Untersuchung auf Erbkrankheiten
Die Untersuchung auf Erbkrankheiten beim Hund identifiziert genetische Defekte, die von den Eltern auf die Welpen übertragen werden können – durch DNA-Analyse aus Blut oder Speichel.
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Die Untersuchung auf Erbkrankheiten beim Hund identifiziert genetische Defekte, die von den Eltern auf die Welpen übertragen werden können – durch DNA-Analyse aus Blut oder Speichel.
Bei bestimmten Rassen gehören diese Tests längst zur Standard-Zuchtuntersuchung. Ein Golden Retriever ohne HD/ED-Befund oder ein Collie ohne MDR1-Test gilt als unseriös gezüchtet. Aber auch für Halter bereits erwachsener Hunde liefern die Ergebnisse wertvolle Hinweise zur Lebensplanung.
Welche Untersuchungen existieren bei Erbkrankheiten?
DNA-Tests analysieren Speichel- oder Blutproben auf spezifische Gendefekte. Die Probe nimmt der Tierarzt mit einem Wattestäbchen aus der Lefze oder durch eine kleine Blutentnahme. Laborergebnisse liegen meist nach 10 bis 14 Tagen vor.
Röntgenuntersuchungen decken strukturelle Probleme wie Hüft- oder Ellenbogendysplasie auf. Die Aufnahmen erfolgen unter Narkose, da exakte Lagerung für die Auswertung entscheidend ist. Ein HD-Röntgen kostet je nach Region und Praxis rund 150 bis 300 Franken.
Augenuntersuchungen durch spezialisierte Tierärzte erkennen erbliche Netzhauterkrankungen. Der Hund erhält Augentropfen zur Pupillenerweiterung; der Ablauf dauert etwa 20 Minuten.
Welche Erbkrankheiten kommen bei welchen Rassen vor?
Jede Rasse trägt ihr eigenes Risikoprofil. Deutsche Schäferhunde neigen zu degenerativer Myelopathie und Hüftdysplasie. Bei Retrievern stehen progressive Retinaatrophie und Ellenbogendysplasie im Fokus. Collies und verwandte Rassen tragen häufig den MDR1-Defekt, der zu lebensgefährlichen Medikamentenunverträglichkeiten führt.
Kleine Rassen wie Cavalier King Charles Spaniel kämpfen mit Curly Coat und Episodic Falling. Dobermänner zeigen Dilated Cardiomyopathy und Von-Willebrand-Krankheit. Solche Häufungen entstehen durch die genetische Verarmung in der Rassezucht.
Was kosten Gentests beim Hund?
Einzeltests kosten pro Erbkrankheit rund 50 bis 120 Franken. Panels für mehrere rassetypische Erkrankungen liegen bei 200 bis 400 Franken. Hinzu kommen Tierarztkosten für die Probenentnahme von etwa 20 bis 40 Franken.
HD/ED-Röntgen schlägt mit 150 bis 350 Franken zu Buche. Augenuntersuchungen kosten 80 bis 150 Franken und müssen jährlich wiederholt werden, da sich manche Erkrankungen erst im Alter zeigen.
Wann sollte ich meinen Hund testen lassen?
DNA-Tests funktionieren ab dem Welpenalter – das Ergebnis bleibt lebenslang gültig. Strukturelle Untersuchungen wie HD-Röntgen erfolgen frühestens mit 12 Monaten, da sich die Knochen erst vollständig entwickeln müssen.
Bei Zuchthunden sind Tests vor dem ersten Deckakt Pflicht. Als Halter kannst du auch später testen – etwa wenn Symptome auftreten oder du Klarheit über Gesundheitsrisiken willst.
Augenuntersuchungen wiederholst du jährlich, besonders bei Rassen mit bekanntem PRA-Risiko. Manche Netzhauterkrankungen entwickeln sich schleichend und bleiben jahrelang unbemerkt.
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