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Tendopathie

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Tendopathie
Definition

Eine Tendopathie ist eine Erkrankung oder Verletzung der Sehnen – jener faserigen Gewebe, die Muskeln mit Knochen verbinden.

Inhalt
  1. Was ist eine Tendopathie beim Hund?
  2. Welche Sehnen sind bei Hunden besonders betroffen?
  3. Wie erkenne ich eine Sehnenverletzung bei meinem Hund?
  4. Welche Hunderassen neigen zu Tendopathien?
  5. Was kann ich tun, bis der Tierarzt meinen Hund sieht?
  6. Wie wird eine Tendopathie beim Hund behandelt?

Was ist eine Tendopathie beim Hund?

Eine Tendopathie ist eine Erkrankung oder Verletzung der Sehnen – jener faserigen Gewebe, die Muskeln mit Knochen verbinden. Bei Hunden entstehen Tendopathien meist durch Überlastung beim Sport oder durch plötzliche Bewegungen beim Spielen. Ein Border Collie, der täglich Agility trainiert, entwickelt eher eine Schultersehnenproblematik als ein gemütlicher Mops.

Welche Sehnen sind bei Hunden besonders betroffen?

Die Achillessehne hinter dem Sprunggelenk ist am häufigsten betroffen – besonders bei lauffreudigen Rassen wie Windhunden oder Schäferhunden. Die Supraspinatus-Sehne in der Schulter erkrankt oft bei Hunden, die viel springen oder schwimmen. Bei Golden Retrievern und Labradoren zeigen sich regelmässig Bizepssehnen-Probleme, vermutlich bedingt durch ihre Neigung zu übereifrigem Apportieren.

Wie erkenne ich eine Sehnenverletzung bei meinem Hund?

Dein Hund lahmt plötzlich nach dem Sport oder zeigt eine steife Bewegung nach dem Aufstehen. Eine warme, geschwollene Stelle über einer Sehne ist verdächtig – besonders wenn dein Hund bei Berührung zusammenzuckt. Manche Hunde vermeiden es, das betroffene Bein voll zu belasten; andere laufen «komisch», als würden sie einen unsichtbaren Schmerz umgehen.

Welche Hunderassen neigen zu Tendopathien?

Sportrassen wie Border Collies, Australian Shepherds und Malinois erkranken durch ihre hohe Aktivität überdurchschnittlich oft. Schwere Rassen wie Deutsche Doggen oder Bernhardiner entwickeln Sehnenprobleme ebenfalls – bei ihnen meist altersbedingt durch Verschleiss. Weniger offensichtlich: Auch kleine Terrier sind betroffen, weil sie ihre Sprungkraft häufig überschätzen.

Was kann ich tun, bis der Tierarzt meinen Hund sieht?

Sofortige Schonung ist entscheidend. Keine Spaziergänge, kein Toben – nur kurze Lösungsrunden an der Leine. Kühle die betroffene Stelle etwa 10 bis 15 Minuten mit einem feuchten Handtuch, aber nie direkt mit Eis. Gib deinem Hund einen ruhigen Platz und beobachte, ob die Lahmheit zunimmt oder sich bessert.

Wie wird eine Tendopathie beim Hund behandelt?

Der Tierarzt diagnostiziert meist über Ultraschall oder MRT. Leichte Fälle heilen mit wochenlanger Ruhe und gezielter Physiotherapie. Bei Rissen ist manchmal eine Operation nötig – besonders bei jungen, aktiven Hunden ist der Eingriff sinnvoll. Die Nachbehandlung zieht sich oft über Monate: zunächst Leinenpflicht, anschliessend kontrollierter Muskelaufbau.