen drei Methoden der Uringewinnung.
Spontanharn (Mittelstrahlurin): Du fängst den Urin während des normalen Gassigehens mit einem sterilen Becher auf. Die Methode ist stressfrei für deinen Hund, allerdings kann der Urin durch Bakterien von der Haut oder aus der Harnröhre verunreinigt sein. Für eine grobe Analyse reicht das meist aus.
Katheterisierung: Der Tierarzt führt einen dünnen Schlauch durch die Harnröhre in die Blase ein. Das liefert sauberere Proben für bakteriologische Untersuchungen. Bei Rüden ist die Katheterisierung einfacher als bei Hündinnen.
Blasenpunktion (Zystozentese): Mit einer feinen Nadel durch die Bauchwand direkt in die Blase, das klingt dramatischer als es ist. Bei kooperativen Hunden ist der Eingriff ohne Narkose möglich und liefert die sterilsten Proben.
Welche Werte werden untersucht?
Die Analyse umfasst drei Bereiche, die unterschiedliche Rückschlüsse erlauben.
Physikalische Eigenschaften: Normaler Hundeurin ist blassgelb bis bernsteinfarben. Roter Urin deutet auf Blut hin, sehr heller auf übermässiges Trinken. Das spezifische Gewicht zeigt die Konzentrationsfähigkeit der Nieren, ein dauerhaft niedriger Wert kann auf Nierenprobleme hinweisen.
Chemische Werte: Der pH-Wert liegt beim gesunden Hund zwischen 6,0 und 7,0. Eiweiss im Urin kann auf Nierenschäden hindeuten, Zucker auf Diabetes. Hämoglobin ohne sichtbare rote Blutkörperchen spricht für Muskelschäden.
Mikroskopische Beurteilung: Das Harnsediment wird auf Blutkörperchen, Bakterien und Kristalle untersucht. Einzelne weisse Blutkörperchen sind normal, grössere Mengen deuten auf Entzündungen hin.
Kann bei der Urinuntersuchung etwas schiefgehen?
Der Spontanharn ist völlig risikofrei. Bei Katheterisierung und Blasenpunktion sind Komplikationen selten, aber möglich.
Leichte Blutungen nach der Blasenpunktion verschwinden meist binnen Stunden. Bei Hündinnen kann eine Katheterisierung gelegentlich eine Blasenentzündung auslösen, deshalb bevorzugen manche Tierärzte die Blasenpunktion.
Die meisten Hunde verkraften beide Eingriffe problemlos.
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