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Können Hunde weinen?

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Können Hunde weinen?
Definition

Hunde produzieren Tränen zur Augenbefeuchtung und zum Fremdkörperschutz, jedoch nicht als Ausdruck von Emotionen wie Menschen.

Inhalt
  1. Warum tränen die Augen meines Hundes?
  2. Wie drücken Hunde Trauer und Schmerz aus?
  3. Wann sollte ich tränende Augen tierärztlich abklären lassen?

Warum tränen die Augen meines Hundes?

Hunde produzieren Tränen – aber aus anderen Gründen als wir. Ihre Tränendrüsen befeuchten das Auge und spülen Fremdkörper aus. Emotionales Weinen wie beim Menschen existiert bei Hunden nicht.

Tränende Augen sind meist ein Warnsignal. Allergien gegen Pollen oder Futter, bakterielle Infektionen oder Verletzungen durch Äste beim Spaziergang können die Ursache sein. Bei brachycephalen Rassen wie Bulldoggen oder Shih Tzus tränen die Augen häufiger – ihre flachen Gesichter behindern den natürlichen Tränenabfluss.

Keratoconjunctivitis sicca, das „trockene Auge“, führt paradoxerweise zu übermässiger Tränenproduktion. Der Körper versucht die mangelnde Grundfeuchtigkeit zu kompensieren.

Wie drücken Hunde Trauer und Schmerz aus?

Hunde kommunizieren Leiden durch Verhalten, nicht durch Tränen. Ein trauriger Hund zieht sich zurück, frisst weniger oder sucht übermässig Nähe. Diese Verhaltensänderungen sind aussagekräftiger als jede Träne.

Jammern und Winseln signalisieren akuten Stress oder Schmerz. Ein Hund, der beim Aufstehen winselt, hat möglicherweise Gelenkprobleme. Heulen entsteht oft durch Trennungsangst oder als Antwort auf hohe Töne – eine uralte Kommunikationsform aus Wolfszeiten.

Nach dem Verlust eines Rudelmitglieds oder bei Umzügen zeigen Hunde oft wochenlang veränderte Gewohnheiten. Sie suchen gewohnte Plätze auf oder verweigern Aktivitäten, die sie mit der verlorenen Bezugsperson verbunden haben.

Wann sollte ich tränende Augen tierärztlich abklären lassen?

Bei plötzlich stark tränenden Augen mit Rötung oder Schwellung solltest du umgehend handeln. Das deutet auf Verletzungen oder akute Infektionen hin.

Chronisch tränende Augen ohne weitere Symptome benötigen dennoch Aufmerksamkeit – besonders wenn sich die Tränenfarbe verändert. Gelblicher oder grünlicher Ausfluss weist auf bakterielle Infektionen hin.

Bei Welpen unter vier Monaten können tränende Augen auf angeborene Fehlbildungen der Tränenkanäle hindeuten. Eine frühe Untersuchung ermöglicht oft unkomplizierte Korrekturen.